Lukas Kampa und Tobias Krick im Spiel gegen Frankreich. Quelle: imago images/Bernd König
Audio: Inforadio | 9:15 Uhr | 11.01.20 | Lars Becker | Bild: imago images/Bernd König

Quali-Finale in Berlin - Deutsche Volleyballer verpassen Olympia-Teilnahme

Die deutsche Volleyball-Nationalmannschaft hat die Teilnahme an den Olympischen Spielen in diesem Jahr in Tokio verpasst. Deutschland verlor das Qualifikations-Finale in der Max-Schmeling-Halle gegen starke Franzosen mit 0:3.  

Die deutsche Volleyball-Nationalmannschaft, mit Moritz Reichert und Julian Zenger von den BR Volleys, hat die Teilnahme an den Olympischen Spielen in diesem Jahr in Tokio verpasst. Die deutsche Auswahl verlor das Finale des Qualifikations-Turnier in der Max-Schmeling-Halle gegen Frankreich mit 0:3 (20:25, 20:25, 23:25). Auf Seite der Franzosen konnte dafür ein anderer Berliner jubeln.

Frankreich entscheidet ersten Satz für sich

Moritz Reichert und Julian Zenger wissen, wie laut die Max-Schmeling-Halle bei Volleyball-Spielen werden kann. Bereits zum Einlauf der Spieler stachelte der Hallensprecher die Zuschauer an. Und auch nach Spielbeginn sorgten die deutschen Fans für eine lautstarke Atmosphäre. Die französischen Auswahl um den Mittelblocker Nicolas Le Goff von den BR Volleys ließ sich davon zunächst aber nicht beeindrucken.

Die Mannschaft von Laurent Tillie kam gut in die Partie und übernahm früh die Führung. Doch auch Deutschland, das zunächst ohne Reichert und Zenger spielte, erwischte einen guten Start, sodass sich ein enger erster Satz entwickelte. Gerade Diagonalangreifer Georg Grozer verwertete viele Bälle und bestätigte seine Führungsrolle im deutschen Team - der 35-Jährige zeigte in seinem letzten Auftritt für die Nationalmannschaft erneut eine starke Partie. Erst zum Ende des Satzes setzte sich Frankreich erstmals mit fünf Treffern ab (16:21). Bundestrainer Andrea Giani reagierte und brachte mit Moritz Reichert einen neuen Spieler. Doch auch der Kapitän der BR Volleys konnte den Satzverlust (20:25) nicht mehr verhindern.

Zweiter Satz deutlicher

Zu Beginn des zweiten Abschnitts gelang es den Franzosen, den Schwung aus der Schlussphase des ersten Satzes mitzunehmen. Beim Stand von 1:5 nahm Giani die frühe Auszeit, um Verbesserungen vorzunehmen. Tatsächlich kam Deutschland zurück und drehte den Satz (6:5). Die kämpferische Leistung wurde von den Fans gewürdigt, die Halle reagierte mit hitzigen Anfeuerungen. Insgesamt blieb Frankreich aber auch im zweiten Durchgang die bessere Mannschaft. Das Team spielte seine Angriffe konsequenter zu Ende, die deutsche Auswahl schien beim Stand von 14:18 erstmals ratlos und frustriert. Auch die erneute Auszeit von Giani brachte keine Besserung, Frankreich entschied den zweiten Satz verdient mit 25:20 für sich.

Deutschland kommt nicht zurück

Zum Anfang des dritten Durchgangs brachten Deutschlands Volleyballer die Hoffnung nochmals zurück in die Max-Schmeling-Halle. Die Auswahl ging mit 4:1 in Führung und schien Frankreich auch im Anschluss erstmals unter Kontrolle zu bekommen. Allerdings ließ eine Reihe von Fehlaufschlägen das Niveau der bis dahin guten Partie etwas verflachen. Der knappe Spielstand sorgte aber gerade bei den deutschen Anhängern für Spannung. Ihr Team schaffte es lange Zeit den engen Vorsprung zu halten. Erst beim Stand von 15:15 kam Frankreich zurück in die Partie.

Den Franzosen gelang es, die kurze Schwächephase abzuschütteln und sich in der Schlussphase durchzusetzen. Am Ende stand ein 25:23 im dritten Satz und ein glattes 3:0 für Frankreich auf der Anzeigentafel. Somit erfüllt sich der Traum von Olympia für die deutsche Mannschaft nicht. Der Berliner Nicolas Le Goff kann sich mit der französischen Auswahl hingegen auf das Großereignis in Tokio freuen.

Sendung: Inforadio, 10.01.20, 20:15 Uhr

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