Florian Hübner im Zweikampf gegen Frankfurts Gonçalo Paciência. (Quelle: imago images/Matthias Koch)
Audio: Inforadio | 24.02.20 | 23:15 Uhr | Philipp Hofmeister | Bild: imago images/Matthias Koch

Mit 2:1 auf Platz 10 - Union holt Auswärtssieg gegen Eintracht Frankfurt

Union Berlin hat bei Eintracht Frankfurt einen engen Auswärtssieg gefeiert. Die Eisernen setzten sich am Montagabend bei den Hessen knapp durch und ziehen in der Tabelle so an Frankfurt vorbei auf Platz 10.

Union Berlin hat im Montagsspiel der Fußball-Bundesliga einen Auswährtssieg gefeiert. Die Mannschaft von Urs Fischer setzte sich mit 2:1 (0:0) bei Eintracht Frankfurt durch. Nach einer größtenteils ereignislosen ersten Halbzeit kamen die Köpenicker durch Treffer von Sebastian Andersson (49.) und einem Eigentor von Evan Ndicka (67.) zum am Ende verdienten 2:1-Sieg. Durch den Erfolg gegen das Team von Adi Hütter zieht Union in der Tabelle an Frankfurt vorbei und steht nun auf dem zehnten Platz.

Schwache erste Halbzeit

Trainer Urs Fischer musste im Gastspiel in der Mainmetropole auf seinen Kapitän Christopher Trimmel verzichten. Für den gelbgesperrten Österreicher rückte Julian Ryerson auf die rechte Abwehrseite. Außerdem ersetzte Innenverteidiger Florian Hübner den angeschlagenen Keven Schlotterbeck.

Im Frankfurter Waldstadion, in dem auf den Tribünen wegen des Boykotts der Frankfurter Fans gegen Montagsspiele große Lücken klafften, hatte der Gastgeber zunächst mehr Ballbesitz. Viel Tempo entwickelte die Partie in den ersten Minuten allerdings nicht. Beide Mannschaften spielten abwartend und spekulierten eher auf Fehler des Gegners als selbst die Initiative zu ergreifen.

Den ersten gut gespielten Angriff der Eisernen über die rechte Seite brachte Yunus Malli zu ungefährlich auf das Tor von Kevin Trapp (22. Minute). Der Frankfurter Schlussmann hatte keine Probleme den Abschluss aus knapp zehn Metern zu vereiteln. Seinen Vorderleuten fiel nur wenig ein, sodass Union keine Schwierigkeiten hatte, den Gegner vom Gehäuse von Rafal Gikiewicz fernzuhalten. Offensiv wurde die Mannschaft von Urs Fischer nach einer halben Stunde besser und kam dem Frankfurter Strafraum näher. Zwingende Chancen blieben aber bis zur Halbzeit aus. Insgesamt sahen die Zuschauer in den ersten 45 Minuten ein schwaches Fußballspiel.

Mehr Tempo in Durchgang zwei

Nach dem Seitenwechsel wurde das Publikum dann aber aufgeweckt. Union kam - ermöglicht durch einen Frankfurter Fehler - zum 1:0. Christopher Lenz nutzte nur vier Minuten nach Wiederanpfiff die fehlende Abstimmung in der Eintracht-Defensive links im Strafraum aus, passte in die Mitte, wo Sebastian Andersson nur noch einschieben musste. Es war der erste Treffer des Schweden seit Anfang Dezember. Auch Frankfurt wurde im Anschluss zielstrebiger, kam nach einer Ecke in der 62. Minute durch Goncalo Paciencia zu ersten Tormöglichkeit.

