Alba-Spieler Peyton Siva zeigt drei Finger (Quelle: imago images / Camera 4)
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Alba gewinnt bei Olympiakos Piräus - Sirtaki von der Dreierlinie

Es war ein hart erarbeiteter Erfolg - aber ohne Zweifel auch ein verdienter. Alba Berlin gewann am Dienstagabend mit 93:86 bei Olympiakos Piräus. Vor allem die starke Dreierquote in der ersten Spielhälfte ebnete den Weg zum sechsten Euroleague-Sieg.

Von Reisen bringt man gerne etwas mit. Und Alba Berlin ist momentan viel unterwegs. Gleich drei Euroleague-Auswärtsspiele in Folge stehen an - und nach dem ersten haben die Berliner einen Sieg im Gepäck. Mit 93:86 (50:42) gewann Alba am Dienstagabend bei Olympiakos Piräus. Für das Team von Trainer Reneses war es der sechste internationale Erfolg der Saison.

In der spärlich besetzten Halle des Friedens und der Freiheit waren zunächst die Griechen das bessere Team. Kein Wunder, denn anders als Alba hat Piräus einen überschaubaren Spielplan. Der Grund: Nach einer Auseinandersetzung mit dem griechischen Verband wurden sie in die 2. Liga strafversetzt. Dort spielt lediglich ein B-Team, mit ihrer ersten Mannschaft treten sie darum ausschließlich in der Euroleague an. Doch zum Ende des ersten Viertels kamen auch die Berliner immer besser ins Spiel und blieben mit 19:22 dran.

Starke Dreierquote in der ersten Spielhälfte

Zu Beginn des zweiten Viertels glich Peyton Siva zum 22:22 aus. Der Amerikaner, der zuletzt wegen eines Muskelfaserrisses ausfiel, lieferte eine Partie auf sehr gutem Niveau ab und dürfte damit bei seinem Trainer Aito Garcia Reneses für Erleichterung gesorgt haben.

Der Spanier sah dann auch, wie sich sein Team immer weiter absetzte. Die Berliner setzten Piräus unter Druck und erwirkten bei den im Spielaufbau anfälligen Griechen immer wieder Ballverluste.  

Doch vor allem eines stimmte in dieser ersten Spielhälfte: Albas Dreierquote. Sensationelle 64 Prozent der Würfe von Außen fanden ihren Weg in den Korb und bescherten den Berlinern eine 50:42-Halbzeitführung. "Wir haben unseren offensiven Rhythmus gefunden, müssen uns in der Defensive aber noch steigern", analysierte Marcus Eriksson in der Pause.

Zittern bis zum Schluss

Auch die Gastgeber hatten sich nach der Pause offenbar mehr vorgenommen. Engagierter und mit einem körperlich härteren Spiel kämpften sie sich wieder heran. Weil bei Alba die Dreierquote nicht mehr im herausragenden Bereich lag, stand vor dem letzten Viertel ein Drei-Punkte-Rückstand (68:71) auf der Anzeigetafel.

Der Zwischenspurt von Piräus brachte die konzentrierten Berliner zunächst nicht aus der Ruhe. Spannend blieb die Partie dennoch bis zum Schluss. Das Spiel drohte in der Schlussphase zu kippen. 28,4 Sekunden vor Ende kam Piräus auf einen Punkt heran. Doch nach langem Zittern war der 93:86-Sieg geschafft. Schon am Freitag kann Alba das nächste Souvenir in der Euroleague einsammeln: Roter Stern Belgrad empfängt die Berliner ab 19 Uhr.

Sendung: Inforadio, 14.01.2020, 22:15 Uhr

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