Lara Prasnikar feiert einen Treffer für Turbine Potsdam (Archiv). Quelle: imago images/Camera 4
Video: Brandenburg aktuell | 07.12.2019 | Birgit Hofmann | Bild: imago images/Camera 4

4:3 gegen Frankfurt - Turbine gewinnt Torfestival durch Last-Minute-Treffer

Turbine Potsdam hat den Klassiker im deutschen Frauenfußball gewonnen. In einem turbulenten Spiel gegen den 1. FFC Frankfurt gewann die Mannschaft von Matthias Rudolph in letzter Minute mit 4:3. Turbine ging bereits früh in Führung, allerdings drehte Frankfurt die Partie noch vor der Halbzeit. Potsdam kam nach dem Seitenwechsel zurück und gewann in der Nachspielzeit durch einen indireketen Freistoß.

Turbine geht in Führung, Frankfurt kontert schnell

Zu Beginn waren die Turbinen vor 1.011 Zuschauern im Karl-Liebknecht-Stadion die bessere Mannschaft, hatte bereits früh die Möglichkeit durch Bianca Schmidt in Führung zu gehen. Die 29-Jährige vergab freistehend vor dem Tor leichtfertig. Wenig später machte sie es dann aber besser: In der 20. Minute verarbeitete Schmidt eine Flanke von der linken Seite gekonnt mit der Brust und verwandelte den Ball volley im Tor. Es war ein schöner Treffer und die verdiente Führung für die Gastgeber.

Doch Frankfurt reagierte: Stürmerin Laura Freigang drehte mit einem Doppelpack (23. und 27.) das Spiel in nur wenigen Minuten. Freigang nutzte zwei Unaufmerksamkeiten in der durch Verletzungen dezimierten Potsdamer Hintermannschaft aus und brachte ihr Team in Führung. Für die Turbinen ging es mit einem unnötigen Rückstand in die Halbzeit.

Potsdam-Sieg in letzter Minute

Nach dem Seitenwechsel zeigten sich die Brandenburgerinnen dann wieder aufmerksamer und verbessert. Bianca Schmidt belohnte ihre Mannschaft dafür mit dem Ausgleich. Nur zwei Minuten nach der Pause glich Schmidt mit ihrem zweiten Treffer zum 2:2 aus. Potsdam war auch danach eigentlich die bessere Mannschaft und musste doch wieder den Rückstand hinnehmen. Erneut war es Laura Freigang, die durch ihren dritten Treffer (58.) den alten Vorsprung für Frankfurt wiederherstellte.

Im Anschluss ließen die Gastgeber viele gute Tormöglichkeiten liegen, sodass es schon nach der zweiten Niederlage für Potsdam in Serie aussah. Doch es kam anders: Nachdem Frankfurt den Ball in der 80. Minute nicht aus dem Strafraum klären konnte, stocherte ihn Lara Prasnikar über die Linie. Wenig später stand die 21-Jährige erneut im Fokus. Nach einem Rückpass, den Frankfurts Torfrau Bryane Haeberlin mit den Händen aufnahm, entschied die Schiedsrichterin in der Nachspielzeit auf indirekten Freistoß aus nur fünf Metern. Prasnikar ließ sich diese Gelegenheit nicht nehmen und verwandelte zum späten 4:3.

Durch den Sieg zieht Potsdam in der Tabelle an Frankfurt vorbei und steht nun auf dem fünften Rang.

Sendung: rbbUM6, 07.12,19, 18:00 Uhr

Fußball Frauen

  • Freitag, 4. September

    VfL Wolfsburg - SGS Essen ... -:- (-:-)


    Sonntag, 6. September

    Bayern München - SC Sand .... -:- (-:-)

    Turbine Potsdam - Hoffenheim -:- (-:-)

    MSV Duisburg - SV Meppen .... -:- (-:-)

    Freiburg - Bayer Leverkusen . -:- (-:-)

    Ein.Frankfurt - Werder Bremen -:- (-:-)


    Sonntag, 13. September

    Leverkusen - MSV Duisburg ... -:- (-:-)

    SV Meppen - Turbine Potsdam . -:- (-:-)

    Hoffenheim - VfL Wolfsburg .. -:- (-:-)

    SGS Essen - Eintr. Frankfurt -:- (-:-)

    Werder Bremen - FC Bayern ... -:- (-:-)

    SC Sand - SC Freiburg ....... -:- (-:-)

    (ARD Text)

    • Champions League
    • Absteiger
  • Die 2. Liga wird zweigeteilt


    Weil der Abstieg aus der 2. Frauen-Bun- desliga wegen der Corona-Krise ausge- setzt wurde, spielt die Liga in der kommenden Saison in zwei Staffeln.


    Neben dem Bundesliga-Absteiger Jena trifft die Reserve von Turbine Potsdam in der 2. Liga Nord auf Borussia Mön- chengladbach, den FSV Gütersloh, den BV Cloppenburg und Arminia Bielefeld sowie auf die zweite Mannschaft des VfL Wolfsburg.


    Dazu kommen als Aufsteiger aus den Re- gionalligen RB Leipzig, Borussia Bo- cholt und der SV Berghofen.

  • Die Frauen-Regionalliga Nordost spielt in der Saison 2020/21 in zwei Staffeln mit jeweils sieben Mannschaften:


    Staffel Nord Staffel Süd

    Viktoria Berlin Phoenix Leipzig

    Union Berlin USV Jena II

    SFC Stern 1900 Magdeburger FFC

    Hohen Neuendorf 1.FFV Erfurt

    Türkiyemspor Eintr. Leipzig-Süd

    FSV Babelsberg Bischofswerdaer FV

    Rostocker FC RB Leipzig II


    Die ersten vier Teams jeder Staffel spielen in einer gemeinsamen Meister- runde die Plätze eins bis acht aus. Der Meister oder der beste aufstiegsberech- tigte Verein steigt in die 2. Liga auf.

  • Viertelfinale


    Dienstag/Mittwoch, 2./3. Juni

    Leverkusen - TSG Hoffenheim .. 3:2 n.V.

    Arminia Bielefeld - SC Sand .. 3:2

    Turbine Potsdam - SGS Essen .. 1:3

    FSV Gütersloh - VfL Wolfsburg 0:3


    Halbfinale


    Mittwoch, 10. Juni

    Bielefeld - VfL Wolfsburg .... 0:5

    Bayer Leverkusen - SGS Essen . 1:3


    Finale (in Köln)


    Samstag, 4. Juli

    VfL Wolfsburg - SGS Essen .... 7:5 n.E.

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