Herthas Marko Grujic im Duell mit dem Gladbacher Lars Stindl. / imago images/Poolfoto
Audio: Inforadio | 27.06.2020 | Burkhard Hupe | Bild: imago images/Poolfoto

1:2 in Gladbach - Hertha beendet die Saison mit einer Niederlage

Für Hertha BSC geht es mit einer Niederlage in die Sommerpause. Bei Borussia Mönchengladbach verloren die Berliner mit 1:2 (0:1). In der ersten Halbzeit waren sie hoffnungslos unterlegen - kämpften sich nach der Pause aber ins Spiel.

Hertha BSC hat im letzten Spiel der Saison seine 15. Niederlage kassiert. Bei Borussia Mönchengladbach verloren die Berliner am Samstagnachmittag mit 1:2 (0:1) - und beenden die Spielzeit damit auf dem zehnten Tabellenplatz. Der Gegner sicherte sich derweil durch den Sieg den vierten Rang und ist in der kommenden Spielzeit in der Champions League dabei.

Hofmann trifft früh für Gladbach

Bei Hertha standen zwei in der Startelf, die noch nie beziehungsweise schon seit Ewigkeiten nicht mehr dort aufgetaucht waren. Im Tor feierte Dennis Smarsch sein Debüt von Beginn an. Stamm-Keeper Rune Jarstein war gar nicht erst mit an den Niederrhein gereist, um die Geburt seines dritten Kindes auf keinen Fall zu verpassen. Und auf der Rechtsverteidiger-Position rutschte Alexander Esswein ins Team. Beim Anpfiff hatte er zuletzt im Dezember 2017 auf dem Platz gestanden.

Sie erlebten von Beginn an Gladbacher Dominanz - und es dauerte nur wenige Minuten, bis sich diese auch auf der Anzeigentafel widerspiegelte: Breel Embolo setzte sich im Strafraum mit viel Wucht gegen die Hertha-Kanten Dedryck Boyata und Jordan Torunarigha durch und passte dann überlegt zu Jonas Hofmann, der den Ball durch die Beine von Esswein und am chancenlosen Smarsch vorbei aus zehn Metern zum 1:0 im Tor versenkte (7.).

Teils haarsträubende Fehler

Ins Spiel kamen die Berliner auch danach nicht - ja, es wirkte, als hätten sie sich gedanklich bereits in die Sommerpause verabschiedet. Während Gladbach im Champions-League-Fernduell mit Leverkusen drängte und sich Chance um Chance erarbeitete, blieb das Team von Bruno Labbadia vor dem gegnerischen Tor gänzlich ungefährlich - und erlaubte sich in der Defensive teils haarsträubende Fehler.

So wie nach gut 20 Minuten, als dem ansonsten guten Smarsch ein Abschlag nach einem Rückpass völlig missglückte, der Ball am Elfmeterpunkt fast punktgenau bei Embolo landete und Hertha großes Glück hatte, dass der Gladbach-Stürmer dieses Geschenk - offensichtlich allzu überrascht - technisch nicht verarbeiten konnte (22.). Oder kurz vor der Pause, als Esswein einen Querschläger in die Füße von Lars Stindl produzierte, der aber aus sieben Metern völlig freistehend nur den Pfosten traf (41.).

Nach der Pause wird es besser

Es waren nur zwei besonders eklatante von vielen Beispielen. Zur Pause hatte Gladbach 13 Mal aufs Tor geschossen, Hertha kein einziges Mal. Der einzige Hoffnungsschimmer für die Berliner zu diesem Zeitpunkt war die Schludrigkeit der Hausherren, die deutlich höher als nur mit 1:0 hätten führen müssen. Labbadia reagierte. Und wie. Gleich drei neue Spieler schickte er nach der Pause aufs Feld. Für Marvin Plattenhardt, Marko Grujic und Alexander Esswein war Schluss, Arne Maier, Per Skjelbred und Mathew Leckie kamen.

Die Maßnahmen wirkten. Plötzlich spielte Hertha mit und sorgte dafür, dass in der 55. Minute aus der null immerhin eine eins in der Torschuss-Statistik wurde. Verantwortlich waren zwei Neue: Maier spielte einen starken Ball auf den Ex-Gladbacher Leckie, doch der zielte aus halbrechter Position über das Tor. Es war wie ein Signal. Zwar blieben wirklich gefährliche Situationen - einen Schuss von Maier ausgenommen (73.) - weiterhin eher Mangelware. Trotzdem wurde aus der hoffnungslos unterlegenen Hertha der ersten Halbzeit phasenweise eine Mannschaft, die dem Top-Team aus Gladbach auf Augenhöhe begegnete - und die Hausherren auf dem Weg in die Champions League zumindest noch einmal ein wenig zittern ließ.

Ibisevic gelingt (zu) später Anschlusstreffer

In der 78. Minute fiel dann jedoch die (Vor-)Entscheidung - und das in vertauschten Rollen: Der Torschütze des 1:0 Jonas Hofmann legte seinem Vorbereiter Breel Embolo auf, der aus kurzer Distanz zum 2:0 traf. Vedad Ibisevic, dessen Zukunft in der Hauptstadt noch ungeklärt ist, gelang zwar in der ersten Minute der Nachspielzeit noch der Anschlusstreffer zum 1:2. Zu mehr reichte es am Ende einer völlig verrückten Hertha-Spielzeit aber nicht.

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    Heidenheim - Werder Bremen .. 2:2 (0:1)


    Dank der Auswärtstore bleibt Werder Bremen erstklassig.


    (ARD Text)

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Sendung: rbb UM6, 27.06.2020, 18 Uhr

Kommentar

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4 Kommentare

  1. 4.

    Grüße zurück aus dem gesicherten Tabellenmittelfeld und viel Erfolg in der Champions League.

    Hertha darf zugegebenermaßen sehr zufrieden sein mit dem 10ten Platz. Der Saisonverlauf hätte wohl gern auch für zwei Abstiege gereicht.

    Also, bis nächste Saison und bleibt gesund!

  2. 3.

    In der nächsten Saison wird alles anders, wir greifen an, wir haben uns Punktuell verstärkt, haben eine Mannschaft die Oben mitspielen kann ....... sagte die Chefetage ......

  3. 2.

    Das Ergebnis ist wurscht, schade, dass man so aus der Saison geht. Aber, es bleibt die Erkenntnis, dass man nächstes Jahr mithalten kann. Dies lässt darauf schließen, wohin die Reise gehen kann. Dank Windhorst geht's dahin, wo es interessant wird. Cunha, als auch Piontek sind ein Quantensprung, die in der nächsten Saison den Unterschied ausmachen werden.

  4. 1.

    2-3 Tore zu niedrig, aber egal...
    Wir Grüßen dann mal schön aus der Champions League.

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