Marius Bülter jubelt gegen Werder Bremen. Quelle: imago images/Nordphoto
Audio: Inforadio | 08.02.20 | 18:15 Uhr | Jakob Rüger | Bild: imago images/Nordphoto

Bülter trifft bei 2:0-Sieg doppelt - Union Berlin setzt sich in der Tabelle von Bremen ab

Union Berlin hat im Abstiegskampf einen wichtigen Sieg gefeiert. Durch einen 2:0-Erfolg beim direkten Konkurrenten Werder Bremen verschafft sich die Fischer-Elf eine Woche nach der deutlichen Niederlage in Dortmund Luft in der Tabelle.

Dank einer klaren Leistungssteigerung im zweiten Durchgang hat Union Berlin einen 2:0-Sieg beim abstiegsgefährdeten SV Werder Bremen gefeiert. Nachdem die Fischer-Elf in der ersten Halbzeit kaum zu Torchancen kam, war es Marius Bülter, der seiner Mannschaft durch einen Doppelpack in den zweiten 45 Minuten zum Sieg verhalf. In der Tabelle setzen sich die Köpenicker so von Bremen ab und befreien sich vorerst im Abstiegskampf.

Bremen in der ersten Halbzeit besser

Union-Trainer Urs Fischer setzte mit Sebastian Andersson, der am Freitag seinen Vertrag bei den Eisernen verlängert hatte, anders als noch im Pokalspiel beim SV Verl auf nur einen Stürmer. In der Verteidigung begannen Neven Subotic und Florian Hübner für Michael Parensen und den gelbgesperrten Marvin Friedrich.

Die Zuschauer im Bremer Weserstadion sahen eine ausgeglichene Anfangsphase beider Mannschaften. Sowohl die Hausherren als auch der 1. FC Union spielten durchaus zielstrebig nach vorne, wirkliche Torchancen erarbeiteten sich aber beide Mannschaften zunächst nicht. Erst nach 27. Minuten kam Maximilian Eggestein aus kurzer Entfernung zum Abschluss, verfehlte die Führung für Werder aber knapp. Insgesamt wurde Bremen nach einer halben Stunde besser und setzte sich mehr und mehr in der Hälfte der Gäste fest. Zählbares sprang für die Elf von Florian Kohfeldt bis zur Halbzeit aber ebenfalls nicht heraus, sodass es mit dem 0:0-Unentschieden in die Kabinen ging.

Bülter befreit Union im Abstiegskampf

Nach dem Seitenwechsel hatte Union die erste und bis dahin beste Möglichkeit der Partie. Sebastian Andersson kam fünf Minuten nach Wiederanpfiff freistehend im Strafraum zum Kopfball, Bremens Schlussmann Jiri Pavlenka parierte den Ball allerdings stark. Wenig später konnte der 27-Jährige die Führung für die Köpenicker dann nicht mehr verhindern. Marius Bülter veredelte einen schnell und gut gespielten Konter der Fischer-Elf nach 52. Minuten zum 1:0. Bremen ließ sich von dem Treffer der Gäste allerdings nicht beeindrucken und spielte jetzt ebenfalls entschlossener nach vorne. Nach einer knappen Stunde musste Rafal Gikiewicz erst gegen Davie Selke und dann gegen Leonardo Bittencourt eingreifen. Beide Abschlüsse entschärfte der Union-Keeper aber sicher.

    

Doch auch seine Vorderleute blieben in der Offensive durch Konter weiter gefährlich. Insbesondere Linksverteidiger Lenz zeigte im zweiten Durchgang eine gute Leistung, immer wieder sorgte der 25-Jährige über seine Seite für Gefahr. Zudem nutzten die Köpenicker ihre Chancen weiter effektiv. In der 72. Minute fand Andersson erneut in Pavlenka seinen Meister, der Tormann konnte den Ball aber nur abprallen lassen und wieder war es Bülter, der aus spitzem Winkel auf 2:0 erhöhte.

Zwar versuchte Werder in der verbliebenden Zeit nochmal zurück ins Spiel zu kommen, die Köpenicker Hintermannschaft schaffte es aber, die Partie zu Null über die Zeit zu bringen. Durch den Sieg befreit sich der 1. FC Union weiter aus dem Tabellenkeller und hat nun neun Punkte Vorsprung auf Werder Bremen, die sich jetzt auf einem direkten Abstiegsplatz befinden.

Sendung: rbbUM6, 08.02.20, 18:00 Uhr

Fußball Bundesliga

  • Freitag, 28.Februar, 20.30 Uhr
    Fortuna Düsseldorf - Hertha BSC-:-(-:-)
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    Borussia Dortmund - SC Freiburg-:-(-:-)
    1899 Hoffenheim - Bayern München-:-(-:-)
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    FC Augsburg - Borussia Mönchengladbach-:-(-:-)
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    Union Berlin - VfL Wolfsburg-:-(-:-)
    Sonntag, 01.März, 15.30 Uhr
    RB Leipzig - Bayer Leverkusen-:-(-:-)
    Sonntag, 01.März, 18.00 Uhr
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    PlVereinSpguvToreDiffPkt
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13 Kommentare

  1. 11.

    Was für ein Pamphlet, KE. Das ständige Wiederholen, dass Union nur ein Stadtteilverein ist, der sich bewusst vom Rest Berlins abgrenzt, von einigen Hertha Fans, macht dieses Blödsinn nicht wahrer. Union ist genau wie Hertha ein gesamtberliner Verein, hat aber eben im Osten mehr Fans als im Westen Berlins - bei Hertha ist es umgekehrt.

    Und was den Fall Torunarigha betrifft: Wie kommen Sie darauf, dass Teile der Union Anhängerschaft ihm Lügen unterstellen? Bitte unterlassen Sie solche Beschuldigungen, KE!

