Fussball, Herren, 1. Bundesliga, Saison 2018/2019, 15. Spieltag, SC Paderborn - 1. FC Union Berlin, v. l. Christopher Trimmel 1. FC Union, Marcus Ingvartsen 1. FC Union, Robert Andrich 1. FC Union, Jubel nach Tor zum 1: (Quelle: Imago Images/ Koch)
Audio: Inforadio | 14.12.2019 | Jan Wochner | Bild: Imago Images/ Koch

1:1 bei Mitaufsteiger Paderborn - Union liefert Aufbauhilfe Ost(-Westfalen)

Der 1. FC Union Berlin hat sich – mittlerweile gar nicht mehr so still und heimlich – zum Team der Stunde in der Bundesliga entwickelt. Beim SC Paderborn dominieren die Eisernen zunächst das Geschehen – und lassen den Mitaufsteiger dann doch zurück ins Spiel.

Zwei verlorene Punkte gegen einen schlagbaren Mitaufsteiger? Oder einen Konkurrenten im Abstiegskampf auf Distanz gehalten?

Mannschaft und Fans von Union Berlin werden auf der Rückreise aus Paderborn sicher diskutieren, wie das 1:1 (1:1)-Unentschieden zu bewerten ist. Denn einerseits sammeln die Eisernen weiter fleißig Punkte für den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga. Andererseits agierte die Mannschaft von Trainer Urs Fischer in der ersten halben Stunde derart überlegen, dass konstatiert werden muss: Es wäre mehr drin gewesen.

Ingvartsen sehenswert, Pröger übersehen

Union reiste mit der Empfehlung von fünf Siegen aus den vergangenen sieben Spielen nach Paderborn und trat zunächst auch auf wie ein Spitzenteam bei einem Abstiegskandidaten: Druckvoll, engagiert, selbstbewusst.

Marcus Ingvartsen (7.) veredelte eine beeindruckende Anfangsphase früh mit dem passenden Führungstor: einem ansatzlosen Schlenzer aus 20 Metern in den Winkel. Das traf sich auch insofern gut, als dass Union nach Führung in dieser Saison noch nicht verloren und Paderborn nach Rückstand noch nicht gewonnen hat. Die Eisernen dominierten beim Mitaufsteiger: Christian Gentner, Robert Andrich, Marius Bülter und Torjäger und Transferobjekt von europäischen Topklubs Sebastian Andersson hatten zwischen der 10. Und 20. Minute weitere gute Chancen - einmal klärte ein Paderborner (Collins) auf der Linie.

Zunächst verpasste es Union nachzulegen, danach weiterzuspielen. Zunehmend überließ Union den Gastgebern das Spiel, ohne dass Paderborn wirklich gefährlich wurde. Mit dem ersten Torschuss traf dann Kai Pröger (33.) mitten hinein in Unions Nachlässigkeit, als er am langen Pfosten nach einer verlängerten Flanke frei zum Ausgleich einnetzen konnte.

Plötzlich ein Duell auf (niedriger) Augenhöhe

Einmal stark gemacht, merkte man Paderborn an, dass sie darüber nachdachten, die nette Geste der Gäste auch anzunehmen. Offen bleibt, ob sie Paderborns Trainer Steffen Baumgart, der den Eisernen emotional nach wie vor verbunden ist, galt. Der gebürtige Berliner und frühere Unioner Ben Zolinski konnte kurz vor der Halbzeitpause ein Durcheinander im Union-Strafraum nicht nutzen (45.).

Die Köpenicker wirkten derweil geerdet und von ihrer eigenen Anfangseuphorie überrascht. Nun sah es wieder nach einem typischen Union-Auswärtsspiel aus: Beide Aufsteiger agierten plötzlich auf Augenhöhe, auch wenn diese eher niedrig war. Spielerisch ging bei zunehmend regnerischem Wetter und tieferem Platz nicht mehr viel, beide Mannschaften verlagerten sich auf Grätschen und Zweikämpfe und das Sammeln von Gelben Karten.

Fußballerisch wurde es nur noch einmal spannend: Nach einem Standard legte Michael Parensen für Abwehrkollege Florian Hübner ab, der aber - natürlich im Grätschen - nur den Pfosten traf (83.). Da im Gegenzug auch ein letzter Paderborner Versuch abgelenkt wurde, blieb es beim Unentschieden.

Union macht es sich im Mittelfeld der Tabelle gemütlich

Mit dem einen Punkt macht es sich Union Berlin weiter im Mittelfeld der Tabelle bequem, steht nun bereits bei 20 Punkten und Platz zehn, während Paderborn mit neun Punkten wieder auf den letzten Platz fällt.

Am Dienstag (20.30 Uhr) können die Eisernen im Stadion An der Alten Försterei gegen die TSG Hoffenheim ihre Heimserie - zuletzt vier Siege ohne Gegentor - ausbauen und weitere Punkte sammeln. Zum Jahres- und Hinrundenabschluss gastiert Union am kommenden Sonntag (15.30 Uhr) dann bei Fortuna Düsseldorf - einem weiteren Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg.

Fußball Bundesliga

  • Freitag, 18.September, 20.30 Uhr
    Bayern München - FC Schalke 048:0(3:0)
    Samstag, 19.September, 15.30 Uhr
    Eintracht Frankfurt - Arminia Bielefeld1:1(0:0)
    Union Berlin - FC Augsburg1:3(0:1)
    1.FC Köln - 1899 Hoffenheim2:3(1:2)
    Werder Bremen - Hertha BSC1:4(0:2)
    VfB Stuttgart - SC Freiburg2:3(0:2)
    Samstag, 19.September, 18.30 Uhr
    Borussia Dortmund - Borussia Mönchengladbach3:0(1:0)
    Sonntag, 20.September, 15.30 Uhr
    RB Leipzig - FSV Mainz 053:1(2:0)
    Sonntag, 20.September, 18.00 Uhr
    VfL Wolfsburg - Bayer Leverkusen0:0
    PlVereinSpguvToreDiffPkt
    1.Bayern München11008:0+83
    2.Hertha BSC11004:1+33
    3.Borussia Dortmund11003:0+33
    4.FC Augsburg11003:1+23
    4.RB Leipzig11003:1+23
    6.1899 Hoffenheim11003:2+13
    6.SC Freiburg11003:2+13
    8.Arminia Bielefeld10101:101
    8.Eintracht Frankfurt10101:101
    10.Bayer Leverkusen10100:001
    10.VfL Wolfsburg10100:001
    12.1.FC Köln10012:3-10
    12.VfB Stuttgart10012:3-10
    14.FSV Mainz 0510011:3-20
    14.Union Berlin10011:3-20
    16.Werder Bremen10011:4-30
    17.Borussia Mönchengladbach10010:3-30
    18.FC Schalke 0410010:8-80
    PL
    Platz
    SP
    Spiele
    G
    gewonnen
    U
    unentschieden
    V
    verloren
    DIFF
    Tordifferenz
    PKT
    Punkte

    (ARD Text)

    • Champions League
    • Qualifikation CL
    • Europa League
    • Relegation
    • Absteiger

Sendung: rbb UM6, 14.12.2019, 18 Uhr  

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