Marko Grujic, Santiago Ascacibar und Arne Maier (v.r.n.l.) im Duell gegen Mainz 05. Quelle: imago images/Jan Huebner
Audio: Inforadio | 08.02.2020 | Christian Riedel | Bild: imago images/Jan Huebner

1:3 gegen Mainz - Hertha kassiert schmerzhafte Niederlage im Abstiegskampf

Nur vier Tage nach dem bitteren Pokal-Aus musste Hertha BSC den nächsten Rückschlag hinnehmen. Die Berliner unterlagen zu Hause gegen Mainz mit 1:3 und verpassten es, sich vom einem direkten Konkurrenten im Abstiegskampf abzusetzen.

Hertha BSC hat im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga eine schmerzhafte Niederlage hinnehmen müssen. Gegen den direkten Konkurrenten Mainz 05 verlor die Mannschaft von Jürgen Klinsmann mit 1:3 (0:1). Viele Fans verließen bereits vor dem Abpfiff das Stadion. Die Anhänger, die bis zum Schlusspfiff blieben, quittierten die Leistung der Blau-Weißen mit lautstarken Pfiffen.

Hertha-Fans stellen sich mit einer Aktion hinter Jordan Torunarigha (Quelle: imago images/Newspix)
Hertha-Fans halten die Rückennummer 25 hoch und stellen sich damit hinter Jordan Torunarigha. | Bild: imago images/Newspix

Unterstützung für Torunarigha vor dem Anpfiff

Das Spiel gegen den Abstiegskonkurrenten aus Mainz stand unter besonderen Vorzeichen. Schließlich war es der erste Auftritt der Herthaner nach den rassistischen Vorkommnissen gegen Hertha-Profi Torunarigha beim Pokalspiel auf Schalke am Dienstag. Schon vor dem Anpfiff setzten Fans und Mannschaft daher ein Zeichen der Solidarität. Auf Initiative einiger Fangruppierungen wurden Ausdrucke von Torunarighas Rückennummer hochgehalten. Die Hertha-Spieler hatten sich ihrerseits einen schwarzen Strich auf die Wangen gemalt, Torunarigha selbst trug einen Weißen.

Im Vergleich zum Pokalaus auf Schalke veränderte das Trainerteam die Mannschaft auf zwei Positionen. Maximilian Mittelstädt rückte für Marvin Plattenhardt ins Team, der zuletzt formschwache Marko Grujic ersetzte Per Skjelbred. Die Gäste aus Mainz wollten nach drei Niederlagen zu Rückrundenbeginn die ersten Punkte im neuen Jahr einstreichen.  

Mainzer Führungstreffer bringt Hertha aus dem Tritt

Auch wenn die klaren Chancen in der Anfangsphase auf beiden Seiten fehlten, stimmte der durchaus engagierte Auftritt der Heimelf die Fans im Olympiastadion zumindest optimistisch. Der Weg nach vorne wurde aktiv gesucht. Genau in diese Phase fiel dann allerdings die Führung der Mainzer. Nach 17 Minuten war es Robin Quaison, der nach Vorlage von Levin Öztunali den Ball in die rechte Torecke schob. Eine kalte Dusche für die Hausherren, denen im Anschluss die spielerischen Ideen fehlten. Die nächste richtige Torchance folgte in der 30. Minute, als Arne Maier mit einem Aufsetzer Keeper Zentner testete. In der Folge spielte Hertha wieder bemühter, schaffte es bis zur Halbzeit aber nicht, auszugleichen.

Bereits zur Pause ertönten Pfiffe im weiten Rund des Olympiastadions, das am Samstag mit 35.049 Zuschauern eine Saison-Minuskulisse erlebte. Zufrieden waren bis hierhin lediglich die mitgereisten Gästefans.

         

Nur kurz Hoffnung für Hertha

Nach der Pause reagierte Klinsmann, brachte Dodi Lukebakio und Javairo Dilrosun für Kapitän Niklas Stark und den unauffälligen Grujic. Tatsächlich wurde Hertha durch die Einwechslungen der beiden Offensivspieler aktiver, die letzte Durchschlagskraft fehlte der Mannschaft aber weiterhin. Daran änderte auch die Hereinnahme von Routinier Vedad Ibisevic in der 72. Minute nichts. Stattdessen musste der Bosnier mitansehen, wie Quaison (82.) mit seinem zweiten Treffer auf 2:0 erhöhte.

Zwar kam Hertha nach einem Eigentor von Jeffrey Bruma zunächst noch zum Anschluss (85.), in der Nachspielzeit (90+4) sorgte Quaison mit seinem dritten Treffer dann aber für die entgültige Entscheidung. Zuvor hatte Marius Wolf nach einem Foulspiel noch die gelb-rote Karte gesehen (89.).

Für Hertha folgt nach dem verlorenen Spiel gegen Mainz nächste Woche ein weiteres Kellerduell. Am kommenden Samstag (15:30 Uhr) muss das Team zum Tabellenletzten SC Paderborn.  

