Eisbären-Torhüter Sebastian Dahm (Quelle: imago images/Nordphoto)
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Eisbären-Goalie Dahm feiert ersten Shutout - Der tanzende Däne

Eisbären-Goalie Sebastian Dahm schwang nach dem 4:0-Sieg gegen Iserlohn die Hüften. Er löste sein Versprechen ein, weil er erstmals in der Saison ohne Gegentor blieb. Seine Formkurve zeigt nach oben - und spiegelt auch die Leistung der Mannschaft wider.

Als seine Mitspieler schon wieder auf dem Weg in die Kabine waren, hatte Sebastian Dahm noch seinen großen Auftritt. Er hatte den Fans etwas versprochen - und die forderten es von dem Dänen ein. "Ich hatte den Fans versprochen, eine kleine Show zu machen, wenn wir zu Hhause einen Shutout schaffen", verriet der Eisbären-Torhüter. 

Partystimmung bei Dahms Tanzeinlage

Beim 4:0-Sieg seines Teams am Sonntagnachmittag gegen Iserlohn war es dann zum ersten Mal in dieser Saison soweit. Der 32-Jährige blieb ohne Gegentor - und schwang auf dem Eis die Hüften. Erst zeigte er ein paar schnelle Moves, dann verschränkte er die Arme vor der Brust und warf abwechselnd die Beine in die Luft. Eine stimmungsvolle Einlage, die auch Minuten nach Spielende noch für Partystimmung in der Arena am Ostbahnhof sorgte.

Und man spürte, wie sehr der gebürtige Kopenhagener, der sein Tänzchen mit einer Rolle und der obligatorischen Zuschauerwelle beendete, diesen Moment genoss, jede Sekunde förmlich aufsaugte.

Trainer Aubin über Dahm: "Er gibt uns die Chance, jedes Spiel zu gewinnen."

Denn Dahm hatte, ebenso wie die Eisbären generell, keinen allzu guten Start in die Saison. Während seine Vorgänger wie Rob Zepp, Petri Vehanen oder in der vergangenen Saison auch Kevin Poulin gefeierte Publikumslieblinge waren, sah sich der Däne oft Kritik ausgesetzt, bei dem ein oder anderen Gegentor sah er immer wieder unglücklich aus.

Doch die Eisbären fanden nach dem großen Umbruch im Sommer in den letzten Wochen immer mehr als Team zusammen. Das freut Trainer Serge Aubin, der nach dem Spiel am Sonntag ein Sonderlob für seinen Goalie aussprach. "Er spielt schon seit einer ganzen Weile wirklich gut", so der Kanadier. "Er gibt uns die Chance, jedes Spiel zu gewinnen. Den Shutout hat er sich verdient." Und der war eine echte Teamleistung. Denn Dahms Mitspieler blockten viele Schüsse, warfen sich immer wieder in die Schussbahn. "Die Jungs haben vor mir hart verteidigt, sie wollten diesen Shutout für mich", freute sich der Däne.

Dahm musste Konzentration beibehalten

Zwar schossen die Gegner aus Iserlohn, von denen aus Dahm im Sommer nach Berlin wechselte, lediglich 18 Mal auf sein Tor, doch gerade in solchen Spielen ist es für einen Torhüter schwierig, die Konzentration hochzuhalten. "Wenn man nicht so viele Schüsse bekommt, muss man als Torwart einen Weg finden, wie man trotzdem fokussiert bleibt. Ich mache dann meist ein paar Bewegungen vor meinem Kasten. Oder man spritzt sich Wasser ins Gesicht. Auch das ist ein Trick, um frisch zu bleiben", erzählte der Däne in der Berliner Morgenpost.

Frisch, schnell und gefährlich sind auch die Eisbären inzwischen in fast jedem Spiel und haben sich so bei noch einem absolvierten Spiel weniger auf den fünften Tabellenplatz vorgearbeitet. Daran wollen sie auch in den nächsten Wochen anknüpfen - und vielleicht sehen die Fans schon bald das nächste Tänzchen von Goalie Sebastian Dahm.

Sendung: Inforadio, 18.11.2019, 6.15 Uhr

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