DESG-Präsident Matthias Große (Foto: imago images / Matthias Koch)
Audio: 02.07.2020 | Inforadio | Simon Wenzel | Bild: www.imago-images.de

Pressekonferenz in Berlin - Eisschnelllaufverband trennt sich von Bundestrainer Bouwman

Die Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) trennt sich zum 31. Juli von Bundestrainer Erik Bouwman. Das gab der kommissarische DESG-Präsident Matthias Große am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Berlin bekannt. "Er ist nicht der Richtige", sagte Große. Die langjährige Teamleiter Helge Jasch übernimmt zunächst Bouwmans Aufgaben, bis ein Nachfolger gefunden ist.

"Boshaft", "peinlich", "populistisch"

Bouwman hatte sich mit Große und dessen Lebensgefährtin Claudia Pechstein überworfen. Im vergangenen Jahr sagte er, dass er "keinen Bock" darauf habe, dass die fünfmalige Olympiasiegerin in seiner Gruppe trainiere. Im Februar legte der Niederländer nach und bezeichnete Pechstein als "boshaft", "peinlich" und "populistisch". Auch Großes Ambitionen auf das Amt des DESG-Präsidenten attackierte Bouwman. Dies sei "der größte Witz, den ich je im Spitzensport erlebt habe."

Mitgliederversammlung am 19. September

Ein wichtiger Punkt in Großes Arbeit ist die Akquise von Sponsoren für die finanziell angeschlagene DESG. So konnte der Bau-Unternehmer neben dem Abschied von Bouwman auch die Partnerschaft mit dem Wohnwirtschafts-Unternehmen BundO-Gruppe verkünden. Wie lange diese Partnerschaft andauern wird, entscheidet sich am 19. September. Da findet die Mitgliederversammlung statt, auf der sich Große im Amt bestätigen lassen will. Von dessen Wahl macht der Sponsor sein weiteres Engagement abhängig.

Sendung: rbb UM6, 02.07.2020

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1 Kommentar

  1. 1.

    Mit der Aussage, er habe "keinen Bock" mit Pechstein zu arbeiten, zeigt er doch dass er keine Ahnung von diesem Sport hat. Die beste Läuferin nicht für sich gewinnen zu wollen, ist als Bundestrainer mehr als fraglich...
    Traurig aber wahr ist, dass Pechstein die Beste Läuferin ist, die wir in Deutschland haben und das nötigt Respekt für Sie ab und schlechte Noten für die Trainer. Denn wo gibt es Sportler, die 30 Jahre älter sind und trotzdem die besten des Landes?

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