Paul Drux im Duell mit der Melsunger Abwehr. / imago images/Eibner
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30:33-Niederlage bei Melsungen - Füchse Berlin scheiden im Pokal-Viertelfinale aus

Bitterer Abend für die Füchse Berlin: Die Hauptstadt-Handballer haben das Final Four im DHB-Pokal verpasst. Bei der MT Melsungen verloren sie im Viertelfinale mit 30:33. Ein guter Start in die Partie reichte für die Berliner nicht.

Die Füchse Berlin waren selbstbewusst zur MT Melsungen gereist. Nach dem 28:22-Erfolg in der Handball-Bundesliga sollte es im Pokal mit dem zweiten Sieg gegen die Hessen binnen fünf Tagen klappen. Doch das misslang. Mit 30:33 (16:14) verlor das Team von Velimir Petkovic am Dienstagabend im Viertelfinale um den DHB-Pokal und hat so das erste Saisonziel - den Einzug ins Final Four - verpasst. Es war die erste Pleite für die Hauptstadt-Handballer nach zuvor sechs Siegen in Folge.

Lindberg trifft und trifft und trifft

Dabei war es ein guter Start für die Füchse in die Partie - und ein besonders guter für ihren Rechtsaußen: Hans Lindberg traf und traf. Nach zehn Minuten führten die Berliner mit 7:3. Einmal hatte Paul Drux den Ball im MT-Kasten versenkt, alle weiteren sechs Tore gingen zu diesem Zeitpunkt auf das Konto des 38-jährigen Dänen. Die Hauptstadt-Handballer spielten wie ein Team eben spielt, das die vergangenen sechs Spiele gewonnen hat. Das Selbstbewusstsein war spürbar groß. "Wir haben uns jetzt gefunden. Niemand darf uns stoppen", hatte Coach Velimir Petkovic vorab gesagt. Es schien zunächst so, als sei Melsungen tatsächlich weit davon entfernt, das zu schaffen.

Doch das änderte sich nach und nach. Die Abwehr der Hausherren fand sich immer besser und so hatten es die Füchse - zu Beginn noch förmlich zum Tore-Werfen eingeladen - in der Offensive zunehmend schwerer. Als der deutsche Nationalspieler Kai Häfner in der 23. Minute zum 12:12 traf, war der Bundesliga-Siebte gegen den -Vierten endgültig in der Partie angekommen. Petkovic reagierte und nahm die Auszeit. Eine Maßnahme, die sich (vorerst) auszahlen sollte. Sein Team - seit der 20. Minute mit Bald-Melsunger Silvio Heinevetter für Dejan Milosavljev zwischen den Pfosten - erarbeitete sich bis zur Pause wieder eine Zwei-Tore-Führung (16:14).

Offensive Ideenlosigkeit

Doch die sollte im zweiten Durchgang nicht lange Bestand haben. Lasse Mikkelsen erzielte nach 36 Minuten per Siebenmeter das 19:19. Und das Spiel war nun genauso ausgeglichen wie der Spielstand. Die MT ließ die Berliner nicht mehr weiter als ein Tor davonziehen - und drehte das Spiel in der 45. Minute dann endgültig. Tobias Reichmann erzielte das 23:22 für die Melsunger. Es war die erste Führung überhaupt für die Hessen in der Partie.

Und die bauten die Gastgeber weiter aus. Phasenweise lagen sie mit vier Toren in Front. Die Berliner fanden im Sechs gegen Sechs immer weniger die Lücken in der Abwehr der Hausherren - und waren zudem personell geschwächt: Mijajlo Marsenic hatte nach einem Schubser in der Luft die Rote Karte gesehen. Eine harte Entscheidung, die die Füchse merklich traf (39.). Als es in die heiße Phase des Spiel ging, stand es 28:24 (51.). Und auch, wenn die Füchse noch einmal auf zwei Tore herankamen, konnten sie das Ergebnis nicht mehr umbiegen.

Sendung: rbb24, 03.12.2019, 21:45 Uhr

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