Dirk Kunert
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Regionalliga Nordost | 21. Spieltag - "Wir haben eine wirklich schlechte Hinrunde gespielt"

Dirk Kunert steht mit dem ambitionierten Berliner AK derzeit nur auf dem 10. Platz. Wie sein Team wieder in die Spur finden soll und wo an diesem Wochenende das Spitzenspiel steigt: unsere Regionalliga-Vorschau fürs Wochenende.

Berliner AK (10.) - SV Lichtenberg 47 (8.)

Das lief besser als erwartet: Nach der Winterpause hat der Berliner AK (10.) um Trainer Dirk Kunert mit dem 5:1-Auswärtssieg bei Germania Halberstadt (16.) ein Ausrufezeichen gesetzt."Ich bin sehr zufrieden, dass wir so gut gestartet sind", sagte der gebürtige Berliner rbb|24. 

Am Wochenende wartet mit Aufsteiger SV Lichtenberg 07 ein Verein, der ähnlich wie der BAK auf das obere Tabellendrittel schielt. Die Mannschaft von Uwe Lehmann sollte eigentlich am vergangenen Wochenende gegen den ZFC Meuselwitz in das neue Regionalliga-Jahr starten. Das Heimstadion der Berliner war auf Grund der Witterungsbedingungen allerdings nicht bespielbar.

Drei Fragen: Dirk Kunert, Trainer BAK

  • Start in die Rückrunde

  • Der kommende Gegner

  • Saisonziel

Wacker Nordhausen (12.) - Union Fürstenwalde (6.)

"Ich hoffe, dass wir die richtigen Schlüsse aus der Winter-Vorbereitung ziehen und wir einen Plan parat haben", sagte Fürstenwaldes Trainer Matthias Mauksch in der letzten Woche vor dem Spiel gegen den BFC Dynamo. Nach dem 3:0-Heimerfolg zeigte sich: Ja, die Mannschaft hatte einen Plan, der sehr gut aufging. Gian Luca Schulz ballerte die Brandenburger alleine mit drei Treffern auf die Siegerstraße, die Fürstenwalder Abwehr blieb ohne Gegentor.

Mit Wacker Nordhausen trifft Union auf einen sportlich als auch finanziell angeschlagenen Klub. Vergangenen Herbst mussten die Thüringer Insolvenz beantragen - das Saisonziel des Trainer-Duos um Tino Berbig und Matthias Peßolat ist der Klassenerhalt.

Optik Rathenow (15.) - Hertha BSC ll (4.)

Drei Spiele - drei Niederlagen: die zweite Garde von Hertha BSC will endlich die aktuelle Negativ-Serie beenden. Mit 50 geschossenen Toren hat die Elf von "Zecke" Neuendorf sogar die zweitbeste Offensivreihe der Liga (nach Tabellenführer Altglienicke, 52). Auch am Freitag wollen die Hertha-Bubis es wieder krachen lassen.

Die Gastgeber aus Rathenow sind also vorgewarnt und werden wie so oft in dieser Saison körperlich spielen und ordentlich zulangen. Im Laufe der Saison hat die Mannschaft von Ingo Kahlisch schon 47 gelbe Karten kassiert.

Energie Cottbus (2.) - Lok Leipzig (3.)

Es ist das Spitzenspiel des Spieltages: am Samstag empfangen die Lausitzer im Stadion der Freundschaft den direkten Konkurrenten aus Leipzig. Mehr als 7.500 Karten wurden schon verkauft. Momentan trennt die beiden Teams nur ein Punkt - das Team vom neuen Cottbuser Trainer Sebastian Abt hat allerdings eine Partie weniger absolviert.

Genauso wie die Gastgeber plant der Traditionsverein aus Sachsen um Trainer und Sportdirektor Wolfgang Wolf den Aufstieg in die Dritte Liga.

BFC Dynamo (5.) - Germania Halberstadt (16.)

Aua, das tat weh. 0:3 ging der BFC Dynamo am vergangenen Wochenende in Fürstenwalde unter. Unions Gian Luca Schulz zerlegte die Berliner ganz allein mit seinem Dreierpack. Für den Berliner Cheftrainer Christian Benbennek trug der vom Dauerregen aufgeweichte Platz zwar eine Mitschuld, nach dem Spiel räumte der 47-Jährige aber ein, dass der Gegner in allen Belangen überlegen war.

Gegen die angeschlagenen Gäste aus Halberstadt, die vier ihrer letzten fünf Spiele verloren haben, sollte der erste Sieg des Jahres aber möglich sein.

ZFC Meuselwitz (11.) - VSG Altglienicke (1.)

52 Tore in 20 Spielen: dank ihrer Knipser Christian Skoda, Tygay Uzan und Benjamin Förster sind die Berliner mit Cottbus und Leipzig die heißesten Aufstiegskandidaten der Liga. Die VSG zeichnet sich neben ihrer Offensivkraft aber auch mit ihren anderen ausgewogenen Mannschaftsteilen im Mittelfeld und in der Abwehr aus. Aber: Auf fremden Plätzen gab es in acht Spielen schon drei Niederlagen. Am Samstag trifft das Team um das Trainer-Duo Karsten Heine und Torsten Mattuschka auf solide Meuselwitzer, die 24 Zähler auf dem Konto haben.

Viktoria Berlin (7.) - SV Babelsberg 03 (17.)

Einige Babelsberger Fans dürften bei der Meldung über die Verpflichtung von Daniel Frahn leicht irritiert gewesen sein: Der neue Stürmer des linksorientierten Vereins soll rechten Kräften in Chemnitz so nahe gestanden haben, dass sein Ex-Club keine andere Möglichkeiten gesehen habe, außer dem 32-Jährigen zu kündigen. Wie passt diese Verpflichtung zusammen? Diese Frage will Frahn am nächsten Donnerstag in einer Gesprächsrunde höchst persönlich beantworten. Sportlich gesehen ging es unter dem neuen Trainer Predrag Uzelac zuletzt bergauf: Am letzten Spieltag gelang gegen Chemie Leipzig (1:0) endlich der Befreiungsschlag. Mit Viktoria Berlin, die mit einem Unentschieden gegen Lok Leipzig in das neue Jahr gestartet sind, wartet an diesem Wochenende allerdings ein anderes Kaliber auf die Babelsbeger.

Sendung: rbb UM6, 08.02.2020, 18:00 Uhr

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