Sieger-Duo bei der Bahnrad-WM: Roger Kluge und Theo Reinhardt aus Berlin. / Piotr Nowak/PAP/dpa
Bild: Piotr Nowak/PAP/dpa

26. Februar bis 1. März im Velodrom - Deutschland mit sechs Weltmeistern bei Bahnrad-WM in Berlin

Mit sechs aktuellen oder ehemaligen Weltmeistern startet die deutsche Bahnrad-Mannschaft in die Heim-WM in Berlin. Die größten Erfolgschancen werden bei den Titelkämpfen vom 26. Februar bis 1. März im Velodrom zwei Lokalmatadoren eingeräumt, die als amtierende Champions in die Wettkämpfe gehen: Das Berliner Duo Roger Kluge und Theo Reinhardt hatte bereits 2018 und 2019 den WM-Titel im Madison gewonnen.

BDR mit seiner besten Mannschaft

Überhaupt werden die Zuschauer alles sehen, was im deutschen Bahnrad-Sport Rang und Namen hat. Der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) kann mit seiner besten Mannschaft antreten. Insgesamt nominierte er 28 Athleten in den vorläufigen WM-Kader.

Im Sprint-Bereich stehen die früheren WM-Champions Maximilian Levy aus Cottbus und Stefan Bötticher im Mittelpunkt. "Die WM vor Olympia ist immer die schwerste, die zu gewinnen ist", sagte Bötticher am Montag. Der Chemnitzer hatte 2013 den WM-Titel im Sprint und im Teamsprint gewonnen, ehe er nach einer langwierigen Muskelverletzung fast zwei Jahre pausieren musste.

Umbruch bei den Sprinterinnen

Bei den Sprinterinnen befindet sich der BDR im Umbruch. Nachdem die bei einem Trainingssturz im Jahre 2018 querschnittsgelähmte Olympiasiegerin Kristina Vogel und ihre langjährige Partnerin Miriam Welte nicht mehr zur Verfügung stehen, ruhen nun die Hoffnungen auf der Cottbuserin Emma Hinze, Lea Sophie Friedrich und Pauline Grabosch, die 2018 den WM-Titel mit Vogel und Welte im Teamsprint gewonnen hatte.

Vogel traut dem Trio einiges zu. "Sie können Medaillenkandidaten werden, vielleicht auch bei Olympia", sagte die Erfurterin, die dabei gerne helfen will - und bei der WM als Edel-Fan und Botschafterin dabei ist. "Wenn ich gebraucht werde, bin ich da." Im Ausdauerbereich hofft der deutsche Frauen-Vierer mit Ex-Straßen-Weltmeisterin Lisa Brennauer auf eine Medaille.

Geisel: Bahnrad-WM "ein gutes Geschäft"

Aus organisatorischer Sicht ist die WM für die Stadt aus Sicht des Senats "ein gutes Geschäft". Das betonte Andreas Geisel (SPD). "Wir haben die WM mit circa zwei Millionen Euro gefördert. Wenn man aber sieht, was die WM volkswirtschaftlich für Berlin bringt, muss man sagen: Es hat sich gelohnt", sagte der Innensenator und kündigte die Bewerbung um weitere Großereignisse an. Insbesondere die Finals mit zahlreichen deutschen Meisterschaften sollen nach der Premiere 2019 im kommenden Jahr nach Berlin zurückkehren.

Für die fünftägige Bahnrad-WM erwarten die Veranstalter ein gut gefülltes Velodrom. Der Ticketverkauf sei im Rahmen des Sechstagerennens extrem angestiegen. So rechnet Rudolf Scharping als BDR-Präsident mit einem "rappelvollen Velodrom" an den beiden Schlusstagen.

Sendung: Inforadio, 03.02.2020, 15:15 Uhr

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Mit Nutzung der Kommentarfunktion stimmen Sie unserer Netiquette sowie unserer Datenschutzerklärung (Link am Ende der Seite) zu. Die Redaktion behält sich vor, einzelne Kommentare nicht zu veröffentlichen.

Das könnte Sie auch interessieren

Peter Pekarik jubelt (Quelle: imago images/Nordphoto)
imago images/Nordphoto

Saisonstart von Hertha BSC - Mehr als drei Punkte

Am Samstag gewann Hertha BSC zum ersten Mal seit 2006 in Bremen. Warum der Sieg auch statistisch mehr als verdient war und welche Lehren sich für die kommenden Wochen ziehen lassen, erörtert Ilja Behnisch