Christopher Trimmel im Zweikampf im Trainingslager. / Matthias Koch
Bild: Matthias Koch

Interview | Union-Kapitän Christopher Trimmel - "Mich kitzelt die Herausforderung"

Zum Beginn der Vorbereitung fehlte Christopher Trimmel noch leicht erkältet - inzwischen ist der Union-Kapitän wieder mittendrin. Im Trainingslager sprach der Österreicher über die Hinrunde, die Nationalmannschaft - und nannte seine Lieblinge unter den Gegenspielern.

Union-Kapitän Christopher Trimmel sprach im Trainingslager im spanischen Alicante in einer Runde mit den mitgereisten Journalisten über ...

... die kurze Vorbereitungszeit:

Das habe ich so auch noch nicht erlebt. Das ist wirklich sehr, sehr kurz. Der Trainer hat uns gegenüber auch schon betont, dass es speziell jetzt ganz wichtig ist, dass wir jede Einheit voll ernst nehmen und fokussiert sind. Denn viel Zeit ist nicht. Man kann vielleicht nicht so intensiv an der Fitness arbeiten. Andersherum verliert man auch nicht viel, wenn die Pause so kurz ist. Von daher geht es schon um Ballarbeit, viel Taktik - und wir versuchen, in jeder Einheit das Maximum rauszuholen.

Das Nationalteam war für mein Selbstvertrauen sehr hilfreich. Das baut einen schon auf - auch mich, selbst wenn ich schon etwas älter bin. Jeder spricht von Routine, aber auch solche Dinge pushen einen noch zusätzlich.

Christopher Trimmel

... sein nächstes Jahr, das mit Klassenerhalt und EM-Teilnahme für Österreich ein ganz besonderes werden könnte:

Es ist schon das ein oder andere Ziel, das ich erreichen möchte. Und wenn man das dann schafft - so wie es speziell im vergangenen Jahr für mich persönlich geklappt hat - ist das natürlich mega schön. Aber es gilt Schritt für Schritt zu gehen. In erster Linie ist mir Union Berlin wichtig. Das ist die Basis auch für das Nationalteam. Man sieht, dass es im Fußball schnell gehen kann. Von daher ist es wichtig, dass du gesund bleibst und im Verein gute Leistungen bringst und spielst. Das ist meine Hauptaufgabe und mein Hauptziel.

... die Nationalmannschaft als Ansporn:

Ich habe ja schon mal betont, dass das Nationalteam für mein Selbstvertrauen sehr hilfreich war. Das baut einen auf - auch mich, selbst wenn ich schon etwas älter bin. Jeder spricht von Routine, aber solche Dinge pushen einen noch zusätzlich.

... die Herausforderung, die Leistungen der Hinrunde zu bestätigen:

Es ist mega anstrengend. Ich habe auch am Schluss der Hinrunde und im Urlaub gemerkt, dass ein wenig der Druck abfällt. Du brauchst wirklich zu jedem Spieltag eine Top-Verfassung von jedem einzelnen Spieler. Was man in der zweiten Liga vielleicht noch ein bisschen auffangen konnte, ist in der Bundesliga einfach nicht mehr möglich. Du wirst eiskalt bestraft dafür, wenn ein, zwei Spieler nicht so einen guten Tag haben. Unser Hauptaugenmerk muss deshalb wieder darauf liegen, dass wir über 90 Minuten unsere Leistung bringen wollen und nicht über 70.

... die Erwartungen an den schweren Rückrundenstart mit Partien in Leipzig, Dortmund oder Bremen:

Ich freue mich auf jedes Spiel. Das ist einfach so. In Bremen habe ich zum Beispiel noch nie gespielt. Gerade auswärts neue Stadien zu sehen, eine neue Atmosphäre aufzusaugen - das macht schon Spaß. In Leipzig haben wir zwar in der zweiten Liga schon einmal gespielt. Aber das ist dann wieder die Herausforderung, die einen kitzelt, sich gegen Top-Teams beweisen zu können. Das macht es schon reizvoll.

... seinen persönlichen Lieblings-Gegenspieler in den bisherigen 17 Spielen:

Ich liebe Herausforderungen. Deswegen war es speziell im Frankfurt-Spiel gegen Kostic sehr, sehr anspruchsvoll. Gegen Gladbach mit Thuram auch gerade in der zweiten Halbzeit. Das sind schon Aufgaben, die man liebt. Also ich als Verteidiger mag sowas. Auch wenn man am Ende dann vielleicht verliert oder den ein anderen Zweikampf nicht so gut geführt hat.

Drei Spieler aus dem Trainingslager abgereist

Die Reisegruppe von Union im Trainingslager in Spanien ist geschrumpft. Bereits am Montag reisten mit Manuel Schmiedebach und Nachwuchsmann Tim Luis Maciejewski zwei Spieler zurück nach Berlin. Schmiedebach wird zum zweiten Mal Vater, die Teilnahme von U19-Spieler Maciejewski hätte aufgrund hohen Fiebers keinen Sinn mehr gemacht. Am Dienstag musste auch Lennard Maloney vorzeitig an die Spree zurückkehren. Der Verteidiger hatte sich am Montagnachmittag im Testspiel gegen den belgischen Zweitligisten Royale Union Saint-Gilloise (2:2) am linken Knie verletzt.

Sendung: Inforadio, 08.01.2019, 14:15 Uhr

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