Malaika Mihambo bejubelt ihren Satz über 7,07 Meter beim ISTAF Indoor. / imago images/Andreas Gora
imago images/Andreas Gora
Audio: rbb24 | 14.02.2020 | Max Zobel | Bild: imago images/Andreas Gora

7,07 Meter beim Istaf-Indoor - Weitspringerin Mihambo knackt den Meeting-Rekord

Lange kommt Malaika Mihambo nicht so richtig in Schwung - und liefert dann doch noch einen Wahnsinns-Satz ab: Mit 7,07 Metern fliegt die Weitspringerin beim Istaf-Indoor in Berlin unter die Besten der Hallen-Historie. Und auch sonst gibt es viel Spektakel.

Es ist ein Moment des großen Glücks. Malaika Mihambo reckt die Arme in die Höhe, strahlt und knuddelt das Maskottchen. Im Hintergrund sprühen die Funken des Feuerwerks. Im letzten von sechs Versuchen ist der Weitsprung-Weltmeisterin beim Iistaf-Indoor wenige Sekunden zuvor das gelungen, was zuvor nur zwei deutsche Frauen in der Leichtathletik-Geschichte geschafft haben: Sie hat die Sieben-Meter-Marke geknackt. Die Arena am Ostbahnhof - mit 12.500 Zuschauern ausverkauft - steht und jubelt. Es sind wahre Begeisterungsstürme.

Mihambos Dank ans Publikum

Es folgt dann sogleich auch der Dank der 26-Jährigen - an die, die sie zwei Stunden lang immer weiter gepusht haben. "Das war nur möglich durch meinen Trainer und das tolle Publikum", sagt Mihambo nach dem weiten Triumph-Satz in den Berliner Sand. "Ich wusste, dass ich sieben Meter springen kann und bin froh, dass es geklappt hat."

Sie zählt nun zu insgesamt 18 Athletinnen, die bei Indoor-Events die Sieben-Meter-Marke gepackt haben. Historisch. Mit exakt 7,07 Metern. Beim Istaf-Indoor ist das zudem Meeting-Rekord für die Frau, die vor rund vier Monaten in Doha im Freien mit 7,30 Metern zum WM-Titel segelte. Unter den bisherigen Durchfliegerinnen der Schallmauer waren die beiden Deutschen Heike Drechsler (7,37 Meter/1988) und Helga Radtke (7,09 Meter/1985).

Lokalmatadorin Kwayie jubelt ebenfalls

Dabei scheint es eigentlich lange Zeit gar nicht der Wettkampf der Athletin von der LG Kurpfalz zu sein. Sie will und will - mit großen Erwartungen gestartet - nicht so richtig in den Flow kommen. Am Ende macht dieses harte Ringen den Erfolg nur umso schöner. Die Athletin von der LG Kurpfalz liegt 28 Zentimeter vor der zweitplatzierten Nigerianerin Ese Brume (6,79). Platz drei sicherte sich die Weißrussin Nastassja Mirontschik-Iwanowa (6,75 Meter).

Mit der Zeit habe ich nicht gerechnet. Aber das zeigt, dass ich auf einem guten Weg bin.

Lisa Marie Kwayie

Und sie ist nicht die einzige, die einen ganz besonderen Abend erlebt. Auch eine Lokalmatadorin trumpft auf. Über die 60-Meter-Sprintdistanz gewinnt Lisa Marie Kwayie von den Sportfreunden Neukölln. Sie schafft mit 7,25 Sekunden eine neue Saisonbestleistung - und ist selbst ein wenig überrascht: "Mit der Zeit habe ich nicht gerechnet. Aber das zeigt, dass ich auf einem guten Weg bin." Es gibt einen großen Selbstbewusstseinsschub gleich zum Start ins Olympia-Jahr.

Männer siegen im Geschlechter-Duell

Als es spät am Abend wird - der Wettkampf hat sich verzögert - steht dann ein letztes Highlight an: das Geschlechter-Duell. Ausgetragen mit dem Diskus. Im Teamduell setzt sich das Männer-Quartett um den Berliner Olympiasieger Christoph Harting knapp gegen die Frauen durch - es ist die Revanche für die Vorjahres-Niederlage. Für den größten Paukenschlag sorgt dennoch eine Frau: Shanice Craft wirft mit 64,03 Metern einen inoffiziellen Hallen-Weltrekord.

Sendung: rbb24, 14.02.2020, 21:45 Uhr

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Mit Nutzung der Kommentarfunktion stimmen Sie unserer Netiquette sowie unserer Datenschutzerklärung (Link am Ende der Seite) zu. Die Redaktion behält sich vor, einzelne Kommentare nicht zu veröffentlichen.

Das könnte Sie auch interessieren