Vladimir Darida fällt mit einem Außenbandriss bis zum Saisonende aus. Quelle: imago/Revierfoto
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Herthas Darida vor Bundesliga-Wiederbeginn - "Jeder kann seine Mitspieler sehr gut coachen"

Vor dem Wiederbeginn der Bundesliga ist einiges neu bei Hertha BSC. Vor dem Spiel bei der TSG Hoffenheim hat Mittelfeldmann Vladimir Darida in einer Presserunde über den neuen Coach Bruno Labbadia, seine Rolle im Team und Spiele vor Geisterkulisse gesprochen.

Wenn Hertha BSC am Samstagnachmittag (15.30 Uhr) zum Bundesliga-Wiederbeginn in Sinsheim bei der TSG Hoffenheim antritt, muss Vladimir Darida zuschauen. Der Mittefeldmann fehlt gelb-gesperrt. Trotzdem - oder gerade deswegen - sprach der Tscheche im Vorfeld via Skype-Schalte mit Journalisten über das Leben im Quarantäne-Hotel, den neuen Trainer Bruno Labbadia und das Gefühl, im leeren Berliner Olympiastadion zu spielen.

Vladimir Darida über ...

... die Quarantäne-Vorbereitungen auf den Bundesliga-Re-Start:

"Wenn ich das mit dem Trainingslager im Sommer vergleiche, ist schon der Ablauf anders. Wir müssen Abstände von mindestens zwei Metern einhalten und kriegen unser Essen vom Koch. Dann ist die Anreise zum Trainingslager [auf dem Trainingsgelände am Schenckendorffplatz, Anm. d. Red.] ein bisschen anders. Wir fahren mit zwei Bussen. Nach dem Training dürfen wir dann nicht hier duschen, sondern machen das im Hotel."

... das Gefühl vor dem Wiederbeginn:

"Die Situation ist ungewöhnlich, aber für uns ist das eine große Chance, die verbliebenen Spiele gut zu Ende zu spielen. Alle sind mit dem Kopf klar da. Wir wissen, worum es geht."

... die ersten Wochen unter Bruno Labbadia:

"Die letzten Wochen waren sehr intensiv – auf und neben dem Platz. Er hat uns sehr viele Informationen gegeben, uns seine Vorstellungen mitgegeben. Er hat uns gesagt, was er von uns erwartet. Ich denke, das kann gut klappen. Jeder versteht, was der Trainer will. Wir haben schon einiges trainiert und man konnte sehen, wie die Positionen besetzt sein sollen. Ich habe ein gutes Gefühl und ich glaube, die Jungs werden in Hoffenheim punkten."

... das, was unter Labbadia schon gut funktioniert:

"Wir haben unser Freundschaftsspiel, was wir untereinander gespielt haben, analysiert. Und dabei hat man schon gesehen, dass die Abläufe mit dem Ball sehr ordentlich waren. Was sehr gut geklappt hat, war die defensive Einstellung. Und wir haben sehr gut zusammengearbeitet."

... den Unterschied zwischen Labbadia und anderen Trainern in dieser Saison:

"Der Plan war immer da, aber manchmal waren die Dinge nicht so klar wie jetzt. Natürlich, wenn ein neuer Trainer kommt, dann erklärt er seine Vorstellungen. Dann muss jeder genau wissen, was er zu machen hat. Ich denke, bei anderen Trainern wurde alles nicht so genau gesagt. Ich denke, jetzt bei Bruno – der spricht sehr viel mit uns und er erklärt jedem Spieler die Dinge. Jeder Spieler kann zu ihm kommen und ihn fragen. Er kann das einfach sehr gut erklären, so weiß jeder Spieler, was er machen soll."

... seine eigene Rolle unter Labbadia:

"Es war jetzt so, dass wir entweder mit fünf oder mit sechs Mittelfeldspielern gespielt haben. Dabei gab es immer zwei Sechser und einen Achter. Wir schauen, wie es dann auch im Spiel wird. Meine Position war immer auf der acht."

... die Atmosphäre beim Geister-Trainingsspiel im Olympiastadion:

"Als ich ins Stadion gekommen bin, wirkte es ohne Zuschauer nochmal etwas größer als normal. Klar war es ein Unterscheid, aber er war nicht so riesig, dass man sagt, man kann so nicht spielen. Wir haben uns gegenseitig und die taktischen Anweisungen des Trainers gehört. Das kann auch ein Vorteil sein, wenn wir untereinander gut sprechen können. Jeder kann seine Mitspieler sehr gut coachen, das kann uns helfen. Das wird einfacher als mit Zuschauern."

2 Kommentare

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  1. 2.

    Ich auch, hoffe dass unsere beiden Berliner Mannschaften in der ersten Liga bleiben.

  2. 1.

    Ich werde mir die Hertha- und Union-Spiele natürlich ansehen; ohne Zuschauer fehlt aber deutlich was.

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