Matheus Cunha im Spiel gegen den 1. FC Köln. Quelle: imago images/Jan Huebner
Audio: Inforadio | 22.02.2020 | Jakob Rüger | Bild: imago images/Jan Huebner

0:5-Niederlage - Hertha erlebt Debakel gegen den 1. FC Köln

Beim Heimspiel-Debüt von Alexander Nouri als Cheftrainer musste Hertha BSC eine deutliche Niederlage hinnehmen. Gegen den 1. FC Köln kassierten die Blau-Weißen fünf Gegentore und zeigten dabei gerade im ersten Durchgang eine schlechte Leistung.

Die Heimschwäche von Hertha BSC hält an, und wie: Gegen den 1. FC Köln gab es am Samstagnachmittag eine deutliche 0:5-Niederlage. Bereits seit fünf Spielen ist Hertha im Olympiastadion damit ohne Sieg. Gerade in der ersten Halbzeit zeigte die Mannschaft von Alexander Nouri einen schwachen Auftritt, zur Pause stand es bereits 3:0 für die Rheinländer, die durch den Sieg in der Tabelle an Hertha vorbeiziehen.

Hertha in Durchgang eins unterirdisch

In seinem zweiten Spiel als Hertha-Cheftrainer brachte Alexander Nouri im Vergleich zum 2:1-Sieg in Paderborn Marius Wolf für den kurzfristig verletzten Peter Pekarik und Marko Grujic für Per Skjelbred in der Startelf. Grujic war es dann, der mit einem Fehlpass für die erste Kontermöglichkeit der Gäste sorgte, die Köln zum frühen 1:0 nutzte. Die Mannschaft von Markus Gisdol spielte den ersten Angriff der Partie gut und ging nach nur vier Minuten durch Jhon Cordoba in Führung. Ein Traumstart für die Rheinländer und ein bitterer Auftakt für die Hertha.

Köln blieb auch im Anschluss das bessere Team und kam immer wieder gefährlich vor das Tor von Rune Jarstein. Der Schlussmann spielte in der Anfangsphase sicher und parierte einige Male gut. In der 22. Minute musste der Norweger allerdings erneut hinter sich greifen. Wieder verlor Hertha den Ball im Mittelfeld, stand im Anschluss in der Abwehr zu offen und Cordoba sorgte mit seinem zweiten Treffer für das 2:0. Köln nutzte die Fehler der Blau-Weißen effektiv aus und verdiente sich so die Führung.

Und es kam noch vor der Halbzeit schlimmer für alle Hertha-Fans. Wieder spielte Köln einen Angriff schnell und zielstrebig und nutzte die Räume in Herthas Hintermannschaft aus. Cordoba behauptete den Ball im Strafraum, Florian Kainz brachte den Ball auf das Gehäuse, wo ihn Jarstein ins Tor lenkte. Hertha ging ohne eigenen Torschuss und von lauten Pfiffen der Fans begleitet in die Halbzeit.

Ein kurzes Aufbäumen reicht nicht

Alexander Nouri reagierte auf den blutleeren Auftritt und brachte Dodi Lukebakio für den blassen Matheus Cunha im Angriff und Vladimir Darida für Arne Maier im Mittelfeld. Tatsächlich wurde Hertha nach dem Wiederanpfiff besser, kam durch zwei Abschlüsse von Grujic in nur kurzer Zeit zu zwei guten Möglichkeiten. Auch Neuzugang Krzysztof Piatek hatte unmittelbar nach der Pause die Möglichkeit zum 1:3, scheiterte aber an Timo Horn im Kölner Tor. Hertha trat deutlich aktiver auf und erarbeitete sich nach dem Seitenwechsel Torchancen. Zählbares sprang dabei allerdings nicht heraus.

    

Köln machte es auf der anderen Seite besser. Die Gisdol-Elf konterte auch im zweiten Durchgang weiter gut und nutzte die eigenen Chancen eindrucksvoll. Kainz verwertete den ersten Kölner Torschuss im zweiten Durchgang und erhöhte auf 4:0 (62.). Der Österreicher stoppte die Druckphase der Hertha nach Wiederanpfiff, der nach dem erneuten Nackenschlag nur noch wenig gelang. Und weil beim 1. FC Köln am Samstagnachmittag hingegen so ziemlich alles funktionierte, segelte auch ein Freistoß von Mark Uth aus knapp 22 Metern in der 70. Minute unhaltbar für Jarstein zum 5:0 ins Tor. Zwar zeigte sich Hertha nach der Halbzeit insgesamt verbessert, trotzdem war der Kölner Sieg aufgrund der bestechenden Effektivität auch in der Höhe verdient.

Auf Hertha BSC warten in den kommenden Wochen in den Spielen bei Fortuna Düsseldorf (28.02. 20:30 Uhr) und gegen Werder Bremen (07.03. 15:30 Uhr) zwei Gegner, die in der Tabelle hinter den Blau-Weißen stehen. Die Mannschaft von Alexander Nouri sollte dann unbedingt punkten, um nicht doch nochmal in den Abstiegskampf zu rutschen.

Sendung: rbb UM6, 22.02.20, 18:00 Uhr

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29 Kommentare

  1. 29.

