Energie-Spieler Niklas Geisler im Duell mit Hertha-Spieler Mathew Leckie (Quelle: imago images/Steffen Beyer)
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Video: rbb UM6 | 14.12.2019 | Torsten Michels | Bild: imago images/Steffen Beyer

3:1-Sieg gegen Hertha II - Energie Cottbus spielt sich zurück an die Spitze

Energie Cottbus hat sich die Tabellenspitze zurückerobert: Beim 3:1-Heimsieg gegen die Hertha-Reserve sorgt eine deutliche Leistungssteigerung der Lausitzer im zweiten Durchgang für die Entscheidung.

Mit einem 3:1-Heimsieg gegen Hertha BSC II hat der FC Energie Cottbus am Samstagnachmittag die Tabellenführung zurückerobert. Nach einer deutlichen Leistungssteigerung im zweiten Durchgang gelang den Lausitzern vor mehr als 6.200 Zuschauern im Stadion der Freundschaft ein wichtiger Sieg im Kampf um die Ligaspitze.

Herthaner starten druckvoller

Von Beginn an entwickelte sich eine körperbetonte Partie, in der die Berliner zunächst gezielter den Weg nach vorne suchten und das Spiel bestimmten. Immer wieder schnürte die Elf von Trainer Andreas "Zecke" Neuendorf die Lausitzer in der eigenen Hälfte ein - auch, weil unter anderem die Bundesliga-Profis Mathew Leckie und Ondrej Duda in der Startelf standen.

Es dauerte knapp 20 Minuten bis sich die Cottbuser erstmals aus dem Ballbesitzspiel der Herthaner befreien konnten - und wie. Nach einer gelungen Passkombination über links und einem Diagonalball in den Berliner Strafraum stand Cottbus' Dimitar Rangelov plötzlich unbedrängt vor dem Hertha-Tor. Der Bulgare schloss aus gut zwölf Metern aber zu ungenau ab - Torwart Dennis Smarsch konnte mit dem Fuß zur Ecke retten.   

Besser machten es die Gäste in der 30. Minute: Nach einem sehenswerten Zuspiel auf Maurice Covic traf der zunächst nur den Pfosten. Beim Abpraller stand der Sohn des ehemaligen Hertha-Trainers Ante Covic aber genau richtig und drosch den Ball zum verdienten 1:0 über die Linie.

Cottbus gelingt der Ausgleich

Die Gäste machten druckvoll weiter, zwangen die Lausitzer mit Gegenpressing immer wieder zu schnellen Ballverlusten. Alles vor den Augen eines schimpfenden Claus-Dieter Wollitz, der bei einem Einwurf der Herthaner in der 34. Minute ein bisschen zu lautstark lamentierte und die gelbe Karte kassierte.

Aber vielleicht war es genau dieser Impuls von Trainer Wollitz, der nach wie vor nicht über seinen Verbleib in Cottbus entschieden hat, der seiner Mannschaft den nötigen Schub verschaffte: denn die Lausitzer bekamen immer mehr Zugriff auf das Spiel und erspielten sich die nächste hochkarätige Torchance, die Herthas Abwehrspieler Florian Baak in letzter Not auf der Linie verhinderte. Der anschließenden Ecke folgte eine unübersichtliche Aktion im Strafraum der Berliner, bei der Cottbus' Jonas Zickert gefoult wurde - Elfmeter für Energie. Kapitän Rangelov schnappte sich das Spielgerät, trat an und traf zum 1:1 zur Pause.

Cottbus investiert mehr und belohnt sich

Im zweiten Durchgang kamen beide Mannschaften unverändert aus der Halbzeitpause. Jetzt waren es die Cottbuser, die von Anfang an das Heft in die Hand nahmen. Aber die Bemühungen der Gastgeber verpufften noch an der robusten Abwehr der Herthaner, die allerdings von Minute zu Minute stärker in Berdrängnis geriet.

Die Intensität stieg Mitte der zweiten Halbzeit noch einmal an, viele nicklige Fouls an den Lausitzern sorgten wiederholt für Unterbrechungen. Die daraus resultierenden Standardsituationen konnten die Gastgeber aber nicht in klare Torchancen ummünzen. In der 70. Minute intensivierte Wollitz die Bemühungen noch einmal, brachte Stürmer Abdulkadir Beyazit für Mittelfeldspieler Niklas Geisler.

Zehn Minuten später belohnten sich die Gastgeber dann doch noch: Jonas Zickert traf per Freistoß ins rechte untere Eck - 2:1 für Energie. Und das Team von Trainer Claus-Dieter Wollitz hatte noch nicht genug: Moritz Broschinski erzielte nach sehenswerter Vorlage von Abdulkadir Beyazit im Hertha-Strafraum das 3:1.

In der Nachspielzeit sorgten Tumulte und Schubsereien noch für ein unschönes Ende einer spannenden und intensiven Partie. Mit dem 3:1-Erfolg erobern sich die Lausitzer die Tabellenführung zurück.

Sendung: rbbum6, 14.12.2019, 18:00 Uhr

Kommentar

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2 Kommentare

  1. 1.

    Ich kann den Frust von Hertha 2 ja verstehen.
    Immer nur in der zweiten Spielen.
    Aber ? Diese Show, von Hertha 2, mußte heute echt nicht sein.

    Allen ein frohes Fest

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