Alba-Spieler Henrik Rödl bejubelt den Gewinn des Korac-Cups (Quelle: imago images/Oliver Behrendt)
Bild: imago images/Oliver Behrendt

Interview | Henrik Rödl zu 25 Jahre Korac Cup - "Letztendlich hat die große Alba-Geschichte da angefangen"

Am 15. März 1995 gelang Alba historisches: Als erster deutscher Basketball-Klub gewannen die Berliner mit dem Korac Cup einen internationalen Titel. 25 Jahre später spricht Henrik Rödl über die besondere Bedeutung dieses Erfolgs und den Anteil von Svetislav Pesic.

rbb|24: Herr Rödl, Albas Gewinn des Korac Cup ist inzwischen 25 Jahre her. Was hat dieser Titel damals für den deutschen Basketball bedeutet?

Henrik Rödl: Das war der erste ganz große europäische Erfolg einer Vereinsmannschaft, ich glaube sogar deutschlandweit eine ganz besondere Sache. In Berlin war es gefühlt der Ausgangspunkt für das, was jetzt in Berlin der Basketball bedeutet.

Alba hat damals den Heimvorteil aufgegeben, um das Spiel nicht in der Sömmeringhalle, sondern in der Deutschlandhalle auszutragen. Innerhalb von drei Tagen waren die 10.000 Tickets ausverkauft. Gab es da gar keine Überlegung? Hat man gesagt: Wegen des größeren Publikumszuspruchs macht man das so?

Ich glaube, für die Spieler hat sich diese Frage gar nicht gestellt damals. Das wurde entschieden. Uns war klar, dass wir dann da spielen, da wurde gar nicht groß darüber nachgedacht. Ich war schon überrascht, wie voll es war und wie schnell es voll war. Die Stimmung war enorm und es war auf jeden Fall auch ein riesen Heimvorteil.

Ist das in der Liste der Erfolge, die Sie persönlich gesammelt haben, etwas, was immer einen großen Platz im Herzen hat?

Ja, auf jeden Fall. Es war ein ganz, ganz besonderer Abend. Ich glaube, die ganze Saison war speziell, auch der Weg dorthin. Auch wie die Fans darauf reagiert haben mit so vielen verschiedenen Sachen, mit dem Public Viewing, was ja auch ganz neu wurde. Letztendlich hat die große Alba-Geschichte da angefangen.

Wenn man so einen gemeinsamen Erfolg erringt, macht das auch etwas im Bezug auf das Verhältnis, was man mit den Jungs hat, mit denen man damals zusammengespielt hat? Gibt es noch Kontakt oder eine Feier zum 25-jährigen Jubiläum?

Also die Feier gibt es nicht, aber natürlich feiert man sich und die erfolgreiche Zeit, die man miteinander gehabt hat, wenn man sich sieht. Das sieht man ja auch immer. Wenn Svetislav Pesic irgendwo in der Nähe ist, wollen auch alle Spieler da sein, um ihm Tribut zu zollen für das, was er für uns gemacht hat.

Welche Rolle hat vor allem Svetislav Pesic dabei gespielt?

Er ist letztlich der Ausgangspunkt und Dreh- und Angelpunkt von allem. Als er nach Berlin gekommen ist, die Mannschaft zusammengestellt hat, auch die Atmosphäre hierhergebracht hat, die Art des Trainings, wie man gearbeitet hat, auch wie wenig Angst man dann hatte, in Europa gut zu spielen - das kam ja alles von ihm. Deswegen gilt ihm natürlich auch der Respekt der Spieler und des Umfelds.

Vielen Dank für das Gespräch!

Das Interview führte Andreas Witte, rbb Sport. Es handelt sich um eine gekürzte und redigierte Version.

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