Anthony Ujah bejubelt sein Tor gegen Düsseldorf (Quelle: imago images/Contrast)
Audio: Inforadio | 27.06.2020 | Lars Becker | Bild: imago images/Contrast

3:0 gegen Düsseldorf - Union-Sieg hilft Werder in die Relegation

Union Berlin hat die erste Bundesliga-Saison mit einem Sieg beendet. Die Köpenicker schlugen Fortuna Düsseldorf mit 3:0 und verhalfen Werder Bremen dadurch in die Relegation. Ausgerechnet ein Ex-Bremer hatte daran großen Anteil.

Mit einem Heimsieg hat Union Berlin seine erste Bundesliga-Saison beendet und gleichzeitig entscheidend über Abstieg und Relegation mitbestimmt. Die Köpenicker gewannen mit 3:0 (1:0) und verhalfen den ebenfalls siegreichen Bremern noch in die Relegation. Düsseldorf steigt dagegen in die 2. Liga ab.

Die Union-Hymne lief nicht nur kurz vor Anpfiff in Köpenick, sondern auch rund eine Stunde vorher im Weserstadion. Sozusagen als kleiner Ansporn, denn Werder hoffte auf Schützenhilfe aus Köpenick.

Ex-Bremer Ujah trifft zur Führung

Das Spiel begann unspektakulär. Die Düsseldorfer fabrizierten, vielleicht auch der Nervosität geschuldet, einige Fehlpässe. Erst nach einer knappen Viertelstunde waren es die Gäste, die die erste Gelegenheit hatten. Nach einer Ecke köpfte Kaan Ayhan den Ball mit viel Wucht aufs Tor, wo Ken Reichel auf der Linie noch klären konnte.

Die Eisernen sind, wie so oft in dieser Saison, vor allem nach ruhenden Bällen gefährlich. So auch nach einer Ecke von Kapitän Christopher Trimmel, die Joshua Mees zunächst ungenau aufs Tor brachte. Ausgerechnet der Ex-Bremer Anthony Ujah staubte ab und tunnelte Düsseldorfs Keeper Florian Kastenmeier zum 1:0 (26.).

Düsseldorf fehlte es an Tempo, wirklich gefährlich kamen die Gäste selten vor das Tor. Auf der anderen Seite blieben auch die Distanzschüsse von Ken Reichel und Grischa Prömel kurz vor der Pause folgenlos.

Düsseldorfer Fehler leitet die Vorentscheidung ein

Auch nach Wiederanpfiff taten sich beide Teams bei hochsommerlichen Temperaturen schwer. Düsseldorf war durch Bremens deutliche Führung eigentlich längst zum Handeln gefordert. Stattdessen gab Fortunas Ayhan per Kopf die unglückliche Vorlage für Ujah. Der Torschütze sah Christian Gentner im Rücken eines gegnerischen Verteidigers und bediente den Mittelfeldspieler, der platziert ins linke Eck zum 2:0 traf (54.).

Düsseldorf bäumte sich noch einmal auf, mehr als ein Lattentreffer war aber auch wegen der konzentriert stehenden Abwehr der Berliner nicht drin. Stattdessen kamen die Köpenicker noch einmal zu einem Konter. Suleiman Abdullahi vollendete zum 3:0-Endstand (90.).

Unioner feiern die Saison mit den Fans

Wie schon bei den letzten beiden Heimspielen hatten sich auch diesmal Union-Fans hinter der Waldseite versammelt. Rund 100 Anhänger feuerten das Team mit Gesängen während des Spiels an. Nach dem Abpfiff bedankte sich die Mannschaft am Zaun für die Unterstützung. Union schließt die Saison punktgleich hinter Stadtrivale Hertha BSC (Platz 10) auf Platz 11 ab.

Fußball Bundesliga

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    Donnerstag, 2. Juli

    Werder Bremen - Heidenheim .. 0:0 (0:0)


    Rückspiel


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    Heidenheim - Werder Bremen .. 2:2 (0:1)


    Dank der Auswärtstore bleibt Werder Bremen erstklassig.


    (ARD Text)

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Sendung: rbb UM6, 27.06.2020, 18 Uhr

Kommentar

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25 Kommentare

  1. 25.

    Nicht nur Sie unterliegen offenbar der irrtümlichen Annahme, dass die Betonung auf die Köpenicker Herkunft des Vereins eine Abgrenzung zum "Rest" Berlins darstellen soll, KE. Dem ist nicht so, es geht vielmehr um Tradition. Der erste Vorgängerverein des heutigen 1. FC Union wurde 1906 in Oberschöneweide gegründet und seit 1920 wird im Stadion An der alten Försterei gespielt.

    Später, zu DDR Zeiten, galt das Stadion in Köpenick als Hort für nicht wenige Unangepasste gegen das Regime, wo man durch innovative Fangessänge - z. B. "Die Mauer muss weg!" bei Freistössen - auch mal seinen "kleinen" Widerstand lautstark ausleben konnte.