Sendung: rbbUM6, 08.02.20, 18:00 Uhr

Fußball Bundesliga

  • Freitag, 21.Februar, 20.30 Uhr
    Bayern München - SC Paderborn-:-(-:-)
    Samstag, 22.Februar, 15.30 Uhr
    Borussia Mönchengladbach - 1899 Hoffenheim-:-(-:-)
    Werder Bremen - Borussia Dortmund-:-(-:-)
    Hertha BSC - 1.FC Köln-:-(-:-)
    SC Freiburg - Fortuna Düsseldorf-:-(-:-)
    Samstag, 22.Februar, 18.30 Uhr
    FC Schalke 04 - RB Leipzig-:-(-:-)
    Sonntag, 23.Februar, 15.30 Uhr
    Bayer Leverkusen - FC Augsburg-:-(-:-)
    Sonntag, 23.Februar, 18.00 Uhr
    VfL Wolfsburg - FSV Mainz 05-:-(-:-)
    Montag, 24.Februar, 20.30 Uhr
    Eintracht Frankfurt - Union Berlin-:-(-:-)
    PlVereinSpguvToreDiffPkt
    1.Bayern München22144462:24+3846
    2.RB Leipzig22136356:25+3145
    3.Borussia Dortmund22126463:32+3142
    4.Borussia Mönchengladbach21133542:24+1842
    5.Bayer Leverkusen22124638:29+940
    6.FC Schalke 042299432:27+536
    7.SC Freiburg2296731:31033
    8.1899 Hoffenheim22103933:35-233
    9.VfL Wolfsburg2287728:28031
    10.Eintracht Frankfurt22841037:35+228
    11.FC Augsburg2276934:45-1127
    12.Union Berlin22821227:35-826
    13.Hertha BSC22751027:38-1126
    14.1.FC Köln21721228:42-1423
    15.FSV Mainz 0522711431:48-1722
    16.Fortuna Düsseldorf22451321:46-2517
    17.Werder Bremen22451325:51-2617
    18.SC Paderborn22441427:47-2016
    PL
    Platz
    SP
    Spiele
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    gewonnen
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    unentschieden
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13 Kommentare

  1. 13.

    Hallo Alfred. Du bist wohl überall dabei. Hab gerade gesehen beim Tempolimit hast du auch was zu sagen. Aber Hertha ist immer noch nicht aus Charlottenburg.

  2. 12.

    Hallo Alfred. Du bist wohl überall dabei. Hab gerade gesehen beim Tempolimit hast du auch was zu sagen. Aber Hertha ist immer noch nicht aus Charlottenburg.

  3. 11.

    Es war so ein grottenschlechtes Spiel !!! Da zahlt man ne Menge Geld und bekommt ne Arbeitsverweigerung vom Feinsten hingelegt ! Herr Klinsmann sollte sich mal in die Zuschauerränge bewegen und von dort aus seine " Spieler " beobachten, was da für ein Murx gespielt wurde !

  4. 10.

    Ach herrlich, unser GIGA-CLUB aus Großberlin.

  5. 9.

    Europa wir kommen! Mal im Ernst! Wann wird endlich die Notbremse gezogen?
    Nur mit einem lächelnden Klinsi kann man bestimmt nicht die Liga retten! Nur teure Spieler holen, reicht nicht Herr Klinsmann! Wäre besser, wenn Hertha einen neuen Trainer holt! Meine Befürchtung ist wahr geworden, mit Klinsmann wird das nicht! Da fehlt einfach viel, wenn man ein guter Trainer sein will!

  6. 8.

    Klinsmann raus!
    Der hat noch nirgends was bewegt und ist überall grandios gescheitert. Warum sollte das bei Herha besser sein...Boahhhh, waren die schlecht!!!!

  7. 7.

    Wäre es überhaupt möglich Herrn Klinsmann bei weiterhin erfolgloser Arbeit zu entlassen?

  8. 6.

    Das Spiel muss anulliert und wiederholt werden, die Mannschaft steht immer noch unter Schock wegen der Vorfälle in Gelsenkirchen.

  9. 5.

    Abwarten, natürlich wird Geld noch Tore schießen! Die 72 Millionen hätte die Leute im Osten gern gehabt, aber da investieren die schlauen Unternehmen nicht.

  10. 4.

    Eine deutliche Heimniederlage gegen einen direkten Abstiegskonkurrenten. Es läuft beim Verein aus Charlottenburg alles Richtung Champions League...
    Wenigstens gab es noch den Ehrentreffer für Hertha Windhorst BSC, wenngleich durch ein Eigentor des Gegners.
    Vielleicht ein paar weitere Milliönchen investieren damit es beim Tabellenletzten nächste Woche besser läuft?
    Auf die „Fans“ die 10 Minuten früher gehen nur weil die eigene Mannschaft hinten liegt sollte man jedenfalls nicht setzen.

  11. 3.

    Mensch Hertha, Ihr macht keinen Spaß in dieser Form. Glaub, den Rest der Saison spare ich mir und schau am Ende nach, wo Hertha steht. Bin ja kein Fan, aber aus Lokalpatriotismus interessiert mich Hertha schon. Nur so ist es keine Freude mehr. Haltet gefälligst die Klasse

  12. 2.

    Hertha steckt schon seit Monaten im Abstiegskampf. Mit Geld gewinnt man keine Spiele, sondern mit Kampf und Leidenschaft.

  13. 1.

    Herr Klinsmann ist dabei Hertha endgültig zu ruinieren. Die Windhorst Millionen kann man nur einmal ausgeben. Viel Geld ausgegeben und der Klassenerhalt ist weiterhin in größter Gefahr. Ein 0:2 auf Schalke verspielt. Jordan auf Schalke nicht ausgewechselt obwohl er darum gebeten hat. Alles zahlt auf das Negativkonto von Herrn Klinsmann ein. Hertha ist gut beraten, wenn keine Klinsmann Transfers mehr getätigt werden.

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