Werner Fahle, Präsident des FC Energie Cottbus (Quelle: Imago / Steffen Beyer)
Audio: Inforadio | 23.12.2019 | Andreas Friebel | Bild: www.imago-images.de

FC Energie Cottbus - Werner Fahle nicht mehr Energie-Präsident

Drei Tage nach dem Rücktritt von Trainer Wollitz gibt es den nächsten Paukenschlag beim FC Energie Cottbus: Werner Fahle ist nicht länger Präsident des Regionalligisten. Matthias Auth wird ihm nachfolgen. Derweil hat Wollitz bereits einen neuen Verein gefunden.

Der FC Energie Cottbus kommt nicht zur Ruhe. Nur drei Tage nach dem Rücktritt von Trainer Claus-Dieter Wollitz ist Werner Fahle nicht mehr Präsident des Fußball-Regionalligisten. Fahle war erst seit einem Jahr im Amt und galt als enger Vertrauter von Trainer Wollitz. Auf sein Bestreben hin soll Wollitz zuletzt ein neuer Zweijahresvertrag vorgelegt worden sein.

Fahle, der zuvor bereits Vize-Präsident des Vereins war, ist von seinem Posten zurückgetreten. In einer persönlichen Stellungnahme auf der Vereinswebsite heißt es: "In einigen Dingen, insbesondere der Trainerfrage, gab es unterschiedliche Auffassungen innerhalb des Vereins, die nicht in Übereinstimmung zu bringen waren."

Fehlende Anerkennung

Zuletzt war öffentlich immer wieder über das Verhältnis zwischen Wollitz und der Vereinsführung diskutiert worden. Der 54 Jahre alte Trainer hatte polarisiert und die Anerkennung seiner Arbeit vermisst, zudem die Vertragsverlängerung an Bedingungen geknüpft, die nicht erfüllt wurden.

Nach dem Drittliga-Abstieg musste Wollitz im vergangenen Sommer ein völlig neues Team aufbauen. Jetzt geht Energie als Spitzenreiter der Nordost Regionalliga in die Festtagspause. Interimsmäßig wird Nachwuchsleiter Sebastian König ab 1. Januar neuer Chefcoach.

Wollitz wurde am Montag als neuer Trainer beim Drittligisten 1. FC Magdeburg vorgestellt.

Nachfolger gefunden

Auch die Nachfolgeregelung Fahles ist inzwischen geklärt. Da der Präsident von Energie Cottbus nicht durch die Mitglieder gewählt werden muss, sondern vom Verwaltungsrat ernannt wird, konnte diese Personalie zügig bearbeitet werden. 

So heißt es in der Stellungnahme des Vereins [fcenergie.de]: "Der bisherige Verwaltungsratsvorsitzende Matthias Auth wird auf Vorschlag des Ehrenrates vom Verwaltungsrat ab sofort in das Präsidium berufen und ab 1. Januar 2020 das Amt des Präsidenten übernehmen. Bis Jahresende wird Matthias Auth das Präsidentenamt kommissarisch ausüben und anschließend die Nachfolge von Werner Fahle antreten." 

Das ist der Neue

Auth ist seit mehreren Jahren Vorsitzender des Verwaltungsrats der Cottbuser. Das Gremium ist das mächtigste Organ innerhalb des Vereins. Der 51-Jährige hielt sich in den vergangenen Jahren meist im Hintergrund auf.

Nach den schweren Fan-Ausschreitungen beim Regionalligaspiel zwischen Babelsberg und Cottbus im April 2017 erstellte er federführend einen Maßnahmenplan, mit dem Energie den Kampf gegen rechte Gruppierungen innerhalb der Fanszene deutlich verstärkte. Auth galt aber auch als Kritiker von Claus-Dieter Wollitz

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um eine Antwort zu verfassen.

Antwort auf [Ebse] vom 24.12.2019 um 09:12
Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Mit Nutzung der Kommentarfunktion stimmen Sie unserer Netiquette sowie unserer Datenschutzerklärung (Link am Ende der Seite) zu. Die Redaktion behält sich vor, einzelne Kommentare nicht zu veröffentlichen.

13 Kommentare

  1. 13.

    Welcher Neid?

    Die Braunkohle geht ,,Gott sei Dank " aus der Lausitz raus. Wer soll denn dann noch in Energie investieren? Die Sparkasse, die ziemlich unbeliebt bei diesen Fans ist, wird wohl kaum noch lange der große Geldgeber sein. Energie muss jetzt zum Glück auch kleinere Brötchen backen. Das Stadion dürfte in der jetzigen Form kaum noch finanzierbar sein.

    Alles im allem, Energie wird auf Jahre keinen Profisport bieten können. Das ist auch gut so.

  2. 11.

    Typische Meinung aus Potsdam, sehr unsportlich! Den Potsdamern interessiert das übrige Brandenburg so wie so nicht, erst recht nicht mit einer Sportministerin aus Hamburg. Warum sollte sich eine Ministerin aus Hamburg schon für Energie Cottbus einsetzen oder gar Unterstützung geben, sie hat ja ihre Hamburger Klubs. Wir Brandenburger können nur zusehen, wie hier alles den Bach runtergeht. Das einzige was uns bleibt ist alle paar Jahre wählen zu gehen.

