Bob Hanning (l.) und Paul Drux (r.) mit Hengst "Drux the King". Quelle: Jan-Philipp Burmann/City-Press GmbH
Bild: Jan-Philipp Burmann/City-Press GmbH

Füchse-Manager Hanning jetzt Pferdebesitzer - Ein Pferd, so jung und talentiert wie ein Handballer

Füchse-Manager Bob Hanning ist für die Portion Extravaganz im Berliner Handball bekannt. Nun setzt er noch einen drauf und engagiert sich in einer anderen Sportart. Gemeinsam mit Hoppegarten Rennbahn-Eigentümer Gerhard Schöningh besitzt er jetzt ein Rennpferd. Von Ann Kristin Schenten

Was haben Pferdesport und Handball gemeinsam? Außer, dass sich so mancher Handballer mal einen Pferdekuss zuzieht, einen unangenehmen blauen Fleck am Oberschenkel, nicht viel, könnte man denken. Doch nach der Corona-bedingten Zwangspause im Handball wendet sich jetzt zumindest Füchse-Manager Bob Hanning intensiv dem Pferdesport zu. Gemeinsam mit Gerhard Schöningh, Eigentümer der Pferderennbahn Hoppegarten, gehört ihm jetzt "Drux the King". Ein dreijähriger Hengst, der am kommenden Sonntag in Hoppegarten sein sogenanntes Lebensdebüt geben wird. Benannt wurde das Pferd nach einem erfolgreichen Füchse-Spieler.

Hoppegarten öffnet zum ersten Mal für Zuschauer

Dank ausgefeiltem Hygienekonzept und der Genehmigung der Brandenburger Landesregierung, werden am Sonntag wieder Zuschauer auf der Rennbahn-Tribüne sitzen. Vermutlich werden auch ein paar Handballfans unter den 650 erlaubten Gästen sein und auf "Drux the King" wetten. Der Name des Pferdes kommt natürlich nicht von ungefähr. Für ein "junges und talentiertes" Pferd käme eigentlich nur der Name eines "ebenso jungen und talentierten Handballers" in Frage, sagte Bob Hanning am Donnerstag auf einer Pressekonferenz.

Gemeint ist der 26-jährige Füchse-Kapitän und Nationalspieler Paul Drux. Seine Karriere in Berlin hat Drux vor allem Hanning zu verdanken. Ähnlich wie Handballer Drux wurde auch das Pferd von klein auf in den Berliner Spitzensport integriert und eigens in Hoppegarten ausgebildet. "Drux the King" könne zumindest "mittelfristig" auf eine aussichtsreiche Karriere hoffen, sagte Mitbesitzer Gerhard Schöningh.

"Wir erwarten nicht, dass er gewinnt"

Bis das Pferd auf eine ähnlich erfolgreiche Laufbahn wie Namensvetter Paul Drux blicken kann, wird es also noch eine Weile dauern. 100 Euro hat Bob Hanning trotzdem jetzt schon mal auf den Sieg gesetzt und nochmal 100 oben drauf, für eine Platzierung. Ein Gewinn sei ihm gar nicht so wichtig, er freue sich vor allem endlich "Teil der Berliner Rennsport-Familie zu sein". Der Handballer Drux hat das Pferd natürlich auch schon persönlich kennengelernt, bisher aber vor allem mit Respekt beäugt: "Diese Tiere bestehen echt nur aus Muskelmasse, aber es sind schon wunderschöne Tiere", sagte er am Donnerstag. Er würde aber natürlich auch auf einen Sieg von "Drux the King" setzen.

Füchse-Manager Bob Hanning mit "Drux the King". Quelle: Rennbahn Hoppegarten
"Neuzugang" für Bob Hanning: Der Füchse-Manager mit "Drux the King". | Bild: Rennbahn Hoppegarten

Hanning schon als Kind Pferdesport-Fan

Ganz ungewöhnlich sei die Symbiose aus Pferdesport und Handball übrigens nicht - in Skandinavien würden einige Spieler und Trainer Rennpferde halten, erklärte Hanning. Er selbst sei als Junge aus dem Ruhrgebiet schon früh mit Pferderennen in Kontakt gekommen und "wollte schon immer Pferde besitzen". Auch in Hoppegarten sei er mittlerweile Stammgast und habe Inhaber Gerhard Schöningh irgendwann einfach mal gesagt: "Eigentlich möchte ich mal ein Rennpferd haben". So wurde aus dem Füchse-Manager binnen kurzer Zeit ein Pferdebesitzer.

Ob sich "Drux the King" am Sonntag durchsetzen wird, wird sich zeigen. Die Konkurrenz im Rennen ist groß. Als stärkster Gegner gilt der Hengst "Sombrero". "Drux the King" kann sich bei Sieg oder Niederlage auf jeden Fall auf genug Unterstützung aus der Handballszene verlassen. Und: Welches Berliner Rennpferd kann das schon von sich behaupten?

Beitrag von Ann Kristin Schenten

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2 Kommentare

  1. 2.

    Endlich ein Normalo im Rennsport....hoffentlich kapiert der schnell, daß Tierquälerei und Wettsucht ihn nicht adelt.

  2. 1.

    Oh, Bob Hanning mal mit einem etwas dezenteren Pullover. Sonst hätte das Pferd wohl gescheut.

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