Ingo Schiller und Lars Windhorst (imago images/Matthias Koch)
Bild: imago images/Matthias Koch

Fußballclub Hertha BSC - Mindereinnahmen im zweistelligen Millionenbereich

Fußball-Bundesligist Hertha BSC rechnet wegen der Coronavirus-Pandemie in diesem Jahr mit einem Einnahmeverlust in zweistelliger Millionenhöhe. Wie Finanz-Geschäftsführer Ingo Schiller vor der virtuellen Mitgliederversammlung der Berliner mitteilte, belaufen sich alleine die Einbußen wegen der vier Geisterspiele der Restsaison im Olympiastadion auf drei Millionen Euro.

Eine vorsichtige Kalkulation enthalte auch die noch nicht terminierten Heimspiele der kommenden Spielzeit ohne Zuschauer und rechnetdaher mit Mindereinnahmen von ungefähr sieben Millionen Euro.

Der Gewinn ist dahin

Wirtschaftlich sind die Berliner insgesamt dennoch deutlich besser aufgestellt als in der Vergangenheit - gerade durch die Zahlungen von Investor Lars Windhorst. Über seine Beteiligungsgesellschaft Tennor hatte dieser 2019 für 224 Millionen Euro insgesamt 49,9 Prozent an der Hertha BSC GmbH  Co. KGaA erworben.

Laut Schiller lagen die verfügbaren Finanzreserven der Hertha zum Jahresende 2019 bei 109 Millionen Euro, im Vergleich zu 3,2 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Über konkrete Etatzahlen gab Schiller keine Auskunft, ein operativer Gewinn - wie ohne Corona-Krise avisiert - sei allerdings nicht zu erwarten.

Chancen für Hertha

Schiller rechnet in diesem Sommer mit einem praktisch brachliegenden Transfermarkt. Durch ihr Finanzpolster sei die Hertha allerdings dort "auf der Chancenseite unterwegs", meinte Schiller. Beim Personalaufwand kalkuliere man keine Senkungen ein. Der seit April bestehende teilweise Gehaltsverzicht von Profis und Geschäftsleitung laufe trotz der Saison-Fortsetzung noch bis Ende Juni weiter.

Sendung: rbb UM6, 22.05.2020, 18:15 Uhr

6 Kommentare

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  1. 6.

    Zum üben steht mein Auto zur Verfügung. Kein Luxusmodell aber bitte mit extremer Luxuspflege.

  2. 5.

    Aufgrund der Millionen von Lars Windhorst kann Hertha wohl wirklich zu den Gewinnern gehören. Während andere Vereine zur Bedienung ihrer Verbindlichkeiten gute Spieler abgeben müssen kann Hertha da günstig zuschlagen, da sie trotz Corona eine gefüllte Kasse haben.

  3. 4.

    Ich biete mich an, die Luxusschlitten der nun verarmenden Fußballer kostenlos zu waschen. Man muss ja helfen.

  4. 3.

    Mit dem Verzicht war wohl nichts, aber eventuell kann Herta auf dem Spielermarkt nicht so richtig mitpokern.
    Schlimm, sehr schlimm für den Menschenhandel. Immerhin ist ja Vettel zu haben...

  5. 2.

    Oh, wie traurig. Da könnten doch die Spieler nd Funktionäre mal auf ihre üppigen Gehälter verzichten ich glaube nicht, dass die dann gleich zur Tafelberg müssen, wie übrigens tausende armer Menschen in diesem reichen Land.

  6. 1.

    Man könnte ja für den armen Verein eine spenden Aktion organisieren!!! Die armen!!!

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