Collage: Tobias Ancicka, Fabian Dietz, Parker Tuomie, Lukas Reichel (Quelle: dpa/Lubos Pavlicek/Andreas Gora/Andy Clayton-King/Laegler)
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Trainer Aubin gibt jungen Spielern eine Chance - Die Eisbären setzen auf Talente

Die Eisbären befinden sich nach dem Saisonabbruch längst in der Vorbereitung. Trainer Serge Aubin ist mit seinem Team für die neue Spielzeit sehr zufrieden. Im Kader stehen auch viele Talente, für die die lange Pause zur Chance werden kann. Von Lisa Surkamp

Serge Aubin klingt zufrieden, als er am Donnerstagvormittag am Telefon von der Saisonvorbereitung erzählt. Und das, obwohl im Kopf des Eisbären-Trainers noch einige Fragezeichen herumschwirren dürften. Denn noch ist unklar, ob die neue Saison wie geplant starten kann, nachdem die vergangene noch vor den Playoffs wegen der Corona-Krise abgebrochen wurde.

Vier Talente zurückgeholt

Der Kanadier aber denkt positiv. Und hat ungewöhnlich viel Zeit, die kommende Spielzeit vorzubereiten. "Es gibt mir aber auch Zeit, um zu reflektieren, was wir besser machen können", sagt der 45-Jährige. Aubin denkt da zum Beispiel an das Unterzahlspiel, was ihm zu Saisonbeginn nicht gefallen hat. "Im Powerplay können wir uns definitiv auch noch verbessern", fügt er hinzu.

Und dann gibt es da noch eine Veränderung. "Wir haben ein paar junge Spieler dazu geholt, die in diesem Jahr hoffentlich einen weiteren Schritt ihrer Karriere machen werden." Mit Nachwuchs-Keeper Tobias Ancicka (19) und den Stürmern Haakon Hänelt (17), Nino Kinder (19) und Parker Tuomie (24) haben die Berliner gleich vier vielversprechende Talente verpflichtet - oder besser gesagt zurückgeholt. Denn alle liefen schon im Nachwuchsbereich für die Eisbären auf.

Lange Pause, viele Muskeln

Mit Verteidiger Eric Mik (20) und den Stürmern Sebastian Streu (20), Fabian Dietz (21) sowie den Brüdern Thomas (21) und Lukas Reichel (18) bekamen schon in der letzten Saison einige Talente ihre Chance.

Und den "Young Guns" kommt die lange Vorbereitungszeit durchaus entgegen. "Es ist eine Möglichkeit für die jungen Spieler, noch härter zu arbeiten, an Gewicht zuzulegen und Muskeln aufzubauen", sagt Aubin und berichtet davon, wie hart der Nachwuchs im Kraftraum schuftet. Und das zahlt sich aus. "Lukas Reichel hatte vorher 74 Kilo, jetzt wiegt er fast 81", berichtet der Coach und hofft, dass sich die Kraft auf das Spiel auf dem Eis übertragen lässt.

"Sie könnten mal die Anführer dieses Teams werden."

Der 45-Jährige, selbst dreifacher Vater, schätzt die Arbeit mit dem Nachwuchs sehr. "Sie arbeiten leidenschaftlich und bringen eine neue, spannende Energie mit. Natürlich müssen sie noch viel lernen", so der Kanadier. "Wir wollen, dass sie sich in ihrem eigenen Tempo entwickeln. Als Verteidiger entwickelt man sich vielleicht etwas langsamer weiter als im Sturm. Bei den Torhütern ist es nochmal eine ganz andere Sache." Eines haben aber alle gemeinsam: "Sie könnten mal die Anführer dieses Teams werden."

Aubin erwartet sein Team am 26. Juli zurück

Am 26. Juli erwartet Aubin seine komplette Mannschaft wieder in Berlin zurück. Dann wird sich zeigen, ob die Talente dank der intensiven Arbeit im Sommer noch besser mit den älteren Kollegen mithalten können.

Dass bis dahin noch weitere Spieler zum Kader hinzustoßen, schließt Aubin nicht völlig aus. "Wir sind sehr zufrieden mit unserem Team, aber wir halten immer die Augen offen. Wenn es eine Chance gibt, uns besser zu machen, werden wir sie nutzen", erklärt er. Dazu sollen aber auch die vielen jungen Spieler bei den Eisbären beitragen. "Für uns gibt es keinen Zweifel daran, dass wir den jungen Talenten eine Chance geben wollen. Sie sollen zeigen, was sie können."

Beitrag von Lisa Surkamp

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