  2. 10.

    Ohje, da sitzt ja bei jemandem der Stachel wohl sehr tief, weil der in Köpenick verwurzelte Underdogverein dem "Hauptstadtklub" und zukünftigem BCC den Rang abzulaufen droht.
    Jetzt zu den Vorwürfen: Mainz hat sich direkt solidarisiert, weil der FSV Gegner der Hertha im Olympiastadion war, Wir waren erfolgreich an der Weser unterwegs!
    Der Klassenkampfbegriff war eher ironisch gemeint, trifft aber seit den Wintertransfers finanziell noch stärker zu, wo Hertha - dank der Millionen eines Investors - den doppelten Wert des gesamten Unionkaders in neue Spieler transferiert hat!
    Als Augenzeuge des Derbys ADAF habe ich fast 20 direkte Raketenabschüsse aus dem Hertha - Block auf den Platz und in die dichtbesetzten Heimränge miterleben müssen. Worin bestand denn die Solidarität der Herthaverantwortlichen?
    Keiner ging Richtung Auswärtsblock, um die Chaoten zu beruhigen, im Aktuellen Sportstudio besaß Herr Preetz noch die Frechheit, die versuchten Körperverletzungen aus dem Herthablock zu relativieren, indem er verbal Union gleiche Verfehlungen unterstellte. Der "Kurzbesuch" einiger Unionultras auf dem Platz nach dem Spiel ist zu verurteilen, hat aber seine Ursache in den auch nach dem Anpfiff erfolgten Raketenabschüssen.
    Die rassistischen Ausfälle aus dem Schalkeblock sind energisch zu verurteilen!! Der/die Täter sind leider noch nicht ermittelt, leider haben scheinbar ( fast ) alle anderen Spieler und Verantwortlichen nichts dergleichen gehört, was die Aufklärung erschweren wird. Hoffentlich bringt die Auswertung der Mikrophonaufnahmen Konkreteres!
    Vor nicht längerer Zeit gab es Rassismus-vorwürfe von Hertha-Nachwuchsspieler gegen Spieler des VfB Auerbach. Diese widerum unterstellten, von den Herthanern unflätig beschimpft worden zu sein. Ein anwesender Linken - Lokalpolitiker hatte keine rassistischen Beschimpfungen feststellen können. Ich gebe das einfach mal so wieder - wirklich ohne Unterstellung!!
    Vielleicht sollte sich die Hertha endlich mal entscheiden, wofür sie als Verein eigentlich steht: mit dem BCC-Konzept vergrault man eher die traditionellen Herthanern und zieht nichtmal die Fussballeventies an. Bei schönem Wetter waren gestern 35.000 Zuschauer im Oly, blamabel für den selbsterklärten Hauptstadtklub!
    Und mit peinlichen medienheischenden Aktionen, wie dem Abknien gegen Rassismus (Vorbild US-Football-Liga) und der "Mauerfall" - Inszenierung auf dem Rasen am 9.11.2019 erntet man wohl eher Kopfschütteln, als Sympathie!!

    Also den Ball mal schön flachhalten!! ;-)

  3. 9.

    Schade, dass immer diese Spalter der Nation Karte gezogen wird. Ich denke alle sind gleich. Klar gehört es nicht dahin. Wen juckt es wenn ich als Gast auf der Tribüne mit: „setz Dich hin Du Affe“ angesprochen werde?
    Polizisten werden jeden Spieltag als Schweine bezeichnet!
    Mal ganz abgesehen von den Millionen Menschen die als Nazis in Deutschland bezeichnet werden. Oder wieviel Wähler hat nochmal die Partei.
    Hier geht es um Sport! Politik raus!
    Keine Macht den Nazis!

  4. 8.

    Hallo rbb,
    was soll denn andauernt Euer Gelaber von Unions Abstiegskampf?
    Wir halten uns solide auf dem 11. Platz !!!
    U.N.V.E.U.

  5. 7.

    Meinen Sie den Verein, dem die Stadt vollkommen egal ist? Der sich nur auf seinen Bezirk konzentriert? Der auf Klassenkampf macht? Der es nicht nötig hatte, sich mit dem Hertha-Spieler Torunarigha zu solidarisieren, wie unendlich viele andere Vereine? Wo Teile seiner Anhänger dem Herthaspieler Lügen vorwerfen? Toller angeblicher Hauptstadtverein. Union Berlin hätte heute mal einen Blick auf den Gegner der Hertha, die Mainzer werfen sollen. Vorbildlich, wie sich die Gäste-Fans positioniert haben. Pfui, Union dagegen.

  6. 6.

    Das läuft Junx... weiter so!!!

  7. 5.

    Die Eisernen haben auch den besseren Trainer, der bestimmt das vielfache weniger verdient als der immer lächelnde Trainer Klinsmann! Die Herthaner sollten schleunigst den Trainer wechseln, sonst geht es tatsächlich in die 2. Liga!

  8. 3.

    Danke für die Berichterstattung rbb! Aber ist die Tabelle auch nach dem Motto, bloß nicht langweilen? In jedem extrem unübersichtlich!

  9. 2.

    Eine wirklich starke Leistung der gesamten Mannschaft. In der zweiten Halbzeit gaben dann die stärkeren spielerischen Qualitäten den Ausschlag. Ein verdienter Sieg der Lust auf die nächsten Spiele macht!

  10. 1.

    Der wahre Hauptstadtverein kommt aus Köpenick und heißt Union Berlin.
    Hertha BSC runter in die 2. Liga und sich dann bitte Tipps von unserem Erstligisten holen, wie man aufsteigt und die Klasse hält.

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