Grafiken zeigen das geplante Hertha-Stadion und die umgebaute Alte Försterei
Bild: Hertha BSC AS+P HHVision /Union Berlin/Collage: rbb

Jahresrückblick | Hertha und Union Berlin - Von großen Stadionplänen und der Wirklichkeit

Erstmals seit 1976 spielen wieder zwei Berliner Vereine in der 1. Bundesliga - und haben ein gemeinsames Problem: Hertha BSC und Union Berlin haben große Stadionpläne - die 2019 so gut wie keinen Schritt vorangekommen sind. Von Sebastian Schöbel

Fast einen Monat konnte Jürgen Klinsmann zu der Sache schweigen. Aber irgendwann musste sich der neue Trainer von Hertha BSC dieser essentiellen Frage stellen: Ja oder Nein zum neuen Stadion? Klinsmanns Antwort war bemerkenswert. Nicht, weil sich der Chef-Motivator im Westend natürlich für das geplante neue Stadion des Bundesligisten aussprach, sondern wegen der Art und Weise, wie er es tat.

Die Visualisierung zeigt den möglichen Standort eines reinen Fußballstadions für Hertha BSC in der Nähe des Olympiastadions
Die Visualisierung zeigt den möglichen Standort eines reinen Fußballstadions für Hertha BSC in der Nähe des OlympiastadionsBild: dpa

"Egal wo", solle die Arena gebaut werden, sagte Klinsmann im Podcast des SPD-Fraktionschefs Raed Saleh [raed-saleh.de]. "Ob das hier direkt am Olympiapark ist - was natürlich schön wäre -  oder Tegel oder Tempelhof: Findet einen Fleck, mit dem ihr alle d'accord seid und macht eine Abstimmung. Aber entscheidet einfach: Da bauen wir, wir legen los, da machen wir was Mega-mega-Tolles."

Klinsmann ist kein Standortfetischist

Stadion-Befürworter werden es gerne gehört haben, doch für die Vereinsführung von Hertha BSC könnte der klinsmännische Zweckoptimismus auch eine Art klärende Kabinenansprache gewesen sein. Denn anstatt sich mit all seiner Prominenz hinter den vehement geforderten Standort Olympiapark zu stellen, sagt der Neue auf der Trainerbank (und im Vorstand) nur: Baut das Ding jetzt endlich, egal wo. "Wenn ich Fan bin, will ich einfach eine neues Stadion", so Klinsmann.

Das kommt einem vorweihnachtlichen Machtwort gleich - in einer Debatte, die Hertha BSC im Jahr 2019 als nicht enden wollende Niederlagenserie erlebte. Im Sportausschuss des Abgeordnetenhauses hatte der Verein zu Jahresbeginn bereits kaum noch Unterstützer für seine Stadionpläne: Hier war man recht verärgert über das forsche Auftreten des Vereins, über den vorschnell angekündigten Eröffnungstermin im Jahr 2025 und die ungeklärte Zukunft der Anwohner in der Sportforumstraße, deren Häuser für das Stadion abgerissen werden müssten. Im April schließlich platzte dann auch der Deal mit der Genossenschaft 1892, die ihr Grundstück im Olympiapark nicht an Hertha BSC verkaufen will: Der Verein konnte keine machbaren Alternativgrundstücke für die Ersatzwohnungen anbieten. "Wir hatten in unseren Gesprächen stets darauf hingewiesen, dass die lang andauernde Hängepartie Ende des ersten Quartals 2019 ein Ende finden muss", teilte die Genossenschaft per Brief mit. "Insoweit bitten wir um Verständnis für diese Entscheidung."

Geisel schlägt Tegel vor

Hertha sah die Schuld derweil vor allem bei der Politik, besonders Sportsenator Andreas Geisel (SPD) habe die Stadionpläne nie wirklich unterstützt und dem Verein bei der Standortsuche nicht geholfen. "Trotz intensiver Bemühungen und entgegen öffentlicher, positiver Bekundungen seitens des Senats, sind entsprechende Entscheidungen der Politik bislang leider ausgeblieben", so der Verein.