    

Wirklich Fahrt nahm das Spiel der Eintracht aber weiterhin nicht auf. Und das nutzten die Köpenicker aus: Der eingewechselte Marcus Ingvartsen nutzte die Räume auf der rechten Frankfurter Abwehseite gut aus, brachte den Ball hart in die Mitte, wo ihn Evan Ndicka mit einem Eigentor (67.) über die Linie spitzelte. Im Gegenzug hatte Paciencia, in Szene gesetzt von Andre Silva, die Chance zum Anschlusstreffer. Der Stürmer verpasste das 1:2 freistehend vor Gikiewicz aber knapp. Wenige Minuten später war es dann erneut ein Eigentor, dass wiederum Frankfurt zurück ins Spiel brachte. Nach einer Flanke schaffte es Union nicht, den Ball aus der Gefahrenzone zu klären. Nach einigen Frankfurter Schussversuchen gelangte der Ball schließlich vom Fuß von Florian Hübner (79.) zum 1:2 ins Tor.

Zwar mussten alle Union-Fans in der Schlussphase nochmal zittern, Frankfurt stemmte sich mit aller Kraft gegen die Niederlage, die Hütter-Elf kam aber trotz vieler Möglichkeiten nicht mehr zum Ausgleich. Gerade Gikiwicz behielt in der Schlussphase die Nerven und sicherte seiner Mannschaft den wichtigen Auswärtssieg.

Sendung: rbb24, 24.02.20, 21:45 Uhr

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44 Kommentare

  1. 43.

    Warum sind Sie so extrem verbittert?
    Es geht doch nur um Fußball, und der soll Freude bringen.

  2. 42.

    Zitat: " Ein gewonnenes Spiel (durch unberechtigten Elfmeter), macht noch keinen Stadtmeister."

    Wie oft soll man denn noch Nachhilfe in Regelkunde geben, Andreas?! Boyata hat Gentner, als ballführenden Spieler, im Strafraum mit offener Sohle attackiert und zu Fall gebracht. Dass der Ball in diesem Moment schon "weg" war, spielt keine Rolle; entscheidend war die Attacke im Strafraum, die folgerichtig einen Strafstoß nach sich zog.

  3. 41.

    Hätte Preetz nach dem Aufstieg den Mund nicht so voll genommen und von 6 sicheren Punkten gesprochen, dann würde niemand über #1 oder so sprechen.

    Im Übrigen spielt Union bereits länger als die Tante in der Hauptstadt.

  4. 40.

    Neutral? Ah ja... Der Hass ist auf beiden Seiten. Neutralität sollten Sie mal üben. Egal, wer anfängt, zu einem Streit gehören mindestens zwei. Union hat grad einen Lauf, Hertha floppt. Das ist im Sport nunmal so. Man kann sich für die einen freuen und Kritik an den anderen üben. Aber das geht sachlich. Nun ja, wie es beliebt. Zeigt jedenfalls, wie Menschen selbst im Sport radikalisiert sind.

  5. 39.

    Als neutraler Beobachter fällt mir auf, dass es einigen Anhängern von Hertha BSC schwerfällt sich für erfolgreichen Fußball ihrer Stadt zu freuen solange es nicht Hertha ist. Die Gehässigkeit in deren Kommentaren ist erschreckend. Sind hoffentlich nicht alle Hertha-Fans so.

  6. 38.

    Ja, daß sieht wohl für den neutralen Beobachter tatsächlich so aus.
    Wir sollten aber nicht vergessen, daß es ursprünglich um das Spiel Frankfurt gg. Union geht.
    Alles andere hat hier eigentlich nichts zu suchen!

  7. 36.

    Nein, beidseitig. Ich finde das echt erschreckend als Neutraler. Dieser Hass ist wohl nur zu bemerken, wenn man weder für Union noch für Hertha ist.

  8. 35.

    Wir verstehen, dass dieses Thema polarisiert. Konstruktive Diskussionen darüber sind gut und wichtig. Bitte achten Sie aber auf Ihren Ton und unsere Netiquette. Wir wollen hier keine Beschimpfungen und Beleidigungen!
    Freundliche Grüße,
    Ihr rbb|24-Team

  9. 34.

