Rouwen Hennings (weißes Trikot) im Zweikampf mit Unions Michael Parensen (dunkelblaues Trikot). Bild: imago/Uwe Kraft
Bild: imago/Uwe Kraft

1:2 in Düsseldorf - Bittere Niederlage zum Hinrundenabschluss für Union

Der 1. FC Union Berlin hat zum Schluss der Bundesliga-Hinrunde eine bittere Niederlage bei Fortuna Düsseldorf hinnehmen müssen. Beim Duell der beiden potenziellen Abstiegskandidaten verloren die Berliner durch ein spätes Gegentor mit 1:2.

Der 1. FC Union Berlin muss zum Hinrundenabschluss eine empfindliche Niederlage verkraften. Bei Fortuna Düsseldorf unterlagen die Eisernen am Sonntagnachmittag mit 1:2 (0:1). Das entscheidende Tor von Erik Thommy fiel erst in der Nachspielzeit. Damit schmilzt Unions Vorsprung auf den Relegationsrang auf fünf Punkte.

Parensen erneut in der Startelf

Union-Trainer Urs Fischer hatte im Vergleich zur 0:2-Niederlage gegen Hoffenheim unter der Woche zwei Wechsel in seiner Startelf vorgenommen, auf den einzigen Rotations-Positionen, die es in seiner eingespielten Mannschaft derzeit gibt: Vorne stürmte Marius Bülter anstelle von Anthony Ujah, in der Dreierkette kam Vereinslegende Michael Parensen zu einem weiteren Bundesligaeinsatz, Neven Subotic nahm auf der Bank Platz.

Er sah von dort aus ein Spiel, in dem zwei Mannschaften zunächst vor allem über Kampf und Dynamik überzeugen wollten. So entstand ein hektisches Hin und Her mit vielen Zweikämpfen und Ballverlusten auf beiden Seiten und nur wenigen sehenswerten Kombinationen in Richtung Tor. Die Gastgeber kamen mit dieser Art des Fußballspiels zunehmend besser zurecht, Düsseldorfs Stürmer Dawid Kownacki prüfte Union-Torwart Rafal Gikiewicz zwei Mal mit Schüssen von der Strafraumkante (10. und 20. Minute).

   

Parensen kontert Hennings nach der Halbzeit

Das 1:0 für die Düsseldorfer erzielte dann aber nicht der umtriebige Pole, sondern Fortunas Routiniere, Rouwen Hennings. Der Altmeister drosch den Ball aus vollem Lauf sehenswert ins lange Eck (38. Minute). Ein Treffer Marke "Tor des Monats", der allerdings einen Makel hatte: Fink traf bei seiner Kopfballverlängerung zuvor Florian Hübner mit der Faust im Gesicht, der Treffer hätte also durchaus zurückgenommen werden können vom Videoschiedsrichter in Köln. 

Fast hätte Hennings zu Beginn der zweiten Hälfte direkt nachgelegt, aber diesmal rauschte sein Schuss rechts vorbei am Tor, als er etwas zufällig im Strafraum an den Ball kam (47. Minute). Besser machte es Michael Parensen auf der anderen Seite: Marvin Friedrich kam nach einer Ecke von Christopher Trimmel zum Kopfball, den konnte ein Düsseldorfer noch auf der Linie klären, allerdings direkt vor die Füße von Parensen, der aus wenigen Metern zum Ausgleich (48. Minute) traf - das erste Bundesligator des Innenverteidigers.

Union mit mehr Chancen

Dieser Treffer war anscheinend das, was Union brauchte. Denn die Berliner waren in der Folge die etwas bessere Mannschaft und hätten eine Viertelstunde nach der Pause in Führung gehen können, nachdem Düsseldorfs Torhüter Zackary Steffen einen Fernschuss von Robert Andrich vor die Füße von Christian Gentner abwehrte, aber dessen Nachschuss parierte der Amerikaner herausragend (61. Minute).

Dass Urs Fischer durchaus gewillt war, auf Sieg zu spielen, hatte Unions Trainer bereits zur Halbzeit bewiesen, als er den offensiven Joshua Mees für Innenverteidiger Hübner gebracht hatte. Mitte der zweiten Halbzeit wechselte er auch noch Anthony Ujah für Marcus Ingvartsen ein - und wenn ein Team in dieser Phasel Chancen hatte, dann Union. Aber Marius Bülter, Sebastian Andersson und Christian Gentner vergaben einige Möglichkeiten.