Geisel, dessen erklärtes Ziel es ist, Hertha im Olympiastadion als Ankermieter zu halten, nahm derweil die Absage der Genossenschaft dankbar an: "Aufgrund dieser neuen Situation werden wir also nicht über den Neubau eines Stadions im Olympiapark mit Hertha reden können", sagte Geisel dem rbb. Weil der Verein in Sachen Auszug jedoch stur blieb, überraschte Geisel im Mai mit einem neuen Vorschlag: Ein Stadionbau auf dem bald ehemaligen Flughafen Tegel. Hertha lehnte zunächst ab, der Standort sei geprüft und für ungeeignet befunden worden: Schon bei der fehlenden ÖPNV-Anbindung sei Tegel ein Rückschritt für Hertha BSC.

Festplatz als neuer Standort-Favorit

Es folgte ein monatelanger Schlagabtausch über die Medien: Hertha machte über seinen Stadionmanager Klaus Teichert öffentlich Druck und brachte als neuen Standort das Maifeld ins Gespräch - sehr zum Ärger der Denkmalschützer. Im Hintergrund verhandelte der Club noch einmal mit der Genossenschaft 1892 - und scheiterte im Oktober erneut mit einem Millionenangebot. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Senat die Debatte aber längst endgültig weg vom Olympiapark Richtung Norden gelenkt: Vier Standorte in Tegel werden nun konkret von der Tegel Projekt GmbH geprüft. Sie ist für die Nachnutzung des Flughafengeländes zuständig und soll bis spätestens März 2020 erklären, wo sie sich ein neues Fußballstadion vorstellen kann.

Wie das Ergebnis ausfallen wird, hat der Chef der Tegel Projekt GmbH, Philipp Bouteiller, bereits im Vorfeld durchblicken lassen: Als einziger geeigneter Standort wird wohl der Zentrale Festplatz am südöstlichen Rand des Flughafens ins Spiel gebracht werden. Zwar fehlt auch hier die ÖPNV-Anbindung, allerdings könnte dieses Problem durch eine Verlängerung der U6 behoben werden. Platz für einen Bahnhof neben dem Festgelände - und damit neben dem möglichen neuen Stadion - ist vorhanden, Pläne für die Streckenführung ab dem U-Bahnhof Scharnweberstraße liegen ebenfalls vor.

Nur eine Zahl steht steht nicht in diesen Plänen: 2025 als Jahr der Fertigstellung. Genau dann aber will Hertha BSC seine neue Arena bereits eröffnen, am 25. Juli, pünktlich zum 133. Geburstags des Vereins. Insider bezweifeln schon länger, dass dieser Termin noch zu halten ist.

Zehn Jahre neue Alte Fösterei

Verkehrskonzept weiter in der Abstimmung

Geduld musste auch Union Berlin aufbringen. Der Aufsteiger aus Köpenick steht nach der Hinrunde zwar sportlich besser da als der Platzhirsch Hertha: ein Tabellenplatz höher, ein Punkt mehr und der Derby-Sieg noch dazu (wenn auch skandalumwittert). Doch beim geplanten Ausbau der Alten Försterei auf 37.000 Plätze tritt man auf der Stelle. Denn es fehlt noch immer ein umfassendes Verkehrskonzept, an dem wiederum der Bebauungsplan hängt. 

Das Konzept "befindet sich weiterhin in der Abstimmung zwischen allen Beteiligten", teilte der Bezirk Treptow-Köpenick auf rbb-Nachfrage mit. Auch der Verein äußerte sich nur sehr knapp. Es gebe "keinen neuen Stand", so eine Sprecherin, und man habe sich darauf verständigt, "keine Zwischenstände zu veröffentlichen". Dirk Thieme, Vorstand der Stadion AG, hatte bei der Mitgliederversammlung Mitte Dezember allerdings eingeräumt, die bisherigen Ausbaupläne seien wohl "zu ambitioniert" gewesen, er hoffe im kommenden Jahr auf einen Fortschritt in den Gesprächen.

Das Nachwuchszentrum kann kommen

Diese Gespräche aber gestalten sich sehr komplex. Bessere Fußwege, mehr S-Bahn-Züge, mehr Trams, mehr Fahrradstellplätze, mehr Auto-Parkplätze: Der Verkehr rund um das Stadion an der Alten Försterei muss komplett umgeplant werden. Denn schon jetzt bricht bei Heimspielen der "Eisernen" rund um das Stadion regelmäßig alles zusammen. Große Hoffnung liegt deswegen auf dem Ausbau des Bahnhofs Köpenick zum Regionalbahnhof, sagte Baustadtrat Rainer Hölmer dem rbb. Doch der werde wohl erst 2026 eröffnet, frühestens. "Das ist der Hauptknackpunkt, weil wir natürlich Übergangslösungen brauchen. Aber da arbeiten wir dran", so Hölmer.

