Martin Zimer jubelt auf dem Boden sitzend. (Quelle: imago images/Joachim Sielski)
Bild: imago images/Joachim Sielski

25:23-Sieg gegen Pays d'Aix UC - Füchse Berlin starten erfolgreich in EHF-Cup-Gruppenphase

Das erste Spiel der Gruppenphase des EHF-Cups war ein hartes Stück Arbeit für die Füchse Berlin. Gegen giftige Franzosen entwickelte sich vor allem in der ersten Hälfte eine enge und hart umkämpfte Partie, die letztlich von Füchse-Keeper Martin Ziemer entschieden wurde.

Der Auftakt ist geglückt: Die Füchse Berlin haben im ersten Spiel der Gruppenphase des EHF-Cups kühlen Kopf bewahrt und gegen Pays d'Aix UC aus Frankreich mit 25:23 (11:10) gewonnen. In fremder Halle mussten die Berliner gegen einen sehr körperlich spielenden Gegner hier und da ordentlich für den Sieg einstecken. Matchwinner war letztendlich Keeper Martin Ziemer, der die Gäste mit seinen Paraden im Spiel hielt. Bester Werfer bei den Berlinern war Stipe Mandalinic mit sechs Treffern. Das Final-Four-Turnier findet im Mai in Berlin statt.

Lindberg mit Schmerzen, die Partie auf Augenhöhe

Die Partie begann mit einem echten Schockmoment für das Team von Velimir Petkovic. Noch keine Minute war gespielt, da krümmte sich Hans Lindberg mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Hallenboden. Der so wichtige Rechtsaußen, der gefährlichste Torschütze der Berliner, hatte in einem ruppig geführten Zweikampf einen Schlag auf den Solarplexus bekommen und japste nun nach Luft. Es sollte ein erster Vorbote auf das gewesein sein, was die Füchse in der Provence an diesem Abend erwarten würde.

Hans Lindberg konnte zur Erleichterung aller weitermachen, doch die Franzosen -  mit dem eher niedlich klingenden Vereinsnamen - hatten von Beginn an keinerlei Interesse an einem schnellen Handballspiel. Der Tabellensechste der französischen Liga spielte giftig und stellte die Gäste durchaus vor Probleme. So entwickelte sich im ersten Durchgang eine Partie auf Augenhöhe, in der sich keines der beiden Teams entscheidend absetzen konnte. Ein handballerischer Leckerbissen wurde es zu keinem Zeitpunkt, doch die Füchse nahmen die Gegebenheiten an und gingen mit einer knappen Führung in die Pause (10:11).

Ziemer wächst über sich hinaus

Zu Beginn der zweiten Hälfte gab es dann zwei Hauptingredienzen für die Leistungssteigerung der Berliner: Die eine war Torhüter Martin Ziemer. Der 36-Jährige bewahrte seine Mannschaft teils spektakulär vor Gegentoren. Ein sehr anschauliches Beispiel dafür lieferte der Keeper beim Stand von 18:14 für die Berliner, als er einen scharf geworfenen Siebenmeter zwischen Oberschenkel und Unterarm einklemmte und festhielt.  

Die andere ist quasi zweigeteilt: Während die Füchse vor dem gegnerischen Kasten langsam ihre Treffsicherheit wiederfanden, scheiterten die Gastgeber wie erwähnt an Martin Ziemer, aber eben auch an sich selbst. Zu schludrig gingen sie mit ihren Gelegenheiten um. Aber das Schöne an dieser rasanten Sportart - und in diesem Fall das Unschöne für die Füchse - bleiben die ständigen und unerwartbaren Richtungswechsel, die ein Spiel einschlagen kann. So kamen die Gastgeber nochmal kurz vor Schluss bis auf ein Tor heran und schnupperten sogar am Ausgleich. Doch letztendlich brachten die Füchse die Führung mit Glück und Geschick über die Zeit.

Sendung: rbb24, 09.02.2019, 21:45 Uhr  

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