    Mir scheint eher, dass Sie, als Hertha Fan, auf dieser "Ost-West-Sache" bestehen wollen - und dafür eine bequeme Ausrede suchen, um sich dies nicht eingestehen zu müssen.

  2. 23.

    Ich muss mir gar nichts sparen, denn es entspricht der Wahrheit, dass Union immer betont, aus Köpenick zu sein. Nur als sie das Hinderby gewonnenn hatten, machten sie plötzlich auf ganze Stadt. Aber klar, dass Sehen sie natürlich anders.

  3. 22.

    Ich bin Stolz ein Unioner zu sein. Seit 44 Jahren beheimatet in Weißensee und nicht Pankow. Und die Bertha hat schon lange kein Alleinstellungsmerkmal. Übrigens liegt die Mitgliederzahl von Union schon höher als bei der Bertha. Da können Sie mit noch mehr Trikots locken. Hier in Berlin lachen sich alle über Sie kaputt. Ein Fettnäpfchen nach dem anderen. Wir müssen es nicht immer betonen die Nummer ONE zu sein, brauchen wir nicht.

  4. 21.

    Ich glaube nicht, dass der der 1. FC Köln absichtlich schlecht gespielt hat, um dem "Erzfeind" Düsseldorf noch möglichst einen reinzuwürgen. Aber klar, die Leistung der Kölner, die wohl mental schon im Urlaub waren, war eines Abschlussspieltages bei dem es noch um viel ging nicht würdig. Umso höher ist der Sportsgeist des FCU einzuschätzen, der seine Ankündigung, keine Wettbewerbsverzerrung zulassen zu wollen, beeindruckend erfüllt hat.

    Dieses Köpenick vs. Berlin hätten Sie aber mal wieder sparen können, KE.

  5. 19.

    Was beflügelt Sie zu dieser realitätsfernen Aussage, Spandauer? Dass der FCU mittlerweile mehr Mitglieder, aus vorrangig Berlin und Brandenburg, als die Hertha hat, kanns ja wohl nicht sein, ne?!

  6. 18.

    Während Union immer darauf achtet, als Köpenicker wahrgenommen zu werden, steht Hertha für ganz Berlin. Union hatte vielleicht das Hin-Derby gewonnen, Stadtmeister waren sie gefühlt nie. Aber immerhin haben sie am letzten Spieltag eine professionelle Einstellung gezeigt, im Gegensatz zum 1. FC Köln. Die müssten eigentlich gleich mitabsteigen. Und Bremen geht hoffentlich auch noch runter. Wer am Ende unter den letzten drei ist, hat es nicht verdient, in der Liga zu bleiben. Relegation abschaffen.

  7. 16.

    das war, glaube ich, die redaktionelle Retourkutsche für Berichte über den 33. Spieltag, wo Hertha als "Charlottenburger" und Union als Berliner bezeichnet wurden.
    Seì's drum: 82 Punkte für Berlin-Charlotnick. Wenn wir zusammenlegen sind wir punktgleich mit den Bayern.
    Glückwunsch beiden Mannschaften, wenngleich das Erreichte in Köpenick wohl allemal höher eingestuft werden darf.
    Jetzt noch bei Union die Nachwuchslücke (U-23 fehlt an allen Ecken und Enden) schließen, damit mal wieder ein Eigengewächs entstehen kann.

  8. 15.

    Man kann stolz sein ein KÖPENICKER ein UNIONER zu sein und bleibt trotzdem ein BERLINER egal wie man uns in der Presse nennt.Punkt.

  9. 14.

    Interessant, dass Hertha beim rbb als "die Berliner" und Union als "die Köpenicker " bezeichnet werden.

  10. 11.

    GLÜCKWUNSCH UNION
    gut gemacht, gute Erholung und danach weiter so, gebt euch Mühe und werdet noch bissel besser und die nächsten Spiele hoffentlich auch wieder mit den Fans im Stadion, bis dahin, genießt das Ergebnis 2020

  11. 10.

    Schade, dass Unioner und Herthaner so
    Feindlich gegeneinander auftreten. Beide
    Mannschaften vertreten Berlin. Denkt alle
    Daran!!!

  12. 9.

    Ganz gut. Nächste Saison wird schwerer. Schalke wird wieder besser, die kommenden Aufsteiger sind besser als zB Paderborn. Sich an Hertha zu messen bringt nix. Außer derselben Stadt verbindet die Vereine nichts.

  13. 8.

    Köllsche Freude. Nie wieder Derby gegen Düsseldorf.

  14. 7.

    Jahre lang gehofft.
    Endlich gefreut
    Und viel mehr gefreut beim Verbleib
    Herzlichen Glückwunsch Union Berlin.
    Nächstes Jahr wieder Stadtderby.
    Blau Weiße Grüße

  15. 6.

    Erste mal, dass ich Union gut finde. Werder schafft das

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