Dennoch geben sich alle Beteiligten optimistisch: Bei Union Berlin sei derzeit noch keine Resignation zu spüren, so Hölmer. "Der Verein ist konstruktiv in das Verfahren eingebunden und es läuft eigentlich recht gut." Zumindest einen kleinen Erfolg konnte man zuletzt verbuchen: Das neue Nachwuchszentrum kann im neuen Jahr nach langem Ringen am Bruno-Bürgel-Weg gebaut werden.

Union berät Hertha

Bei Hertha BSC wird man diesen kleinen Fortschritt zähneknirschend zur Kenntnis nehmen: In der Geschäftsstelle des Vereins und unter den Fans hält sich hartnäckig die Überzeugung, dass es die geduldigen Unioner beim rot-rot-grünen Senat deutlich leichter haben als die streitbare "Alte Dame".

Auf jeden Fall bekomme man die Alte Försterei immer ausverkauft, sagte Union-Sprecher Christian Arbeit im September bei einer SPD-Veranstaltung im Abgeordnetenhaus. Und gab dann den Herthanern einen freundlichen Ratschlag für die Standortsuche mit auf den Weg: "Am Ende kann es einen schmerzhaften Punkt geben, an dem man feststellt: Ich kann noch so verliebt sein in mein Idealszenario, und es kann noch so sinnvoll sein, aber es geht nicht, und ich kann es nicht durchsetzen."

Beitrag von Sebastian Schöbel

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26 Kommentare

  1. 26.

    Als gebürtiger Berliner und Wahlbrandenburger halte ich die südöstliche Dreiecksfläche (zwischen dem kurzen Autobahnzubringer, dem Flughafentunnel und Kurt-Schuhmacher-Damm) des Nochflughafens Tegel nahezu ideal für einen Stadionneubau. Autobahn und U6 (Scharnweber Str. und Kutschi) sind nur einen Katzensprung entfernt. Weitere notwendige Erschließungswege könnten vergleichbar kostengünstig umgesetzt werden. Nördlich dazu besteht sogar schon ein ausbaufähiges Fussballgelände. Warum nicht mal einfach denken. Die Experten und Stadtplaner sollten das mal prüfen. Für das vorhandene Alliiertenmuseum ließe sich bestimmt ein Ersatzstandort finden. Think pink, stay positive!

  2. 25.

    Meinetwegen kann sich Hertha ein hübsches Stadion, mit dem Zuschauerzuspruch entsprechender Kapazität, an einem günstigen Standort in Berlin bauen. Dagegen hat wohl kein FCU Fan etwas einzuwenden. Dass diesen aber die Erweiterung des Stadions an der AF etwas wichtiger ist, dürfte kaum überraschen, versteha. ;-)

  3. 24.

    Muss das denn wirklich immer gegeneinander gehen, können wir nicht mal versuchen miteinander etwas zu erreichen.
    Sportliche Rivalität ist ja gut und schön, aber bitte in der Sache Stadion sollte man doch als Berliner zusammenhalten und nicht noch untereinander gegeneinander schießen.
    Ich hoffe dass der Pragmatismus von Klinsmann sich durchsetzt und wir alsbald ein richtiges geiles Fußballstadion bekommen in Berlin.
    Das Olympiastadion + Gelände braucht wirklich kein Mensch mehr.

  4. 23.

    Dass Hertha eine breite Fangemeinde auch vor allem in Westbrandenburg hat ist mir bekannt, und das habe ich auch nirgendwo in Abrede gestellt. Ich glaube nur eben nicht, dass die (West-) Berliner Fans, die den Großteil der Anhängerschaft ausmachen dürften, einen Umzug nach Brandenburg akzeptieren würden. Dahingehende Überlegungen stießen bei einem Großteil der Mitglieder auf Ablehnung und auch Gegenbauer schloß diese Möglichkeit bereits aus.

  5. 22.