    Nach welchen Gesichtspunkten wurden
    die letzten Spieler Einkäufe getätigt. Hat
    das auch Herr P. zu verantworten? Gebt
    ihm endlich den Laufpass. Die Spieler
    haben sich nicht selbst eingekauft
    Man muss sich darauf achten, dass die
    Typen zusammen passen.

  2. 28.

    Windhorst wird hoffentlich schnell merken, dass Hertha mit Preetz niemals nach oben kommt. Der Typ ist sowas von "bottom - not top"

  3. 27.

    Die Spieler sind verunsichert? Glaube ich eher nicht! Wenn die Spieler immer wieder auf Ihren Gehaltszettel schauen fragen sie sich auch nicht, daß eigentlich mit dieser Leistung Ihr Gehalt viel zu hoch ist! Das wird gerne eingestrichen, egal was für eine Leistung sie Woche zu Woche abliefern! Und diese Leistung ist grottenschlecht! Das ist noch höflich ausgesprochen!

  4. 26.

    Ich finde auch, die Herthaner können froh sein, im traditionsreichen Olympiastadion spielen zu "dürfen". Was pussten sich die Herren Funktionäre da auf und stellen Forderungen nach grösserem Stadion für mehr Zuschauer? Wie peinlich. Ich würde den Ball mal ganz flach halten und die Energie in gutes Training investieren. Kein Wunder, dass die Unionfans sich nur noch lustig machen, kann ich als "Wessi" sehr gut verstehen.

  5. 25.

    Unterirdisch ist fast noch diplomatisch ausgedrückt, was die weiß-blauen Millionäre da auf dem Rasen zusammen gewurschtel haben. Vor Publikum, was sich den teuren Eintritt vom Mund absparen muß.
    Eine Schande. Hinterher bekommt man auch noch vom Interimstrainer und seinen Spielern vorgestanzte Sätze, die alles und nichts aussagen ins Mikro geblasen... Wie kann man sich das erklären?
    Sind es die medialen Höheflüge eines verurteilten Millionärs namens Lars Windhorst, die Unruhe herein bringen. Oder die Selbstzufriedenheit von kickenden Mlionären, die sich mehr für das Bankkonto als für Ihren Beruf interessieren oder vielleicht die Unfähigkeit des Managements mal auf den Tisch zu hauen... Uli Hoeneß bei Hertha, was wäre da wohl nach solchen Spielen passiert? Ich mag es mir gar nicht ausmalen...

  6. 24.

    Gute Besserung an Rafael Czichos.

  7. 23.

    BIG CITY CLUB die Lachnummer der Fußballnation...der Stadt sowieso!

    Die schaffen auch noch abzusteigen, trotz 5 x soviel Geld diese Saison, wie es Union überhaupt hat!

  8. 22.

    Hertha, hört auf zu träumen! So macht man sich immer zur Lachnummer im deutschen Fußball!

  9. 21.

    Hertha sollte eventuell erneut Spieler einkaufen. ;)

  10. 20.

    Vllt. hilft es der Mannschaft von Hertha BSC, sich den einen oder anderen taktischen Schritt von Union Berlin anzuschauen.

  11. 19.

    last doch wieder Ibisevic und Kalou spielen die bekommen das hin !

  12. 18.

    Hätte jood jemaat ihr Jecken. Ab uffn rosenmondachszoch. Alaaf für de FC.
    LOS DAT KÖLSCH FLESSE.

  13. 17.

    Eine so derartige Klatsch gegen einen Abstiegskandidaten lässt böses erahnen, Hertha sollte sich zu allerst mal um die Tugenden wie Kampf und Aggressivität sowie Zusammenhalt konzentrieren statt sich mit Mega Stadion Neubauten zu beschäftigen, in der 2. Liga braucht man all das nicht, wie will man oben mitspielen, wenn man immer gegen den Abstieg spielt, Hochmut kommt vor den Fall.

  14. 16.

    Hertha BSC hat durch Herrn Windhorst
    und dessen verständlichen Wunsch nach
    Kapital Verzinsung hohen Erwartungsdruck. Die Spieler sind total
    Verunsichert. Das heilt Geld auch nicht.
    Viel Zeit bleibt nicht zum Verändern.
    Zahlt Klinsmann eigentlich Schadenersatz
    an Hertha?

  15. 15.

    Hauptsache, der beste Verteidiger und der kämpferischste Mittelfeldspieler sitzen auf der Bank. Und was Herr Stark sich nach Abpfiff vor dem Mikro geleistet hat, war noch unterirdischer als auf dem Platz.

  16. 14.

    Das war ein Offenbarungseid und nüchtern nicht zu ertragen. Es wird Zeit, dass Pal Dardai wieder zurück geholt wird.

  17. 13.

    Also nach dem 4:0 in Köln ist das quasi der Ausgleich. Da ich beide Vereine mag ist das so okay für mich, Köln braucht ja auch die Punkte. Drücke beiden Teams die Daumen im Anstiegskampf.

  18. 12.

    Die Hertha braucht wohl wirklich ein neues Stadion. Das altehrwürdige Olympiastadion ist zu schade für solche Bolzplatzauftritte.

  19. 11.

    Ich finde ja die brauchen unbedingt ein neues Stadion. Am besten komplett aus Steuergeld finanziert.

  20. 10.

    Es sind doch bestimmt noch ein paar Millionen übrig um ein paar Spieler zu kaufen und den naechsten Trainer zum verbraten, da Herr P. ja nicht Schuld ist

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