Hertha-Stürmer Dodi Lukebakio im Trainingslager in Florida. / Jan-Philipp Burmann/City-Press GmbH
Audio: rbb|24 | 07.01.2019 | Interview mit Dodi Lukebakio (Englisch) | Bild: Jan-Philipp Burmann/City-Press GmbH

Interview | Hertha-Stürmer Dodi Lukebakio - "Klinsmann ist das Beste, was mir passieren konnte"

Er kam im Sommer als Herthas teuerster Neuzugang der Vereinsgeschichte. In der Hinrunde traf Dodi Lukebakio in der Liga vier Mal. Im Trainingslager sprach er nun mit Jakob Rüger exklusiv über die Hinrunde, Champions-League-Träume - und Jürgen Klinsmann.

rbb|24: Herr Lukebakio, wie anstrengend sind die täglichen Übungseinheiten im Trainingslager?

Dodi Lukebakio: Natürlich sind sie hart. Das ist der Grund, aus dem wir ins Trainingslager fahren. Es geht darum, uns so gut wie möglich auf die Bundesliga-Rückrunde vorzubereiten. Und genau das machen wir gerade.

Wie wichtig ist die Fitness für die Art und Weise, wie Jürgen Klinsmann Fußball spielen lassen will?

Es ist wichtig, weil wir uns gut fühlen müssen. Ich denke, auf diesem Weg funktioniert das sehr gut. Wir wissen jetzt, was zu tun ist - und ich hoffe, wir machen es in der zweiten besser als in der ersten Saisonhälfte.

Wie schauen Sie persönlich auf Ihre Leistungen in der Hinrunde?

Ich habe versucht, meine Spielweise an das Team anzupassen. Es war nicht leicht für uns. Ich bin nicht alleine auf dem Platz und deshalb brauche ich meine Mannschaftskollegen. Sie haben mir natürlich gut geholfen. Aber ich hoffe natürlich, dass die Rückrunde erfolgreicher wird. Die Art und Weise, wie wir arbeiten, sollte besser sein. Denn wir haben Qualität in der Mannschaft. Ich glaube an dieses Team.

Es gab eine Menge Auf und Abs und den Trainerwechsel. Wie schwierig ist es für einen Stürmer, unter diesen Bedingungen gute Leistungen zu zeigen?

Das hat alles auch mit der Mentalität zu tun. Du musst positiv sein und natürlich arbeiten. Und dann gehört am Ende im Fußball auch ein bisschen Glück dazu. Deshalb gilt es einfach weiterzumachen. Mit der Art und Weise, wie wir arbeiten, und der Qualität, die wir haben, wird es sich irgendwann auszahlen.

Wir ist es für Sie, mit Jürgen Klinsmann zu arbeiten?

Das ist das Beste, was mir passieren konnte, weil er auch ein Stürmer war - und eine Legende ist. Ich versuche, alles zu hören, was er sagt, und zu lernen, damit ich es für meine Karriere mitnehmen kann. Ich bin sehr gespannt, weiter unter ihm zu trainieren.

Spricht er besonders viel mit den Stürmern, weil er selbst ein sehr guter war?

Natürlich auch. Aber er spricht mit jedem und nimmt jeden mit.

Hat sich das Training unter Jürgen Klinsmann geändert?

So wie er arbeitet, umfasst das alles. Taktisches, Physis, einfach alles. Wir versuchen, uns in allen Bereichen zu verbessern. Das ist gut für das Team.

Eine Frage ist immer, was eigentlich Ihre bevorzugte Position im Sturm ist: Auf dem Flügel oder in der Mitte?

Um ehrlich zu sein, spielt das nicht wirklich eine Rolle. Egal wo ich spiele, versuche ich abzuliefern und das Beste für die Mannschaft zu geben. Ich habe am Anfang auf dem rechten Flügel gestartet. Aber wenn man mich auf der 9er- oder 10er-Position aufstellt, werde ich auch immer alles tun, um für die Mannschaft zu kämpfen. Solange ich auf dem Feld bin, will ich das genießen und das Spiel gewinnen.

Der Trainer träumt von der Champions League in den nächsten Jahren. Ist das für Sie realistisch mit Hertha BSC?

Selbstverständlich. Wenn wir nicht hoffen würden, wäre es besser, wir würden kein Fußball spielen. Wir spielen, um unser Bestes zu geben und um die Dinge zu erreichen, die wir uns erhoffen und wollen. Ich mag die Art und Weise, wie er spricht. Ich bin ein ambitionierter Typ und der Klub ist es auch. Deshalb bin ich auch hierher gekommen.

Ich mag die Art und Weise, wie er spricht. Ich bin ein ambitionierter Typ und der Klub ist es auch. Das ist, weshalb ich auch hierher gekommen bin.

Dodi Lukebakio über Jürgen Klinsmann

Sie haben auch einige freie Nachmittage hier in Orlando. Was machen Sie in dieser Zeit?

Wir gehen einfach raus und essen mit den anderen Jungs und haben schöne Momente zusammen. Wir machen Witze und haben viel Spaß. Wir chillen und es ist sehr schön, diese Zeit zusammen zu haben.

Und es hilft bei der täglichen Arbeit, wenn die Stimmung gut ist ...

Genau. Und die haben wir im Team. Das ist schön. Diese positiven Vibes sind einfach wichtig, weil dann auf dem Feld jeder für jeden kämpft.

Vielen Dank für das Gespräch!

Das Interview führte Jakob Rüger, rbb Sport. Es handelt sich um eine redigierte und aus dem Englischen übersetzte Fassung. Das Original können Sie beim Klick auf den Play-Button im Titelbild nachhören.

Sendung: Inforadio, 07.01.2019, 6:15 Uhr

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