Trainer Matthias Rudolph in einem Spiel von Turbine Potsdam. Quelle: imago images/Camera 4
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Video: rbbUM6 | 03.06.2020 | Birgit Hofmann | Bild: imago images/Camera 4

Niederlage gegen SGS Essen - Turbine Potsdam verpasst Einzug ins DFB-Pokal-Halbfinale

Die Fußballerinnen von Turbine Potsdam sind aus dem DFB-Pokal ausgeschieden. Die Mannschaft unterlag Bundesliga-Konkurrent Essen am Mittwoch mit 1:3. Dabei sah es für die Elf von Matthias Rudolph zunächst vielversprechend aus.

Turbine Potsdam hat den Einzug ins Halbfinale des DFB-Pokals verpasst. Die Mannschaft von Matthias Rudolph verlor am Mittwoch mit 1:3 (1:2) gegen die SGS Essen. Zwar gingen die Gastgeberinnen zunächst in Führung, Essen drehte die Partie allerdings noch vor der Halbzeit. Am Ende war der Sieg für das Team aus dem Ruhrgebiet verdient. Die Partie fand wegen der Corona-Pandemie ohne Zuschauer statt.

Essen dreht vor der Halbzeit auf

Es war erst das zweite Spiel für das Team von Matthias Rudolph nach der Corona-Pause, für die Gäste war es gar die Premiere nach dem Neustart. Doch die Gäste kamen gut ins Spiel, hatten die erste Möglichkeit nach knapp fünf Minuten. Nicole Anyomi nutzte ihre Schnelligkeit auf der linken Seite gut aus und verpasste Lea Schüller in der Mitte nur knapp. Die SGS war in der Anfangsphase die bessere Mannschaft. Immer wieder gewann die Elf von Markus Högner im Mittelfeld die entscheidenden Zweikämpfe und kam gefährlich vor das Tor Turbines Torhüterin von Vanessa Fischer.

Erst nach einer knappen Viertelstunde wurden auch die Gastgeberinnen besser: Die erste Möglichkeit für Turbine hatte Johanna Elsig nach einer Standardsituation. Die Nationalspielerin scheiterte mit einem Kopfball an der Latte. Potsdam war in der Folge gut im Spiel und schaffte es, die bis dahin dominanten Essenerinnen vom eigenen Tor fernzuhalten. Es entwickelte sich eine ausgeglichene erste Halbzeit im leeren Karl-Liebknecht-Stadion.

Nachdem beide Mannschaften lange Zeit nicht zu Torchancen kamen, brachte Sophie Weidauer die Gastgeberinnen nach 35 Minuten in Führung. Die 18-Jährige nutzte die Unordnung in Essens Verteidigung aus und traf aus knapp 15 Metern ins Tor von Keeperin Stina Johannes. Bitter für Turbine: Mittelfeldspielerin Anna Gerhardt musste kurz zuvor mit einer Knieverletzung ausgewechselt werden. Und auch sportlich mussten die Turbinen noch vor der Halbzeit zwei Rückschläge in kürzester Zeit hinnehmen. Zunächst traf Anyomi sehenswert zum Ausgleich (43. Minute), eine Minute später drehte Schüller die Partie.

Vorentscheidung kurz nach der Pause

Auch nach dem Seitenwechsel begann Essen besser und drückte Potsdam in die eigene Hälfte. Daher verdient erhöhte Kapitänin Marina Hegering nach 50 Minuten mit einem Traumtor aus der Distanz für ihre Mannschaft auf 3:1. Es war insgesamt eine verdiente Führung für die vor dem Tor effektiven Gäste. Die Potsdamer Hoffnung auf ein Weiterkommen sank nach 64 Minuten weiter. Verteidigerin Elsig sah nach einem Foul die Gelb-Rote Karte und schwächte ihr Team so zusätzlich.

Zwar versuchten die Turbinen in Unterzahl auch weiterhin zurück ins Spiel zu kommen, den Gästen gelang es aber, die Führung zu halten und so ins Halbfinale des Pokals einzuziehen. Dort trifft Essen am kommenden Mittwoch auf Bayer Leverkusen. Turbine bleibt in dieser Saison hingegen nur noch die Bundesliga. Am Sonntag (14:00 Uhr) spielt Potsdam dort gegen Bayern München. Die Partie wird live im rbb (Brandenburg) und bei rbb|24 übertragen.

Sendung: Turbine Potsdam - SGS Essen, 03.06.2020, 13:15 Uhr

3 Kommentare

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  1. 3.

    Keine Ahnung, was diese Geisterspiele noch sollen? Wem bringt das was, außer einer Gesundheitsgefährdung der Spielerinnen, sowohl durch die Verbreitung des Virus als auch durch sonstige sporttypische Verletzungen insbesondere nach der langen Pause. Die Mannschaften sind auch geschwächt, weil wechselwillige Einzelspielerinnen aus dem Ausland nicht mehr zur Verfügung stehen.

  2. 2.

    Na damit wissen wir ja dann das eigentlich Turbine hätte gewinnen müssen.

  3. 1.

    Dem Bericht muss ich - leider - zustimmen. Doch sollte nicht unerwähnt bleiben, dass Turbine nach einem regelwidrig von der Essener Keeperin aufgenommener Rückpass und einem Handspiel von Hegering im eigenen Strafraum Elfmeter verweigert wurden. Auch die zweite Gelbe gegen Jojo Elsig ist diskussionswürdig.

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