Verleihung Sterne des Sports 2020 (Quelle:dpa/Kay Nietfeld)
dpa
Video: rbb24 | 21.01.2019 | Birgit Hofmann | Bild: dpa

Pfeffersport - Pankower Inklusionsverein gewinnt Stern des Sports in Gold

Die deutschen Breitensportvereine haben am Brandenburger Tor die ganz große Bühne bekommen. Von Bundeskanzlerin Angela Merkel wurden sie für ihr soziales Engagement ausgezeichnet. Ein Verein aus Pankow stand am Ende ganz oben.

Erst ertönte eine Fanfare, dann verkündete Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) den Sieger. Was folgte, war grenzenloser Jubel. Der Pankower Verein Pfeffersport ist am Dienstag mit dem Großen Stern des Sports in Gold für sein soziales Engagement ausgezeichnet.

Pfeffersport hatte sich in den vergangenen Monaten zuerst auf lokaler Ebene durchgesetzt, dann auf Landesebene und sich somit für das Bundesfinale qualifiziert. Am Brandenburger Tor wurden die Pankower mit ihrer "Mission Inklusion" nun auch zur Nummer eins Deutschlands ernannt. Zusätzlich zur Ehrung kommt ein Preisgeld von 10.000 Euro. "Es ist ganz einfach großartig", sagte Pfeffersport-Geschäftsführer Jörg Zwirn.  

Pfeffersport e.V. ist Berlins größter Kinder- und Inklusionsverein

Seit 2004 prämiert der Deutsche Olympische Sportbund mit den Volksbanken und Raiffeisenbanken jedes Jahr besondere Projekte des Breitensports.

Mit der "Mission Inklusion" hat sich Pfeffersport zum Ziel gesetzt, die gesamte Palette der Berliner Vielfalt in seine Sportgruppen zu integrieren: Mädchen und Frauen, Menschen mit Zuwanderungsgeschichte (auch Geflüchtete), Menschen mit Behinderungen, Menschen aus der Queer-Community und aus sozial benachteiligten Milieus sowie Senioren. Dafür hat der Verein eigene Inklusionsberater. Aufgabe ist es auch, behinderte Vereinsmitglieder zu Trainern auszubilden.

Pfeffersport ist mit seinen mehr als 4.600 Mitgliedern der größte Kinder- und Inklusionsverein
Berlins.

Sendung: rbbUM6, 21.01.2020, 18 Uhr

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Mit Nutzung der Kommentarfunktion stimmen Sie unserer Netiquette sowie unserer Datenschutzerklärung (Link am Ende der Seite) zu. Die Redaktion behält sich vor, einzelne Kommentare nicht zu veröffentlichen.

1 Kommentar

  1. 1.

    Moin, als ich den Beitrag gesehen habe mit Frau Merkels unqualifizierten und verhassten Worten, dass Kinder mit Behinderung oder Schüler mit schlechteren Leistungen aus den Sportvereinen geschmissen wurden, .... da ist mir die Hutschnur geplatzt. Im Nachbarort hatten wir eine Blindenschule und wow, die hatten u.a. eine Schachmannschaft und auch bei uns in der Mannschaft spielte ein Schüler aus dieser Schule mit. Und so gibt es viele Beispiele aus der für Frau Merkel verhassten DDR. Klar, da wo Sportleistungszentren waren ging es natürlich um Leistung im Sport. Wenn das auf längere Zeit nicht funktionierte, dann hat man sich getrennt, ist aber heute in der BRD nicht anders. Für den Breitensport galt das aber nicht, weder für Schüler/Kinder noch Erwachsenen, da konnte man sich in Betriebs- oder Schulsportmannschaften austoben. Ach ja, Herzlichen Glückwunsch an die Gewinner.

Das könnte Sie auch interessieren