Rolf Kutzmutz udn Sofian Chahed im Juni 2020. (Quelle: Turbine Potsdam)
Audio: Antenne Brandenburg | 30.06.2020 | Klaus Herber | Bild: Turbine Potsdam

Zusätzlich zu neuer Kooperation mit Hertha - Sofian Chahed ist neuer Turbine-Trainer

Frauenfußball-Bundesligist Turbine Potsdam hat mit Sofian Chahed einen Nachfolger für den scheidenden Matthias Rudolph gefunden. Gleichzeitig geht der Klub auch noch eine Kooperation mit Hertha BSC ein.

Sofian Chahed ist der neue Trainer von Turbine Potsdam und damit Nachfolger des scheidenden Matthias Rudolph. Der Personalwechsel war nötig geworden, weil Turbine fortan auf einen hauptberuflichen Übungsleiter setzen möchte und Rudolph dies aufgrund seiner Lehrtätigkeit an einem Potsdamer Gymnasium nicht leisten konnte und wollte.

Nachwuchsarbeit bleibt wichtig

Der 37-Jährige Chahed begann 2014 seine Trainerlaufbahn und betreute seither verschiedene Nachwuchsteams von Hertha BSC (U14 bis U16). Für die "Alte Dame" war Chahed einst sowohl in der Jugend als auch in 89 Bundesligaspielen selbst aktiv. Über seine neue Trainertätigkeit sagte er laut einer Pressemitteilung seines neuen Vereins: "Turbine Potsdam gehört zu den ersten Adressen im Frauenfußball. Der Verein hat eine große Tradition und verfügt über tolle Fans und eine hervorragende Nachwuchsarbeit. Ich freue mich sehr darauf, an der Erfolgsgeschichte künftig mitschreiben zu dürfen."

Kooperation zwischen Hertha und Turbine

Die Erwähnung des Nachwuchs kommt nicht von ungefähr, denn Chaheds Aufgabenfeld soll sich nicht "nur" auf die Bundesligamannschaft von Turbine beschränken. Demnach soll der ehemalige tunesische Nationalspieler auch die Verbindung zu den Nachwuchstrainern herstellen und ein einheitliches Spielsystem aller Turbine-Teams fördern.

Womöglich hilft dabei die quasi zeitgleich verkündete Kooperation, die Hertha und Turbine ab sofort miteinander eingehen und die über zunächst drei Jahre laufen soll: "Die Berliner werden die Blau-Weißen (...) finanziell unterstützen und auf sportlicher und inhaltlicher Ebene mit Turbine kooperieren, darüber hinaus werden beide Klubs bei verschiedenen Marken- und Kommunikationsmaßnahmen zusammenarbeiten", heißt es dazu in einer Pressemitteilung der Hertha. "Mit unserer Zusammenarbeit möchten wir gemeinsam den Fußball in Berlin und Brandenburg stärken. Wir sind überzeugt davon, dass beide Clubs von dieser Kooperation profitieren werden", wird Hertha-Präsident Werner Gegenbauer zitiert. Sein Pendant auf Potsdamer Seite, Rolf Kutzmutz, ergänzte: "Durch die Kooperation mit Hertha BSC bekommen wir eine wirksame Unterstützung."

"Spannende Aufgabe"

Zunächst aber erstmal einen neuen Trainer. Dessen Arbeitsbeginn in Potsdam ist der 20. Juli, dann beginnt die Vorbereitung auf die neue Saison. Dass die nicht bei Null beginnt, liegt laut Chahed auch an der Arbeit seines Vorgängers: "Matthias Rudolph übergibt mir eine tolle Mannschaft, die einen hervorragenden Fußball spielt. Ich werde mit großer Freude alles daransetzen, dass die Turbinen auch in der neuen Saison eine gute Rolle in der Liga spielen. Die spannende Aufgabe bei Turbine Potsdam sehe ich als große Chance, mich als Trainer weiterzuentwickeln."

Turbine Potsdam hat die jüngst abgeschlossene Saison auf dem vierten Platz beendet und damit das Saisonziel erreicht, das beste Team zu sein, dass keinem Männerverein angeschlossen ist. Im DFB-Pokal war nach einem 1:3 gegen die SGS Essen im Viertelfinale Endstation.

Sendung: rbb UM6, 30.06.2020, 18:15 Uhr

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Antwort auf [Icke] vom 30.06.2020 um 16:04
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4 Kommentare

  1. 4.

    Irgendwie bist du nicht auf dem aktuellen Stand, oder?
    1) Die große Zeit von und mit Bernd Schröder(bis Saisonende 2015/2016)liegt lange zurück und der heutige Frauenfußball ist mit damals nicht vergleichbar. Das Spiel ist wesentlich schneller und athletischer geworden. Auch die technischen Anforderungen an die Spielerinnen sind gestiegen.
    2) Genau deshalb, weil man jetzt einen hauptamtlichen Trainer haben will, trennt man sich ja nach seiner 4. Saison als Cheftrainer von Matthias Rudolph.
    3) Sofian Chahed muss nicht Bernd Schröder ersetzen, sondern Matthias Rudolph.
    4) Die nun vereinbarte Kooperation mit Hertha BSC wird finanzielle Auswirkungen für Turbine haben, was übrigens auch klar in dem Artikel steht!

  2. 3.

    Das sind die richtigen Fans.
    Wahrscheinlich warst du nie dort.
    Wie soll denn der Frauenfußball ohne Unterstützung überhaupt eine Chance haben?

  3. 2.

    Turbine kooperiert mit Hertha?
    Na, dann brauche ick da auch nicht mehr hingehen.

  4. 1.

    Das waren noch Zeiten, als Turbine Spitzenplätze in der Frauenfußballbundesliga und in den europäischen Ligen belegt hat. Trainer Bernd Schröder ist ein Verlust, der bisher nicht kompensiert werden konnte. Dazu kommt die Tatsache, dass die finanzstarken Clubs in München und Wolfsburg das Ruder übernahmen und die Talente aus Potsdam wegkauften. Traurige Parallelen zum Männerfußball. Ob der Neue einen Bernd Schröder ersetzen kann, muss man abwarten. Aber solange keine finanzstarken Sponsoren für Turbine gefunden werden, wird das wohl nichts. Wie man im Profifußball auf einen hauptamtlichen Trainer verzichten kann, bleibt ohnehin das Geheimnis der Turbine-Verantwortlichen.

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