Nur noch fünf Punkte Vorsprung auf Düsseldorf

Und das rächte sich in der Schlussphase. Einen ersten Warnschuss für die Berliner gab Rouwen Hennings ab, der in der 82. Minute plötzlich mal wieder vor Rafal Gikiewicz auftauchte, doch diese Chance konnte Unions Torhüter noch entschärfen. Zehn Minuten später sah er dann aber äußerst unglücklich aus. Einen Fernschuss von Erik Thommy von der linken Seite schätzte Gikiewicz anscheinend falsch ein, der Ball prallte an den Pfosten und von da ins Tor zum 2:1 für die Gastgeber (90.+2).

Ein Treffer, der Union besonders schmerzt, denn durch die Niederlage gegen den direkten Konkurrenten im Abstiegskampf gehen die Berliner mit nur noch fünf Punkten Vorsprung auf Fortuna Düsseldorf und den Relegationsplatz 16 in die Winterpause. Ein Dämpfer zum Abschluss dieser starken Hinrunde.

Sendung: rbb UM6, 22.12.2019, 18.00 Uhr

Fußball Bundesliga

  • Freitag, 28.Februar, 20.30 Uhr
    Fortuna Düsseldorf - Hertha BSC3:3(3:0)
    Samstag, 29.Februar, 15.30 Uhr
    Borussia Dortmund - SC Freiburg-:-(-:-)
    1899 Hoffenheim - Bayern München-:-(-:-)
    FSV Mainz 05 - SC Paderborn-:-(-:-)
    FC Augsburg - Borussia Mönchengladbach-:-(-:-)
    Samstag, 29.Februar, 18.30 Uhr
    1.FC Köln - FC Schalke 04-:-(-:-)
    Sonntag, 01.März, 13.30 Uhr
    Union Berlin - VfL Wolfsburg-:-(-:-)
    Sonntag, 01.März, 15.30 Uhr
    RB Leipzig - Bayer Leverkusen-:-(-:-)
    Sonntag, 01.März, 18.00 Uhr
    Werder Bremen - Eintracht Frankfurtabges.
    PlVereinSpguvToreDiffPkt
    1.Bayern München23154465:26+3949
    2.RB Leipzig23146361:25+3648
    3.Borussia Dortmund23136465:32+3345
    4.Borussia Mönchengladbach22134543:25+1843
    5.Bayer Leverkusen23134640:29+1143
    6.FC Schalke 042399532:32036
    7.VfL Wolfsburg2397732:28+434
    8.1899 Hoffenheim23104934:36-234
    9.SC Freiburg2396831:33-233
    10.Union Berlin23921229:36-729
    11.Eintracht Frankfurt23841138:37+128
    12.FC Augsburg23761034:47-1327
    13.Hertha BSC24761130:46-1627
    14.1.FC Köln22821233:42-926
    15.FSV Mainz 0523711531:52-2122
    16.Fortuna Düsseldorf24561326:49-2321
    17.Werder Bremen23451425:53-2817
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22 Kommentare

  1. 21.

    Das mit dem "Milliarden-Club" ist keine "Unsachlichkeit" meinerseits. Eine dbzgl. Aussage stammt von Investor Windhorst - Zitat: "Selbst wenn es nicht nur 225 Millionen, sondern viele hundert Millionen Euro kosten würde, hätten wir am Ende trotz des erheblichen Mehreinsatzes einen Wert geschaffen, der im Milliardenbereich liegt."

    Und auch, wenn Sie das als HBSC Fan anscheinend so sehen, kann ich objektiv nicht feststellen, dass Union- mehr als Hertha Fans am jeweils anderen Verein "herumnörgeln". Das hält sich mehr oder weniger die Waage. Wobei kaum ein FCU Fan der Hertha den Abstieg wünscht, was andersrum leider viel verbreiteter erscheint. Das finde ich schade, da Berlin durchaus zwei Bundesligisten verknusen kann, oder?! ;-)

  2. 20.

    Nein,Sie bringen da etwas durcheinander.
    Ich wünsche mir nicht den Abstieg der Köpenicker.
    Aber er wird kommen, ich bin halt nur realistisch.

  3. 19.

