Berlin Marathon am Brandenburger Tor (Quelle:imago/Tilo Wiedensohler)
Bild: imago/Tilo Wiedensohler

Kein Lauf in 2020 - Berlin-Marathon endgültig abgesagt

Nun ist es offiziell: Der Berlin-Marathon wird in diesem Jahr nicht stattfinden. Bis zum Schluss hatten die Veranstalter versucht, den Lauf noch zu verschieben oder in kleinerem Rahmen auszutragen. Bereits gemeldete Läuferinnen und Läufer haben jetzt zwei Optionen.

Der Berlin-Marathon ist für dieses Jahr endgültig abgesagt. Das gaben die Veranstalter am Mittwoch bekannt. Bis zuletzt war versucht worden, den Marathon, der ursprünglich am 27. September stattfinden sollte, zu verschieben oder aber in einem kleineren Rahmen auszutragen. Davon wird nun Abstand genommen, der Berlin-Marathon soll erst wieder im nächsten Jahr steigen.

Läuferinnen und Läufer, die bereits einen Startplatz für den diesjährigen Lauf hatten, können laut Veranstalter SCC ihre Startnummer entweder für das nächste Jahr behalten oder sich aber ihr Geld zurückerstatten lassen.

Machbarkeitsanalyse durchgeführt

"Die Eindämmungsverordnung gilt bis mindestens 24. Oktober. Wir haben geprüft, ob wir eventuell im November veranstalten können", sagte Jürgen Lock, Geschäftsführer von SCC Events, dem rbb. "Eine Machbarkeitsanalyse hat nun ergeben, dass mit der Teilnehmerzahl, den Witterungsverhältnissen, aber auch den Rahmenbedingungen, die in der Pandemie vorgeschrieben sind, eine Austragung nicht möglich wäre", so Lock weiter.

"Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden jetzt von uns eine E-Mail bekommen. Es besteht die Möglichkeit, entweder auf das nächste Jahr zu verschieben, oder aber die komplette Teilnehmergebühr zurückerstatten", sagte Lock. Wieviele zusätzliche Plätze dann noch für Neu-Anmelder bleiben, sei noch offen. Es solle aber definitiv auch Läuferinnen und Läufern, die dieses Jahr nicht angemeldet waren, die Möglichkeit gegeben werden, sich für den Marathon im nächsten Jahr zu registrieren. Die 47. Auflage des Berlin-Marathons soll dann am 26. September 2021 stattfinden.

Trotz der Absage in diesem Jahr wollen die Veranstalter in den nächsten Monaten unter dem Motto "#berlin42united - we cannot race, but we will stay united" verschiedene Aktionen für die Berliner Marathon-Community anbieten.

Sendung: rbbUM6, 24.06.2020, 18 Uhr

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10 Kommentare

  1. 10.

    Woher wollen Sie wissen das Kommentar 1 Schadenfreude empfindet. Vielleicht ist es einfach die Angst die vor einer nächsten großen Infektion genommen worden ist. Nicht immer gleich so negativ denken.

  2. 9.

    Ich heule nicht, ich finde abgesagte Veranstaltung traurig, aber das es hier Leute gibt, die dabei Schadensfreude empfinden ist schon krass. Berlin was haste Dich verändert....und was nächstes Jahr ist, steht noch in den Sternen.

  3. 8.

    Und was sagen Sie unserer queeren Gesellschaft? Der CSD durfte auch nicht stattfinden. Also hören Sie auf zu jammern und freuen sich hoffentlich auf das nächste Jahr.

  4. 7.

    Was soll denn diese Häme?! Also wirklich, zum Glück wird das Karma auf Sie zurückfallen Manuela! Für die Sportler kann es einem wirklich nur Leid tun, aber unter den gegebenen Umständen natürlich die einzig vernünftige Entscheidung.

  5. 6.

    Was macht Sie so sicher, dass im nächsten September der Marathon stattfindet, bei der gegenwärtigen Hysterie und Angsthasenmentalität ist das keines Falls gewiss. Wenn Fußball gespielt werden darf, ist Laufen an frischer Luft eigentlich kein Problem. Das Starterfeld könnte man auf eine bestimmte Anzahl begrenzen und die Startgruppen nach Leistungs- bzw. Altersklassen verkleinern und das ganze entzerren. Auch die Zuschauer an der Strecke können 1,5 Meter Abstand halten bzw. das Ereignis am Fernseher oder Laptop verfolgen.

  6. 5.

    Ach Läuferherz es tut weh und ist schade, wenngleich völlig verständlich.
    Das Gute ist, der nächste September kommt.

  7. 4.

    Schade. Jedoch vollkommen nachvollziehbar.

  8. 3.

    Sagen wir es mal so, ich habe Verständnis für diese Entscheidung und stimme dem Vorgehen zu. ... und es sollten alle mal in sich gehen und fragen ob sie auf dem richtigen Weg sind, wenn so getan wird als ob alles vorbei ist. Der Virus besiegt sei. Das ist die eine Seite.
    Die andere? Ich wäre gern zum 7. mal dabei gewesen. Aber bevor es zur Routine wird, kommt der Brake gerade rechtzeitig.
    Es ist nämlich auch ein ganz schöner Stress. Ich bin immer froh, wenn die Vorbereitungszeit endlich vorbei ist. So genieße ich gerade den Laufsport ohne den Druck der Wettkämpfe.

  9. 2.

    Worüber freuen Sie sich? Darüber das ein Traditionsevent nicht stattfindet? Ziehen Sie doch einfach weg aus Berlin und gehen auf das Land....Oder erzählen Sie wieder, das es darum geht Leben zu retten? Sie können ruhig glauben das es ein schöner Tag ist...für zig Tausende andere und Hotels etc. wieder ein Schlag ins Gesicht.

  10. 1.

    Danke, Danke, Danke, ich freue mich so darüber, einer schöner Tag.

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