Jürgen Klinsmann vor dem Spiel gegen Eintracht Frankfurt. Quelle: imago images/osnapix
Video: rbb | Bild: imago images/osnapix

Jürgen Klinsmann nach dem Spiel in Frankfurt - "Es war ein großer Schritt nach vorne"

Hertha BSC hat nach fünf Bundesliga-Niederlagen in Serie bei Eintracht Frankfurt wieder einen Punkt geholt. Für Jürgen Klinsmann ist das ein gutes Resultat. Er sieht eine positive Entwicklung seines Teams und schaut daher optimistisch auf die nächsten Wochen.

Jürgen Klinsmann in der Medienrunde nach dem Spiel gegen Eintracht Frankfurt über...

...den Auftritt seines Teams.

Es war eine richtig gute Leistung der Mannschaft. Es war sehr erfrischend, das Team hatte unglaublich viel Energie und Willenskraft - auch wenn wir die 2:0-Führung verspielt haben. Es war letztendlich ein gerechtes 2:2. Die Frankfurter haben auch wahnsinnig viel investiert, hatten viele Eckbälle - so fielen ja auch die Gegentore. Im Großen und Ganzen war es ein großer Schritt nach vorne. Es wurde das bestätigt, was wir auch schon gegen Dortmund gesehen haben. Es war ein tolles Zeichen, das die Mannschaft gegen Frankfurt gesetzt hat. Die Tore waren schön herausgespielt. Das Team ist gewillt, sich nach oben zu ziehen. Wir haben einen Punkt geholt und wollen jetzt nachlegen. Es kommt nächste Woche ein großes Spiel gegen Freiburg.

…die Ziele in den nächsten Wochen.

Wir wollen vor Weihnachten so viele Punkte wie möglich holen und uns schon jetzt hocharbeiten. Wir werden weiter volle Pulle trainieren und die Dinge noch mehr automatisieren. Wir haben uns ja erst eine Woche lang kennengelernt. Jetzt gibt es nächste Woche auch mal die Möglichkeit, mit dem einen oder anderen auch mal einen Kaffee trinken zu gehen, ihn auch menschlich näher kennenzulernen. Es geht mit hohem Tempo in Richtung Weihnachten. Hoffentlich haben wir dann ein paar Punkte mehr unterm Baum.

...die derzeitige Arbeit im Training.

Wenn man unten in der Tabelle steckt, hat es absolute Priorität, die Situation umzubiegen und zu korrigieren. Das große Bild und das Ziel wo man mittel- und langfristig hinmöchte, wird im Hintergrund aber immer diskutiert – das ist normal und Teil der Arbeit. Die Spieler haben erkannt, dass die Gegenwart die absolute Priorität hat. Es gilt dafür zu sorgen, dass wir mit jedem Spiel ein bisschen weiter nach oben kommen. Die Spieler sollen mehr Selbstvertrauen bekommen. Sie müssen spüren, dass sie letztendlich die Entscheidungen treffen. Die Art und Weise, wie die Spieler bislang auf unsere Ideen reagieren, ist toll.

...die taktische Ausrichtung.

Unsere Spielweise ist im Moment natürlich sehr gegnerorientiert. Gegen starke Gegner wie den BVB oder Frankfurt müssen wir natürlich darauf vorbereitet sein, was sie machen. Die taktische Arbeit geht aber mit der Arbeit an der technischen und menschlichen Komponente Hand in Hand.

...den Videobeweis.

Ich bin ein genereller Befürworter des Videoassistenten. Ich glaube, von zehn Entscheidungen sind mit Sicherheit sieben oder acht richtig. Bei einer oder zwei werden wir immer diskutieren - auch weil verschiedene Meinungen aufeinandertreffen. Im Großen und Ganzen ist es aber ein Riesenschritt nach vorne. Wir müssen uns daran auch einfach ein bisschen gewöhnen und die Abläufe weiter verbessern. Das Warten ist natürlich für alle total nervig.

Sendung: rbbUM6, 07.12.19, 18:00 Uhr

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Mit Nutzung der Kommentarfunktion stimmen Sie unserer Netiquette sowie unserer Datenschutzerklärung (Link am Ende der Seite) zu. Die Redaktion behält sich vor, einzelne Kommentare nicht zu veröffentlichen.

Das könnte Sie auch interessieren

Emma Hinze feiert ihre drei WM-Titel. Quelle: imago images/Eibner
imago images/Eibner

Bahnrad-Weltmeisterin Emma Hinze - Ausgebremst, aber nur vorerst

Bei der Bahnrad-WM in Berlin katapultierte sich Emma Hinze auf den Radsport-Olymp. Die Cottbuserin sammelte drei Mal Gold. Der nächste Triumph sollte bei den Olympischen Spielen folgen. Nun ist alles anders - und doch denkt sie positiv. Von Andreas Friebel