Senatssitzung am Dienstag - Berlin beschließt Lockerungen für weitere Sportarten

Di 21.07.20 | 15:59 Uhr
Berlins Innensenator Andreas Geisel bei einem Pressetermin der Feuerwehr. Bild: imago-images/Seeliger
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Nach dem Amateurfußball dürfen sich wohl auch andere Kontaktsportarten in Berlin über Lockerungen freuen. Darauf hat sich der Senat in seiner Sitzung am Dienstag geeinigt. Ab dem Wochenende ist das Mannschaftstraining in festen Gruppen wieder erlaubt, auch Kampf- und Bootssportler dürfen sich über Lockerungen freuen.

Lockerungen auch im Wettkampfbetrieb

Für Mannschafts- und Gruppensportarten soll nach dem neuen Beschluss eine maximale Gruppengröße von 30 Personen, inklusive Trainer- und Funktionsteam, gelten. Im Kampfsport sind feste Trainingsgruppen von höchstens vier Personen (exklusive Funktionsteam) zulässig, die maximale Anzahl an Trainingsgruppen richtet sich jeweils nach der Größe der Sportanlage.

Auch feste Tanzpaare dürfen jetzt wieder gemeinsam trainieren, genauso wie Kanuten, Ruderer und Segler. Vor dem Sporteinheiten müssen die jeweiligen Verantwortlichen auf die Einhaltung des Schutz- und Hygienekonzepts verweisen, auch eine Anwesenheitsdokumentation ist Pflicht. Auch im Wettkampfbetrieb soll es zu Lockerungen kommen. Für kontaktlose Sportarten ist dieser bereits wieder freigegeben, nun sollen auch Kontaktsportarten ab dem 21. August wieder in den Ligabetrieb starten dürfen. Teilnehmer an überregionalen Ligen dürfen sogar schon ab 15. August wieder Wettkämpfe austragen.

Wunsch des Berliner Sports wird erhört.

Als erste Mannschaftssportart der Hauptstadt hatten schon am Montag vergangener Woche die Amateurfußballer ihre Trainingserlaubnis vom Senat bekommen. Sportsenator Andreas Geisel (SPD) hatte deshalb gefordert, auch für die anderen Kontaktsportarten eine Freigabe zu erarbeiten. Kriterium sei, dass der Trainingsbetrieb in "festen Trainingsgruppen und unter Einhaltung eines Nutzungs- und Hygienekonzepts des jeweiligen Sportfachverbandes betrieben wird."

Der Berliner Sport hatte sich zuvor mit einem offenen Brief an den Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) gewandt und vor dem Roten Rathaus dafür demonstriert, dass der Senat die Abstandsregeln bei Kontaktsportarten abschaffen solle. Berlin ist das letzte Bundesland, in dem die Regeln für diese Sportarten gelockert werden.

Sendung: Inforadio, 21.07.2020, 15.15 Uhr

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