Der Jahn-Sportpark in Prenzlauer Berg. Quelle: imago images/Schöning
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Berlin - Sportverbände stützen Senatspläne zum Jahn-Sportpark

Insgesamt 16 Berliner Sportverbände, Vereine sowie der Landessportbund (LSB) stützen die Pläne des Berliner Senats, den Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark zur inklusiven
Sportstätte umzubauen. "Wir brauchen eine barrierefreie Sportinfrastruktur, in der Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam Sport treiben", sagte LSB-Präsident Thomas Härtel am Dienstag zum Start einer Online-Petition.

"Ein Inklusions-Sportpark ist ein Leuchtturm mit Strahlkraft für die Sportmetropole Berlin und weit über hinaus", sagte Härtel. Anders als bislang geplant, wird das Bauvorhaben allerdings nicht bis 2024 abgeschlossen werden. Härtel bestätigte am Dienstag, dass sich der Umbau bis mindestens 2025 hinziehen werde.

Sanierung keine Option

In den vergangenen Wochen hatten Politiker aus dem Stadtbezirk und verschiedener Fraktionen auf Sanierung statt Abriss des Jahn-Stadions plädiert. Das würden allerdings gravierende Mängel unter anderem beim Brandschutz, in Sicherheitsfragen und bauliche Voraussetzungen verhindern, hielt die Senatsverwaltung für Inneres und Sport entgegen. Nur ein Neubau würde in Zukunft die Ausrichtung nationaler und internationaler Meisterschaften sichern können. Weder das Tribünengebäude noch die Stadionwälle würden zudem die Mindestanforderungen an Barrierefreiheit erfüllen.

Bis zum Ende des Jahres soll das Stadion noch als Heimspielstätte für die Regionalligisten BFC Dynamo und VSG Altglienicke dienen. Allerdings läuft die Betriebserlaubnis des so genannten Cantian-Stadions Ende Juni aus. Eine Verlängerung der Betriebserlaubnis war bis Dienstag noch nicht bei der Senatsverwaltung für Inneres und Sport eingetroffen.

Sendung: rbbUM6, 23.06.20, 18:00 Uhr

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