  3. 10.

    SV Babelsberg in Abstiegsnöten ! Ich glaube dort geht 2020 was den Bach runter.
    Trotzdem schöne Feiertage.

  4. 9.

    Sehr gut!

    Dieser mehr wie unsympathische Verein geht den Bach runter.


  5. 8.

    Sehr schade, das einzige positive Aushängeschild der Region geht in diesen schweren Zeiten systematisch den Bach runter.
    Schuldfrage: - Der seit geraumer Zeit unfähige Vorstand sollte komplett zurücktreten --- NEUWAHL
    - Wollitz hat auch nicht sauber gespielt. Hätte Aue auch schon früher bei ihm angerufen, wär er längst weg.
    Eine herbe Enttäuschung für die ehrlichen und treuen Fans.
    Der Verein gehört nicht der Sparkasse (Herr Lepsch).
    Wo bleibt die Wortmeldung und finanzielle Unterstützung der Stadt bzw. Übernahme des Stadions?

  6. 7.

    Wollitz wollte also weg, nu ist er weg, Reisende sollte man nicht aufhalten.
    Schade, aber das Leben geht weiter, immer vorwärts Energie!

  7. 6.

    so dass wars in Cottbus!
    Seit Jahren gibt es Zoff in der Vereinsführung.
    Vielleicht hat jetzt der selbst ernannte Besitzer ( Hr.Lepsch )wieder die Chance,in den Vorstand gewählt zu werden.
    Würde Ihm gut ,tun.
    Dann bräuchte Er nicht mehr mit dem Entzug von GELD drohen.
    Allen Fans des FCE eine frohe und schöne Weihnacht.

  8. 5.

    " Schöne Bescherung" - hat Pele Wollitz mit offenen Karten gespielt? Warum, oder weshalb kam es dazu?
    Liebe FCE Fans - diese Fragen können nur die unmittelbar beteiligten Personen beantworten.
    Also erstes sollte doch mal die Frage geklärt werden, warum der FCE überhaupt bis in die Bundesliga kam - Funktionäre -
    alles Ex - Energie Spieler - mit dem Willen ! Glücksgriff als Trainer - Ede -. Womit begann der Zerfall= Abstieg? Mit Einfluss eines Sparkassendirektors, welcher auch einen Fussballclub haben wollte ( als Trainer wurde ein "Pele" geholt mit der Aufgabe - sofortiger Wiederaufstieg, vergessen? )Die Situation ist ähnlich, Wollitz kündigte irgendwann, warum? Was danach ablief, wissen wir alle - es begann der Abstieg, warum? Gleiche Situation, Vermutung - wie heute? Präsidium und Verwaltungsrat haben unterschiedliche Auffassungen.
    Frage:? Benötigt ein Verein in der Regionalliga diese Gremien??? Geldverschwendung, oder!!!

  9. 4.

    Auth als Verwaltungsratschef hat bisher eben als "Verwalter" gewirkt, an den sportlichen Erfolgen war er, soweit ersichtlich, nicht beteiligt. Im Gegenteil, wie der bisherige Präsident mitteilte, waren Unstimmigkeiten im Verein wegen Wollitz sein Rückzugsgrund.
    Auth hat seine Meriten bisher im "Kampf gegen Rechts" verdient, wo er auch den "Maßnahmenplan" für Toleranz und Vielfalt ausgearbeitet hat, und eigens hierfür trotz finanzieller Enge eine relativ gut bezahlte Stelle eingerichtet hat.
    Man darf gespannt sein, wie sich die neue Führungsriege auf den bisherigen sportlichen Höhenflug durch den Erfolgstrainer Wollitz auswirken wird.

  10. 3.

    Fußballclub Energie -
    Diese Liebe stirbt nie -
    Ob wir gewinnen oder verlieren -
    Sche***egal wir lieben Dich!

  11. 2.

    Erst Wollitz. Jetzt Fahle, scheinbar der einzige Wollitz - Fürsprecher.... Frage: Wer holt jetzt eigentlich nen neuen Trainer??? Und der Co- Trainer auch noch weg... Mal gucken wie viele Spieler nun auch noch gehen. R.I.P. Energie Cottbus

  12. 1.

    Armer FCE ich bin mit dir groß geworden habe viele Jahre für dich gelebt.
    Und jetzt verfällst du Stück für Stück! Es ist nicht schön aus der Gehirne zu sehen was ihr da in Cottbus aus einem Traditionsverein macht.
    Hoffentlich bekommt ihr das in den Griff
    Immer vorwärts Energie du wärst nimals unter gehen

Das könnte Sie auch interessieren

Peter Pekarik jubelt (Quelle: imago images/Nordphoto)
imago images/Nordphoto

Saisonstart von Hertha BSC - Mehr als drei Punkte

Am Samstag gewann Hertha BSC zum ersten Mal seit 2006 in Bremen. Warum der Sieg auch statistisch mehr als verdient war und welche Lehren sich für die kommenden Wochen ziehen lassen, erörtert Ilja Behnisch