Theo Reinhardt bei einem Rennen. Quelle: imago images/PA Images
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109. Sixdays und Bahnrad-WM in Berlin - Zwei Heimspiel-Highlights für Theo Reinhardt

Auf den gebürtigen Berliner Theo Reinhardt warten in diesem Jahr zwei echte Highlights in seiner Heimatstadt. Neben dem traditionellen Sechstagerennen richtet Berlin die WM im Bahnradfahren aus. Den absoluten Jahreshöhepunkt erlebt Reinhardt aber erst im Sommer.

Für Bahnrad-Fans hat in Berlin ein Jahr der Superlative begonnen. Zunächst steigt Ende Januar (23. - 28.01.) im Velodrom das traditionelle Sechstagerennen. Das älteste Bahnrad-Ereignis seiner Art zieht jährlich Tausende Besucher an und ist nicht nur bei Enthusiasten der Szene ein geschätzter Brauch zum Jahresstart.

Neben der bereits 109. Ausgabe der Sixdays können sich die Fans in diesem Jahr allerdings noch auf ein weiteres Highlight freuen: Nur knapp vier Wochen nach dem Sechstagerennen richtet Berlin die Weltmeisterschaften im Bahnradsport (26.02. - 01.03.) aus. Ebenfalls im Velodrom messen sich dann die besten Fahrer der Welt und kämpfen um die Medaillen.

Unter ihnen ist auch der aktuelle Madison-Weltmeister Theo Reinhardt. Für den gebürtigen Berliner bedeuten die beiden Events in der Hauptstadt ein doppeltes Heimspiel. 

Mit kühlem Kopf ins Sechstagerennen

Besonders sind die Rennen in seiner Heimatstadt für Theo Reinhardt immer. Das Velodrom ist für ihn fast wie ein Wohnzimmer, denn dort lernte er das Bahnradfahren - und dort trifft er nun auf viele bekannte Gesichter.

Allzu große Ziele möchte sich der 29-Jährige aber gerade für die Sixdays nicht setzen. Zum einen muss Reinhardt im Zweier-Mannschaftsfahren auf seinen Partner Roger Kluge verzichten, der Ende Januar bei der Tour Down Under in Australien auf der Straße starten wird. Zum anderen hat Reinhardt in diesem Jahr ein alles dominierendes Ziel: Die Olympischen Spiele in Tokio überstrahlen für Reinhardt 2020 alles und werfen schon jetzt ihre Schatten voraus.

Die Rennen zu Jahresbeginn gelten daher eher als Vorbereitung auf die großen internationalen Ereignisse des Jahres. "Ich gehe in das Sechstagerennen immer ein bisschen freier", sagt Reinhardt daher - ergänzt dann aber: "Natürlich wäre es schön, wenn ich meinen Sieg verteidigen könnte."

Erneute Titelverteidigung bei der WM?

Seinen Ehrgeiz kann der Berliner eben nicht so einfach abschütteln. Trotzdem seien die Sechstagerennen für den Kopf immer ein bisschen einfacher: "Ich mache mir nicht einen solchen Druck, wie bei einem internationalen Wettkampf, wenn es wirklich darum geht abzuliefern".

Ernster wird es dann schon wenige Wochen später. Die Weltmeisterschaft ist einer der großen internationalen Wettkämpfe, bei dem Reinhardt mit Partner Roger Kluge zuletzt zwei Mal die Goldmedaille im Mannschaftsfahren gewonnen hat. Der Titelverteidiger gibt sich aber gerade wegen seines Doppelerfolgs auch vor den Weltmeisterschafts-Rennen eher gelassen. "Wir waren jetzt zwei Mal Weltmeister, das war eine Super-Leistung. Wir haben nach dem ersten Titel bestätigt, dass wir das verdient hatten", sagt Reinhardt.

Daher habe man sich mit Olympia jetzt eine klare Priorität gesetzt, auf die man "mit Hochdruck" hinarbeite. Das Team möchte auch bei den Spielen in Tokio die Medaillenplätze angreifen. Ein Edelmetall bei Olympischen Spielen fehlt Reinhardt in seiner üppigen Sammlung noch. In diesem Sommer soll es klappen. Doch auch im Hinblick auf die Weltmeisterschaft zeigt sich in Reinhardt schließlich wieder ganz der Leistungssportler: "Wir können schon sagen, dass wir den Titel nochmal verteidigen wollen - auf alle Fälle". Olympische Spiele hin oder her, am Ende will Theo Reinhardt auf dem Siegertreppchen eben doch immer ganz oben stehen.

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