Cheftrainer Sebastian Abt von Energie Cottbus (imago images/Steffen Beyer)
Bild: imago images/Steffen Beyer

Cottbus empfängt Rathenow - Sieg oder Krise

Drei Spiele, zwei Punkte: Cottbus-Trainer Sebastian Abt hat sich einen besseren Einstand gewünscht. Jetzt aber steht seine Mannschaft vor dem Heimspiel gegen Optik Rathenow unter Druck. Und dann fällt auch noch ein Leistungsträger aus. Von Andreas Friebel 

Der Zeitpunkt ist höchst ärgerlich. Ausgerechnet vor dem Heimspiel gegen Optik Rathenow fällt mit Robert Müller der Cottbuser Abwehrchef aus - Grund sind Oberschenkelprobleme. "Wir müssen ihn jetzt rausnehmen, um nichts Schlimmeres zu provozieren", sagte Trainer Sebastian Abt am Donnerstag nach dem Mannschaftstraining. Geschätzte Ausfalldauer: mindestens zwei Wochen. Müller hatte wegen einer anderen Verletzung schon Teile der Vorbereitung verpasst. Die drei Pflichtspiele im neuen Jahr hatte der Routinier aber absolviert.

In diesen drei Partien kassierte Energie ungewöhnlich viele Gegentore. Insgesamt sieben Mal musste Torwart Toni Stahl den Ball aus dem Tor holen. "Wir bekommen als Spitzenmannschaft zu viele Gegentore. Wir müssen in Zukunft noch mehr als Mannschaft gegen den Ball arbeiten und die einfachen Fehler abstellen", beschreibt Sebastian Abt die aktuelle Situation.

Kopf hin, Kopf her

Mit zwei Punkten aus drei Spielen ist auch der neue Energie-Coach nicht zufrieden. Erste Kritik an ihm kann er nachvollziehen, sagt aber auch: "Wir können jetzt nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern müssen gut weiterarbeiten. Wir müssen weiter positiv denken, denn es war ja nicht alles schlecht in den letzten drei Spielen."

In der Tat lag Cottbus im Topspiel gegen Lok Leipzig schon 0:2 zurück und schaffte noch den späten Ausgleich. Auch gegen Viktoria Berlin holten die Lausitzer nach einem Rückstand noch einen Punkt. Doch das 2:3 in Auerbach in der vergangenen Woche schmerzt noch immer sehr. Das gibt auch Niclas Erlbeck zu: "Das hat dann auch ein wenig mit dem Kopf zu tun. Dann strotzt man vielleicht auch nicht so vor Selbstbewusstsein, wie noch im vergangenen Dezember, als wir in einem richtigen Flow waren und einige Dinge auch mal ganz von allein gingen." 

Kompliment für den kommenden Gegner

Möglicherweise haben die Cottbuser den letzten Gegner aber auch ein bisschen unterschätzt. Nach dem 2:1 in der zweiten Hälfte wähnten sich manche Spieler offenbar schon als Sieger. "Ich habe grundsätzlich Vertrauen in meine Mannschaft. Das zeigt sie jeden Tag im Training. Nur haben wir das bislang nicht über 90 Minuten auf das Feld bekommen. Und darum geht es. Wir müssen 90 Minuten aktiv und aufmerksam sein", so Abt.

Drei Punkte hat sein Team aktuell Rückstand auf Spitzenreiter Altglienicke und Lok Leipzig auf Platz zwei. Das ist alles noch überschaubar. Aber am Samstag muss die Mannschaft gegen Rathenow unbedingt gewinnen - sonst wird es ungemütlich. Nicht nur beim Blick auf die Tabelle.

"Rathenow macht aus seinen Möglichkeiten Jahr für Jahr das Maximum. Das liegt auch viel an Trainer Ingo Kahlisch, der sehr erfahren ist. Wir müssen versuchen, uns viele Torchancen zu erarbeiten und diese auch zu nutzen."

Sendung: rbb UM6, 28.02.2020, 18 Uhr

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1 Kommentar

  1. 1.

    Krise olé.
    Aber zum Klassenerhalt wird es reichen ;)

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