    Es geht doch nicht nur um die Förderung des Frauen- und Mädchenfussballs, das war nur ein Beispiel meinerseits. Hauptsächlich wird dort jungen Sportler*innen die Möglichkeit einer guten Entwicklung gegeben sowie der Seniorensport und dem Schiedsrichterwesen etc. Unterstützung gewährt. Das ist dem Senat zu recht eine Förderung wert, wie Sie wohl zugeben müssen/können.

    Auch habe ich nicht sämtliche Hertha Fans in "Sippenhaft" genommen, wie Sie es ausdrücken, sondern auf die wiederholten Despektierlichkeiten des Users ABC123 - vllt. etwas scharf - reagiert. Dass BFCler und neben Hertha- auch Hools anderer Vereine im Stadion waren, ist mir ebenso wie die Verbindungen zwischen z. B. BFC- und "Kaliber 030" Hools bekannt. Davon, dass diese normalen Hertha Fans vor dem Stadion die Tickets endwendet haben sollen, höre ich allerdings zum ersten mal.

  6. 21.

    Sie denken mir zu sehr in Schubladen und ziehen Grenzen. Das ist nicht mein Ding. Und wenn Sie sich zu Vereinen äußern, die Sie nicht mögen, dann bleiben Sie bitte sachlich. Hertha hat eine breite Fangemeinde.

  7. 20.

    Ach so, wenn man etwas Mädchenfußball spielen lässt bekommt man die Millionen und die Gunst des Senates geschenkt.

    Und, dass Sie die Herthafans in Sippenhaft nehmen für das Fehlverhalten eingeschlichener Hooligangs, Schläger und BFCler die vor dem Stadion regulären Fans die Karten abgeknüpft haben, schlägt dem Fass den Boden aus.

  8. 19.

    Sie vermengen Äpfel mit Birnen. Das NLZ des FCU wird u. a. auch deswegen gefördert, weil dort z. B. Mädchen- und Frauenmannschaften ein Heim finden, die es bei HBSC so nicht gibt.

    Ich finde es auch etwas befremdlich, dass Sie hier die "Stadionbauer" gegen neuere Fans auszuspielen versuchen. Ist das das Niveau von Hertha Fans? Das hätte ich eigentlich nicht angenommen, aber na ja . . . mittlerweile muss man nach den Raketenschüssen beim Derby wohl mit so einigem rechnen?!

    Und in Anbetracht des neuen Investors, der bereits angekündigt hat, dass auch mehrere hundert Millionen Euro "Einschuss" kein Problem sind, sollten Sie (eigentlich) etwas weniger "wehleidig" auftreten, ABC123.

  9. 18.

    @Gerd Glaudino, das bezog sich auf die Aussage" ...Auf jeden Fall bekomme man die AF immer ausverkauft.." Was eben aktuell sicher richtig ist, für die Zukunft aber nicht. Das da Oma und Kinder Reihenweise Mitglied werden um irgendwann mal eine Karte zu bekommen, dürfte neben dem aktuellen Tabellenstand, ein wichtiger Grund für die enorme Mitgliedersteigerung sein. Oder sind das auch alles "Stadionbauer" die nur vergessen haben sich anzumelden? Wieviel sind es , wenn es wieder abwärts geht?
    Das Hertha in den letzten Jahrzehnten in Liga 1 & 2 und trotz des Leichtathletikstadions und grottigem Fussball ein vielfaches an Tickets verkauft, wird gern negiert.
    Die Stadt kann schon jetzt das Stadion nicht in Schuss halten. Man braucht sich nur auf dem Maifeld oder im Schwimmstadion um zusehen. Gleichzeitig pampert man z.B. das Union Nachwuchszentrum mit 9 Millionen €. Es wird mit zweierlei Mass gemessen, dass ist die Realität.

  10. 17.

    Na ja, um es mal etwas ironisch auszudrücken: dieses "Es gibt nur ein Berlin und das ist mein Berlin" der Herthaner, würde mit einem Spielort ausserhalb Berlins nicht mehr ganz so gut rüberkommen, ne?! ;-)

  11. 16.

    Sie mögen weitesgehend recht haben; wobei ich annehme, dass es die Stadt ohne Hertha als Nutzer des Olypiastadions schwer haben wird, dieses in Schuss zu halten. Daher ist es nicht sehr ungewöhnlich, wenn der Senat einen Umzug nicht gerade bejubelt oder gar aktiv "über die Maßen" fördert - so mein Eindruck.


