Luckenwalder Spieler feiern 2015 den Sieg über Energie Cottbus. Quelle: imago images/Björn Draws
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Viertelfinale im Landespokal - Kann Luckenwalde Cottbus erneut überraschen?

Zum dritten Mal seit 2015 treffen am Samstag der FSV Luckenwalde und Energie Cottbus im Brandenburger Pokal aufeinander. Von der Papierform sind die Lausitzer favorisiert, doch schon einmal gab es gegen den FSV eine böse Niederlage. Von Andreas Friebel

Dieser 14. November 2015 ist noch immer so etwas wie ein schwarzer Tag in der Cottbuser Landespokal-Geschichte: Energie, damals Drittligist, kassierte beim Regionalligisten Luckenwalde eine 0:1-Niederlage nach Verlängerung. Es war der Anfang vom Ende der kurzen Trainerlaufbahn von Vasile Miriuta bei den Cottbusern.

Wollitz bescheinigt dem FSV Viertliga-Qualität

Allerdings war es ein Scheitern mit Ansage. Überzeugt, den Außenseiter schlagen zu können, verzichtete man auf eine Gegnerbeobachtung - und bekam prompt die Quittung. Das will Miriutas Nachfolger Claus-Dieter Wollitz nicht erleben.

"Wir haben sie zwei Mal beobachtet. Und was wir gesehen haben, war nicht schlecht", so Wollitz. Der FSV ist aktuell Spitzenreiter in der Oberliga. Mit 42 Toren in zwölf Partien stellt die Mannschaft aus dem Landkreis Teltow-Fläming die mit Abstand beste Offensive der Liga. "Wer in der Oberliga so viele Tore schießt und so souverän Erster ist, der hat durchaus Regionalliga-Qualität", schätzt der Cottbuser Trainer seinen Pokalgegner ein. Mit zwölf Treffern ist Frank Rohde der gefährlichste Angreifer in den Reihen des FSV.

Möglicherweise ein Offensivspektakel

Beim FC Energie ist Berkan Taz mit neun Treffern "Mister Zuverlässig". Felix Brügmann mit acht und Dimitar Rangelov mit sieben Liga-Treffern folgen ihm in der Torschützenliste. Damit scheint sich ein Offensivspektakel abzuzeichnen. Das wird auch von den jüngsten Ergebnissen untermauert.

Luckenwalde gewann am vergangenen Wochenende bei Liga-Schlusslicht Martinsroda knapp mit 4:3. Energie holte erst in den letzten Minuten in Fürstenwalde ein 3:3. "Wir brauchen eine gute Organisation, Disziplin, und wir müssen ständig wachsam sein, wenn wir ins Halbfinale kommen wollen", sagt der Cottbus-Coach Wollitz.

Cottbuser Personalsorgen

Dorthin möchte auch sein Gegenüber Jan Kirstenmacher. Der gebürtige Hamburger ist seit Januar 2018 in Luckenwalde tätig. Zunächst als Co-Trainer, später dann als Chefcoach. Priorität hat für ihn natürlich die Rückkehr in die Regionalliga Nordost. Aber im Viertelfinale des Landespokals noch einmal den FC Energie Cottbus rauszuwerfen, hätte natürlich etwas.

"Das wird unser bislang schwerstes Spiel im diesjährigen Landespokal", weiß Wollitz, der in seinem Kader noch viele Fragezeichen hat. Robert Müller und Niclas Erlbeck sind angeschlagen. Tobias Eisenhut ist zudem mit der U19-Nationalmannschaft unterwegs. Dazu gibt es noch einige andere Spieler, deren Einsatz wackelt. "Wir haben in dieser Woche zeitweise mit elf Feldspielern trainiert. Das ist natürlich überhaupt nicht gut", so Wollitz.

Auch diese Tatsache spricht dafür, dass sich Luckenwalde und Cottbus fast auf Augenhöhe begegnen werden. Und wer weiß, vielleicht wiederholt sich ja die Geschichte von 2015?

Sendung: rbbUM6, 15.11.19, 18:00 Uhr

Beitrag von Andreas Friebel

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4 Kommentare

  1. 3.

    Wo finde ich den Livestream Luckenwalde gegen Energie Cottbus

  2. 2.

    Hallo RBB, gibt es für euch auch noch andere Fußballvereine außer Energie Cottbus ? Selbst Berliner Stadtderbys haben bei euch keine Lobby, und für meine Gebühren darf ich doch wohl eine ausgewogene Berichterstattung erwarten. Nehmt euch mal ein Beispiel am MDR.

  3. 1.

    War das nicht das Spiel wo der Schiri zwei FCE Tore nicht gegeben hat und zu Miriuta auf Nachfrage nach den Gründen sowas gemeint haben soll wie "Was Tor ist entscheide ich"?

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