    Warum können Sie nicht sachlich? Ja, Hertha hat das Derby verloren. Wie auch andere Spiele. Warum der Spruch mit dem Milliarden-Club? Aber pikiert tun, wenn jemand dieses ständige Genörgel an Hertha verbunden mit den Lobhudeleien auf Union nicht mehr hören mag. Hertha hat andere Ansprüche als Union. Die Vereine und ihre Fans ticken unterschiedlich. Das war halt viel schöner, als die Fans von Union nichts mit Hertha zu tun hatten. Da hat kein Unionsfan etwas zu Herthas Spielen gesagt. Obwohl es beides Berliner Vereine sind, betonen die Unionsfans immer die Kieze. Das ist halt einfach nur überflüssig

  4. 18.

    Warum wünschen Sie sich, wie scheinbar nicht wenige aus Ihrem Fanlager, den Abstieg des FCU aus der 1. BL? Union nimmt der Hertha doch nichts weg - ausser die 3 Punkte letztens :-)- und würde auch beim Klassenerhalt und weiteren Saisons in der Belle Etage wahrscheinlich immer hinter dem zukünftigen Milliarden-Club abschließen.

    Etwas mehr Selbstbewusstsein sollten Sie als "Big City Club" Anhänger dbzgl. schon aufbringen können, Eusebio.

  5. 16.

    Die Kommentare der HBSC Fans hier ähneln dem Verhalten von sehr konservativen Eltern, wenn die Tochter mit einem neuen Freund zum Hausbesuch antritt. Dieser scheint Mama und Papa zu "Punkrock" und selbstbewusst und stört nur den schönen Familienfrieden, der durch jahrzehntelange Rituale gepflegt wurde. Tja, es gibt einen neuen Player, old folks!

  6. 15.

    Das Niveau der Kommentare ist so schlecht, wie der Fußball in Berlin hoffentlich nie sein wird!
    Ein schönes Weihnachtsfest und einfach erst dann etwas kommentieren wenn man auch was zu sagen hat.

  7. 14.

    Warum so hämisch? Ich würde mich freuen, wenn sich beide Mannschaften in der 1. Liga etablieren. Ich fand das Spiel spannend. Die beiden Tore gegen Union waren eigentlich unhaltbar. Für mich habe ich das immer so gesehen: Ich bin für Hertha, weil ich Berliner bin und ich bin für Union, weil ich Köpenicker bin. Eigentlich bin ich für alle, die aus Berlin kommen. Ausnahme: BFC Dynamo.

  8. 13.

    Es wird sich bald alles wieder regulieren.
    Union Köpenick wie Alfred Neumann zweitklassig, Hertha in Europa.
    Der Trend spricht Bände.
    HaHoHe

  9. 12.

    Lustig was hier los ist! Da trollen sich die Herrschaften aus Köpenick und denken nur an sich. Nur weil sie eine Fankultur haben.

  10. 9.

    ... dafür wurde der e.V. im Klo runtergespült und hat nun nen Mäzen an der Backe. :)
    * wir werden ewig leben! *

  11. 8.

    Eher Welpenschutz. Neue Vereine in der Bundesliga sind eben immer interessant. Ob nun aus Treptow oder wie Früher mit TeBe aus Charlottenburg. Zwei Vereine aus einer Stadt in einer Liga ist immer polarisierend. Pauli und der HSV zB auch. Grüße aus Hamburg.

  12. 7.

    ... Unioner kommen aus Köpenick, Herthaner aus Berlin... Aber ist auch Wurscht, gibt es doch auch wichtigeres, als auf den Trumpf des Forums zu reagieren.
    Der rot-weisse Stern aus Süd-Ost verglüht eh gerade!

  13. 6.

    Alfred Neumann: Der Trump des Fußballs hat gesprochen ....
    Hertha BSC steht für ganz Berlin. FC Köpenick für Köpenick.
    Genießen Sie eigentlich Minderheitenschutz?

  14. 5.

    Klasse Düsseldorf. Wichtige Punkte. Darauf aufbauen in der Rückrunde und es klappt mit dem Klassenerhalt.

  15. 4.

    Die Köpenicker werden spätestens 2021 wieder in Liga 2 spielen.
    Die Hertha wird demnächst Berlin international vertreten.

  16. 3.

    Mimimi...
    Ich lese im Hertha-Spielbericht auf rbb24 auch "Berliner", also stellen Sie das weinen wieder ein.

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