Fans des 1. FC Union Berlin beteiligen sich am Weihnachtssingen in der Altn Försterei. (Quelle: dpa/Paul Zinken)
Video: rbb|24 | 23.12.2019 | Material: rbb Fernsehen | Bild: dpa/Paul Zinken

17. Weihnachtssingen in der Alten Försterei - 28.500 Union-Fans stimmen sich auf Weihnachten ein

Der Andrang war auch in diesem Jahr riesig: 28.500 Fans von Union Berlin strömten am Montagabend ins Stadion an der Alten Försterei und sangen gemeinsam Weihnachtslieder. Ein sehr großes Familienfest in einem sehr großen Wohnzimmer.

Bereits zum 17. Mal haben sich die Anhänger des 1. FC Union Berlin am Montagabend zum traditionellen Weihnachtssingen versammelt - eine Köpenicker Tradition, die mittlerweile in einigen Stadien des Landes kopiert wird.

Wegen des großen Andrangs an den Eingängen - es kamen wie in den Vorjahren 28.500 Sangeswillige - begann das Weihnachtssingen mit einer viertelstündigen Verspätung. Wie jedes Jahr sorgte der Chor des Köpenicker Emmy-Noether-Gymnasiums für stimmliche Unterstützung.

Hausmusik statt Staraufgebot

Neben den weihnachtlichen Klassikeren wurde auch das Stadtmeister-Lied angestimmt - schließlich hatten die "Eisernen" das erste Berliner Bundesliga-Derby gegen Hertha seit 42 Jahren für sich entschieden. Die Weihnachtsgeschichte verlas Pfarrer Ulrich Kastner von der evangelischen Kirchengemeinde Bohnsdorf-Grünau. 

Für viele Menschen sei das Unions-Singen der Startschuss für Weihnachten, sagte Vereinssprecher Christian Arbeit dem rbb: "Bis hierhin war Hektik und Besorgungen - und jetzt feiern wir." Er begrüßte, dass das Union-Weihnachtssingen inzwischen zahlreiche Nachahmer gefunden hat, betonte aber auch den Unterschied zum Original. Bei anderen Vereinen würden teilweise große Stars auf der Bühne stehen. "Wir machen Hausmusik hier, Familienmusik mit einer sehr großen Familie in einem sehr großen Wohnzimmer", sagte Arbeit, der beim Weihnachtssingen in der Alten Försterei jedes Jahr Trompete spielt. 

Bereits Wochen vorher war die Veranstaltung ausverkauft. Da die Nachfrage erneut wesentlich größer als das Angebot war, wurden Eintrittskarten im Losverfahren vergeben, nur Union-Mitglieder konnten Tickets erwerben. Mit den Einnahmen aus dem Weihnachtssingen unterstützt der 1. FC Union nach eigenen Angaben seine Nachwuchsarbeit. 

Sendung: rbb Fernsehen, 23.12.2019, 20.15 Uhr

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12 Kommentare

  1. 12.

    Weshalb war es erst das 17. Singen? Was war davor? Ich dachte, Union gibt es schon länger? Bin zu faul zum googeln und hier tummeln sich bestimmt Wissende. Vielen Dank

  2. 11.

    Ganz klar dem Mäxchen, gibt es für mich gar keine Frage.
    Lieber einer Truppe mit Herz, als einem eiskaltem Profiteur.
    @Alfred Neumann, du hast UNION nicht verstanden.
    Wie schade für dich, wenn ich Zeit habe werde ich dich auch noch bedauern.

  3. 10.

    Na, um beim Beispiel zu bleiben: dann wäre die Show wenigstens professionell. Das ist der Unterschied. Laien oder Profis. Wer hat wohl am Ende mehr Erfolg im Leben? Der Laie oder der Profi? Auf wen würden Sie wetten, wenn Barca auf Cottbus trifft? Wem hören Sie lieber zu, dem Tenor an der Scala oder Mäxchen in der Aula?

  4. 9.

    Ich schließe mich Ihren Worten an....und es ist toll was Union jedes Jahr mit dem Weihnachtssingen erreicht.

  5. 8.

    Darf der von Ihnen so gern „Trump“ Genannte nicht die Wahrheit äußern? Oder vertragen Sie die einfach nur nicht? ;-)

  6. 7.

    Und wieder muss der Trump des Fußballs auf Hertha treten. Ohne Grund. Nerv. Was hat man Ihnen nur angetan? Den Abriss des Palast der Republik nicht verkraftet?

    Sie kommen ja nicht mal aus Berlin. Kann man deutlich heraus lesen. Ohne Worte

  7. 6.

    Ich bin wirklich kein großer Fan von Union, denn sie haben schon sehr viele und brauchen mich nicht. Aber die Entwicklung des Vereins freut mich wirklich sehr! Und klar ich kann vollkommen nachvollziehen, wenn man neidisch drauf schaut, gerade weil man weiß dies lässt sich nicht kaufen.

  8. 5.

    Das ist doch mal ein Wort, Bohne. Schön, dass auch ein Blau-Weisser - sind sie doch, oder? - das zugeben kann.

    Wünsche Ihnen frohe Weihnachten!

  9. 4.

    Frohe Weihnachten...
    Ich finde alles, wo Menschen zusammenfinden und gemeinsam etwas erleben und genießen schön.
    Wenn das dann, wie bei Union jedes Jahr, medial gehypt wird, passt einfach alles...
    Menschen finden zusammen, kein Streit, lachende Gesichter und ganz viel Spaß.. Danke Union..... Frohe Weihnachen Euch allen.. Viel Spass beim Gänseessen... Aber bitte keine Gans aus Brasilien. Denkt an die Klimabilanz

  10. 3.

    Steht im Kommentar geschrieben: Auf die Fankultur.
    Die ist bekanntlich einmalig in Berlin, welches die Farben Rot und Weiß trägt, ebenso wie der Stadtmeister. Und heute auch der Weihnachtsmann.
    Das schöne an der traditionellen Aktion von gestern ist auch, dass es ohne großen Kommerz abläuft. Gibt’s ebenfalls bei keinem anderen großen Club, weder im Basketball noch im Eishockey und schon gar nicht im Fußball. Würde beispielsweise Hertha-Windhorst-BSC so was versuchen auf die Beine zu stellen wäre wahrscheinlich Helene Fischer oder andere in Charlottenburg am Start.

  11. 1.

    Diese Fankultur lässt vor Neid erblassen. Gerade, wenn man das ganze Jahr nur selbst hier aktiv im Forum war um zu pöbeln, so wie ich.

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