    Zitat: "Das Hertha da alle zwei Wochen am Ende eben doch ca. 50Tsd Leute anzieht, schei.. drauf. Da ist doch viel beeindruckender das in in Köpenick . . . "

    Diesen Teil (s. o.) hätten Sie sich allerdings sparen können. Der FCU hat seit seinem zweiten Aufstieg in die 2. BL vor 10 Jahren den Zuschauerschnitt um über 60% gesteigert, und die Miedgliederzahl hat sich seither nahezu versechsfacht(!). Natürlich lässt sich das nicht weiterhin in diesem Maße steigern, aber der Zuspruch ist nach wie vor ungebrochen.

    Ihr "Auspielen" der Zuschauerzahlen ist doch schon aufgrund der völlig unterschiedlicehn Kapazitäten unsinnig, ABC123.

  12. 15.

    Doch, die Fans folgen und es kommen die ins Umland gezogenen Berliner sogar Vlt leichter hin, je nach Standort. Außerdem kommen aus Brandenburg auch Fans zu Hertha nach Berlin. Hertha ist inzwischen ein Verein für die Region. Herthas bisheriges Management hat bloß Angst vor Veränderung. Der Druck durch den neuen „Wind“ könnte da Abhilfe schaffen.

  13. 14.

    Der Senat hat für das Olympiagelände keinen Zukunftsplan, das Gelände fit zu machen, für eine zukünftige Nutzung - Fehlanzeige! Ein Aushängeschild für Sport und Stadt könnte es sein. Nein, davon ist weit und breit nichts zu sehen. Man rühmt sich mit dem DFB Pokal Event, das vielleicht auch bald woanders hingeht. Einmal im Jahr ein bisschen Leichtathletik und ein zwei Konzerte und man klopft sich auf die schmale Schulter. Das Hertha da alle zwei Wochen am Ende eben doch ca. 50Tsd Leute anzieht, schei.. drauf. Da ist doch viel beeindruckender das in in Köpenick zur Zeit sagenhafte 20Tsd. kommen! Aber, dass später mehr kommen muss auch erst noch bewiesen werden.
    Mehr als: Der Mieter muss bleiben um den Verfall des Denkmals aufzuhalten, fällt den Verantwortlichen nicht ein. Hertha hat sich leider auch mehr als dämlich angestellt und so stehen die einen mir leeren Händen da und die anderen dürfen in Ihrer Provinzdenke weiterwurschteln.

  14. 13.

    Also das kann ich mir absolut nicht vorstellen, harry. Einen Umzug nach Brandenburg würde der überwiegende Teil der Hertha Fans m. E. nicht akzeptieren. Mit Windhorst im Rücken wird sich sicher eine 'Berliner Lösung' finden lassen, davon darf man wohl ausgehen.

  15. 12.

    Die politischen Entscheidungsträger mit ihrer Hinhaltetaktik sind das größte Hindernis und das in beiden Fällen. Konzepte und Richtungsvorgaben? - Fehlanzeige -, Entscheidungen werden ständig hinausgezögert und behindern die sportliche und wirtschaftliche Entwicklung beider Vereine. Politiker sonnen sich natürlich gern bei sportlichen Erfolgen an der Seite von Hertha BSC und Union Berlin, aber ihre eigentliche Aufgabe als Weichensteller ignorieren sie konsequent. ich finde es beschämend!

  16. 10.

    Hertha sollte mal den Arsch in der Hose haben und dem Senat den Rücken kehren. Raus nach Brandenburg. Die Fans ziehen mit. Und wenn nicht,sind es keine Herthafans.

  17. 9.

    In beiden Fällen ist der Senat einfach nicht Willens, etwas zu steuern. Der Senat verkennt die Bedeutung de Profifußballs. Andere Städte würden sich verbiegen, Bundesligisten zu unterstützen. Aber nein, es kommen nur halbgare Aussagen einzelner Politiker. Der Sportsenator sollte sich in beiden Fällen für eine Lösung einsetzen, Hertha braucht ein neues Stadion, Union ein größeres. Das kann nicht so schwer sein. Hertha muss mein Standort flexibler sein und der Senat in Sachen Verkehrsanbindung die Probleme lösen.

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