Eine Eckfahne mit dem Wappen vom Energie Cottbus im Stadion der Freundschaft (Quelle: imago images / Picture Point)
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Regionalliga Nordost - Energie Cottbus startet früh in die Vorbereitung

Energie Cottbus startet schon am kommenden Mittwoch mit der Vorbereitung auf die neue Regionalligasaison. Noch ist der Kader nicht komplett, aber die Lausitzer wollen gut vorbereitet in die anstehende Marathon-Saison gehen. Von Andreas Friebel

Mit großer Aufmerksamkeit hat der Cottbuser Sportdirektor Sebastian König die beiden Aufstiegsspiele zwischen Lok Leipzig und Verl verfolgt. Eigentlich hatten die Lausitzer darauf gehofft, um die dritte Liga zu kämpfen - aber dann kam Corona. Das führte letztendlich dazu, dass die Sachsen als Meister bestimmt wurden und am Dienstagabend scheiterten.

Ob es Cottbus besser gemacht hätte? "Schwer zu sagen", meint König. "Aber ich glaube, wir hätten den Vorteil gehabt, dass wir schon sehr früh in der Corona-Krise wieder ins Training eingestiegen sind. Leipzig einige Wochen später. Weshalb sie auch aus meiner Sicht zum Schluss platt gewirkt haben."

Individuelle Leistungstests

Doch der Blick zurück hilft nicht weiter. Energie schaut nach vorn. Und deshalb beginnt die Vorbereitung auf die neue Saison extrem früh. Am kommenden Mittwoch starten die ersten Leitungstests. Am Samstag darauf beginnt dann das Training. "Aufgrund der aktuellen Lage müssen diese Tests einzeln durchgeführt werden. Wir checken die Spieler auf Herz und Nieren. Zum ersten Mal sehen werden sich alle dann am Samstag", sagt König.

Bislang nur zwei Neuzugänge - Rangelov geht

17 Spieler hat Cottbus aktuell unter Vertrag. Mit Patrick Storb (Hamburger SV II) und Nils Stettin (Fürstenwalde) aber nur zwei Neuzugänge. Bis kommende Woche könnte sich jedoch noch etwas tun - Sportdirektor König hofft auf eine weitere Zusage. Bei den anderen Positionen will sich der Klub noch etwas Zeit lassen. "Die 3. Liga beendet am Wochenende die Saison. Dann wird sicherlich noch mal Bewegung in den Transfermarkt kommen. Spätestens Ende August wollen wir das Team komplett haben.“

Aufgrund von Einsparungen soll mit 20 Feldspielern und zwei Torleuten in die Saison gegangen werden. In der abgelaufenen Spielzeit waren es 28 Spieler plus drei Torhüter. Vornehmlich gesucht werden noch Offensivkräfte. In der Abwehr ist Energie schon ziemlich gut aufgestellt. Mit Axel Borgmann, Jan Koch, Florian Brügmann und Marcel Hoppe bleiben vier bewährte Kräfte bei den Lausitzern.

Nicht mehr dabei sein werden Dimitar Rangelov und Robert Müller. Beide erhielten keine Vertragsangebote mehr - im Falle Rangelovs zumindest nicht als Spieler. Denn der 37-Jährige Publikumsliebling soll 2021 in anderer, noch nicht bekannter Funktion nach Cottbus zurückkehren und will bis dahin noch ein Jahr in seinem Heimatland spielen.

Saisonstart im August

Um den 14. August herum wird die neue Regionalliga starten. Vor dem Hintergrund, dass mindestens 20 Teams um die Meisterschaft und den Aufstieg kämpfen werden, will der Nordostdeutsche Fußballverband auch unbedingt im August loslegen. Auch wenn unklar ist, ob wieder Zuschauer in die Stadien dürfen. "Das ist auch ein Grund, weshalb wir aktuell sehr vorsichtig in der Kaderplanung sind. Es kann niemand seriös den Etat kalkulieren, weshalb es trotz langer Saison vorerst bei 20+2 bleibt", erklärt der Cottbuser Sportdirektor. Allerdings werden auch in der Vorbereitung Spieler aus dem eigenen Nachwuchs eine Chance bekommen.

Anfang 2021 gegen Union?

Vor dem Saisonstart planen die Lausitzer fünf bis sechs Testspiele. Vier davon sind bereits fix. Offen ist aber zum Beispiel gegen wen die Generalprobe stattfinden wird. "Wir möchten gern gegen einen Drittligisten spielen. Aber ist es noch unklar, wann dort die Saison beginnt", so König.

Ein fest eingeplanter Test gegen Bundesligist Union Berlin findet dagegen nicht statt. Die Begegnung war als Benefizaktion der Hauptstädter für die wirtschaftlich angeschlagenen Cottbuser geplant. Aber ohne Zuschauer ergibt so etwas keinen Sinn. König hofft darauf, dass "wir das Spiel Anfang 2021 nachholen können."

"Wir sind eingespielt"

Bis dahin hat sich Cottbus hoffentlich in der Spitzengruppe der Regionalliga festgesetzt. Die Vorzeichen sind jedenfalls nicht schlecht. Denn so früh wie Cottbus, beginnt kaum ein Team mit der Vorbereitung. Darüberhinaus war die Corona-Trainingspause sehr kurz. Schon im April war Energie wieder in das Training mit Kleingruppen eingestiegen, während ein Großteil der Liga seit Monaten keinen Ball gesehen hat.

Der Substanzverlust der Cottbuser Spieler ist entsprechend geringer. "Und auch die Tatsache, dass wir sehr viele Spieler aus der alten Saison halten konnten, wird uns helfen. Denn wir sind eingespielt", so König. Und darauf wird es in der ersten Phase des Neustarts der Regionalliga angekommen.

Aufstiegsspiele, wie in der abgelaufenen Saison, wird es 2021 übrigens nicht geben. Der Meister der Regionalliga Nordost darf diesmal direkt aufsteigen.

Beitrag von Andreas Friebel

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1 Kommentar

  1. 1.

    Sehr gut.
    Ein früher Start sichert den Klassenerhalt.

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