Albas Peyton Siva im Zweikampf mit Kaza Kajami-Keane (Quelle: imago images/Bernd König)
Video: Abendschau | 15.12.2019 | Dennis Wiese | Bild: imago images/Bernd König

Sieg im Pokal gegen den MBC - Albatrosse retten sich ins Halbfinale

Alba Berlin darf weiter vom ersten Pokal der Ära Reneses träumen. Gegen den Mitteldeutschen BC setzten sich die Albatrosse nach einer schwachen ersten Hälfte doch noch mit 82:77 durch. Trotz einiger Wackler stehen die Berliner damit im Halbfinale.

Viel klarer hätte die Ausgangslage vor diesem Viertelfinale kaum sein können: Der MBC steht in der Liga auf dem letzten Platz und im direkten Vergleich hat Alba die letzten 14 Spiele gegen den Mitteldeutschen BC gewonnen, in Zeit ausgedrückt heißt das: fast zehn Jahre am Stück.

Schwacher Beginn von Alba

Von Albas deutlicher Favoritenrolle war in der wilden Anfangsphase aber nichts zu sehen. Im Gegenteil: Der Mitteldeutsche BC kam deutlich besser ins Spiel und spielte sich in einen Lauf (11:0). Mitte des ersten Viertels war der Außenseiter auf 20:11 davon gezogen. Albas durchaus hochklassig besetzte Starting Five mit Nnoko, Sikma, Giedraitis, Eriksson und Siva kam dagegen überhaupt nicht in Schwung. Vor allem die schwache Trefferquote von Außen – die ersten sieben Dreierversuche gingen alle daneben – tat Alba weh, auch Center Landry Nnoko war zu Beginn der Partie kein Faktor. Mit 17:24 lagen die Berliner nach dem ersten Viertel zurück.

Albas Trainer Aito Reneses ärgert sich. Bild: imago/Andreas Gora
Viel Frust zu Beginn: Albas Trainer Aito Reneses. | Bild: imago/Andreas Gora

Das Team von Aito Reneses schaffte es bis zur Halbzeit nicht, diese Mängel zu beheben: Nnoko (kein Punkt, ein Rebound) und sein Wechsel-Partner Radosavljevic (2 Punkte, 2 Assists, 1 Rebound) fanden unter den Körben weiterhin kaum statt. Auch, weil der MBC sich auf die Verteidigung der Zone und die Rebounds konzentrieren konnte. Denn Alba traf von außen erst einmal fast gar nichts. Nur zwei von 14 Würfen aus der Distanz fanden vor der Halbzeit den Weg in den Korb.  Einzig Rokas Giedraitis hielt Alba in dieser Phase zumindest halbwegs am Leben. Trotzdem ging es mit einem  27:39-Rückstand in die Pause.

Alba erwacht und ringt den MBC nieder

Erst danach fand Alba allmählich zu seinem Spiel. Mit Giffey im Team begannen die Berliner das dritte Viertel dynamischer und entschlossener. Die Bälle unter den Körben gehörten jetzt Alba, vor allem Center Landry Nnoko dominierte plötzlich wie man es von ihm kennt, Spielmacher Peyton Siva fand zu seinem Spiel und auch die Wurfquote kletterte nach oben. Es war nun klar zu sehen, wie die Kräfteverhältnisse aussehen, wenn der Favorit sein Potential abruft. Keine sieben Minuten brauchten die Berliner, um das Spiel das erste Mal zu drehen – ein Freiwurf von Siva brachte Alba mit 48:47 in Führung. Der MBC fing sich dann aber wieder, hielt dagegen und ging mit einer Mini-Führung in den Schlussabschnitt (56:58).

Vor allem Point Guard Kaza Kajami-Keane brillierte beim Außenseiter, ganze 28 Punkte gingen zum Schluss auf sein Konto, damit war er deutlich Topscorer der Partie. Ihn bekam Alba in den entscheidenden Minuten dann aber besser vom Spiel abgeschnitten. Gleichzeitig lief Albas bester Schütze Mitte des Schlussviertels heiß: Marcus Eriksson (18 Punkte insgesamt) traf nun und Alba ging dauerhaft in Führung. Als die Berliner sich kurz vor Schluss einen sechs Punkte-Vorsprung erspielt hatten, zeigten sie sich endlich wie ein Spitzenteam.

Alba erneut im Halbfinale

Mit entschlossener Verteidigung verhinderten die Berliner gefährliche Würfe des MBC, der Außenbseiter kämpfte zwar weiter bewundernswert, konnte sich letztlich aber nicht gegen die 82:77-Niederlage wehren. 

"Das sind die wichtigsten Spiele", sagte Albas Topscorer Eriksson nach dem Spiel, "entweder du gewinnst, oder du musst nach Hause." Diesmal gewann Alba und deshalb stehen die Berliner nun erneut im Pokal-Halbfinale, zum achten Mal in Folge. Neben den Berlinern stehen bereits Bamberg und Ulm als Halbfinalisten fest, am Abend qualifizierte sich zudem Oldenburg mit einem Sieg gegen Bonn als letztes Team für die Runde der letzten Vier.

 

Sendung: rbb UM6, 15.12.2019, 18 Uhr

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