    Lieber Gernreisender.....
    Ich versteh die Welt nicht mehr. Woche für Woche macht ihre alte Dame die ganze Stadt lächerlich.
    Hoffe sie haben auch die Leistung ihrer Millionentruppe gg. Köln kommentiert, statt hier wieder gg. Union zu Hetzen. Leute wie sie sind wohl mit ein Grund, warum da scheinbar keinermehr hin will.
    Kümmert euch doch einfach mal um eure zahlreichen Baustellen und träumt weiter davon ein Bic City Club zu sein. Wir brauchen das nicht, es sei euch gegönnt.

  10. 33.

    Bitte streichen Sie den Begriff "Verein" im Zusammenhang mit HBSC.
    Wie man seine Identität und Mitbestimmung für 49.9% veräußern kann wird mir immer ein Rätsel bleiben.
    Sollte das Konstrukt BSC Windhorst mal wieder erfolgreich sein, so war zumindest der Preis dafür hoch, sehr hoch.

  11. 31.

    ihr Gequatsche bleibt unsympathischer Blödsinn!

    Fakten sind:
    Die momentane Nummer 1 ist, wer vor dem anderen in der Tabelle steht und das ist seit 14 Spieltagen Union vor Hertha!
    Dauerhaft ist die Nummer 1 wer vor dem anderen in der Abschlusstabelle stand und diesen Vergleich gibt es noch nicht, wird aber auch auf Union hinauslaufen.

    Hertha soll größer und bekannter sein?

    In Restdeutschland ist Union viel belieber, als Hertha.

    Faktencheck:

    Mitglieder Hertha 37.000 (stagniert)
    Mitglieder Union 35.100 (Union hat die 37.000 locker am Saisonende überholt, da kommen jeden Tag weiterhin 30 neue Anträge).

    Das einzige wo Hertha noch größer ist, sind die Zuschauerzahlen (sollte aber außer Frage stehen, dass Union die im Oly auch hätte) und eben bei den Einnahmen, aber auch da ist es so sicher wie das Amen in der Kirche, dass Union mit jedem Klassenerhalt aufholen wird.

    Dein Starverein hat diese Saison 5x so viel Geld wie Union...schon peinlich was ihr dafür abliefert..

  12. 29.

    Diese Geradlinigkeit gestern spiegelt die komplette Saison wider, egal ob in der Vereinsführung, Mannschaft oder Anhang.

    Es ist heutzutage nicht selbstverständlich in der Gesellschaft Fehler zu akzeptieren und zu tolerieren.
    Genau diese Akzeptanz wird bei Union gelebt und wird durch die oben genannte Geradlinigkeit und Selbstbewusstsein belohnt, auf allen Ebenen.

    Ich bin mir sicher, dass sich so manch Mitbewerber um den Klassenerhalt solch Tugenden wünscht.

    Wir werden ewig leben!

  13. 28.

    Wieso Ironie? Wieso Zweckoptimismus? Nur weil Union jetzt aufgestiegen ist, in der Tabelle gerade mal vor Hertha steht und mal ein Spiel gegen uns gewonnen hat, sind sie gleich die Nummer 1 in dieser Stadt? Ich glaube nicht... Sehen sie sich die letzten Jahre an, wo beide Vereine waren, und wo sie gespielt haben. Vielen Dank.

  14. 27.

    Liebe Unioner und Neu-Berliner, die auf den Union- und Anti-Hertha-Zug springen. Genießt diesen Moment des Erfolges. Es sei euch gegönnt. Union möge sich in den nächsten Jahren erstmal in der Bundesliga etablieren, dann kann man von ablösen, Stadtmeister usw. reden. Ein gewonnenes Spiel (durch unberechtigten Elfmeter), macht noch keinen Stadtmeister.

  15. 26.

    Lieber Gernreisender, reise mal weiter !!!!
    Besser ist es -
    und Glückwunsch Union, geht doch, viel Power am Wochenende zu Hause, schön dranbleiben

  16. 25.

    Wieso Überheblichkeit? Ich habe nur Tatsachen formuliert.
    Und ja, es fällt mir schwer sich für Berlin zu freuen, weil einer der beiden Klubs, der Größere und Bekanntere, gerade nicht sehr erfolgreich spielt und handelt.

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