Das Steffi-Graf-Stadion in Berlin (Quelle: imago images/Contrast)
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Rasenturnier beginnt am Montag - Tennis-"Leckerbissen" schlagen in Berlin auf

Ab Montag schaut die Tennis-Welt nach Berlin: Gleich mehrere Top-Spieler bei Damen und Herren schlagen zunächst im Grunewald auf Rasen auf. Das Turnier verspricht Spannung - und hält zum Auftakt ein Generationenduell und eine zweifache Wimbledon-Siegerin bereit.

Bei der Auslosung für das Tennis-Einladungsturnier, das ab Montag auf Rasen im Berliner Grunewald gespielt wird, musste Thommy Haas doch erstmal eine Sache loswerden. "Wenn man sich die Vergangenheit anschaut, habe ich glaube ich auf Rasen gar nicht so schlecht gespielt. Ich habe zwei Mal das Turnier in Halle gewonnen und war im Halbfinale von Wimbledon", erinnert der 42-Jährige an seine früheren Erfolge und fügt mit einem Schmunzeln hinzu: "Ich dachte, dass ich vielleicht gesetzt bin."

Sieger des Generationenduells trifft auf Topgesetzten Thiem

Die Stimmung ist locker am Wochenende vor dem Turnierbeginn - dem ersten internationalen Tennis-Turnier in Deutschland seit Beginn der Corona-Pandemie. Denn obwohl die Organisatoren viel Aufwand betrieben und ein umfangreiches Hygienekonzept erarbeitet haben, soll in den kommenden Tagen im Steffi-Graf-Stadion vor allem wieder eines im Fokus stehen: der Tennissport.

Das Teilnehmerfeld verspricht einige spannende Matches, bei den Herren sind gleich vier Spieler aus den Top 15 am Start. Zu denen gehört der längst zurückgetretene Haas, der in seiner Bestform einmal Platz zwei der Weltrangliste eroberte, zwar nicht mehr, interessant dürfte sein Viertelfinalspiel aber dennoch werden. Denn mit dem Italiener Jannik Sinner wird sich Haas ein Generationenduell liefern. Der Newcomer gewann im vergangenen Jahr das Next Gen ATP Finale, bei dem sich am Ende jeder Saison die besten Talente der Tour duellieren.

Der Sieger des Duells trifft am Dienstag auf den Topstar im Männerfeld. Der Österreicher Dominic Thiem ist die Nummer drei der Welt und stand zu Saisonbeginn im Finale der Australian Open. Auf dem Wimbledon-Rasen im Steffi-Graf-Stadion kämpfen am Montag außerdem der Deutsche Jan-Lennard Struff und der Spanier Roberto Bautista Agut (12. der Weltrangliste) um den Halbfinaleinzug. Dort wartet mit dem Italiener Matteo Berrettini die Nummer acht der Welt. Bei dem Hartplatzturnier im Hangar des ehemaligen Flughafens in Tempelhof (Freitag bis Sonntag) wird der Italiener dann von dem Russen Karen Khachanov (15. der Weltrangliste) ersetzt.

Görges und Petkovic kämpfen am Montag um den Halbfinaleinzug

Eng umkämpfte Matches dürften die Zuschauer auch bei den Frauen gleich am ersten Tag erwarten. Die Darmstädterin Andrea Petkovic bekommt es mit der Tschechin Petra Kvitova zu tun. "Andrea ist eine der besten Returnspielerinnen auf der Tour. Das mag Petra Kvitova nicht so. Nichtsdestotrotz ist sie natürlich in der Favoritenrolle", so Turnierdirektorin Barbara Rittner. Denn die Linkshänderin fühlt sich auf Gras besonders wohl, triumphierte bereits zwei Mal in Wimbledon. Kvitova spielt offensives Tennis, produziert dabei aber nur wenige Fehler. Die Siegerin trifft am Dienstag auf die Niederländerin Kiki Bertens (7. der Weltrangliste).

Die zweite deutsche Spielerin Julia Görges trifft zum Auftakt auf die Lettin Anastasija Sevastova. "Wir kennen uns schon ewig", sagt Görges. Geheimnisse gibt es vor den Duellen der beiden daher keine, beide trainierten am Samstag gemeinsam. Die Siegerin dieses Viertelfinals trifft am Dienstag auf die Ukrainerin Elina Svitolina (5. der Weltrangliste).

Insgesamt 200.000 Dollar Preisgeld

"Ich glaube, das sind wirklich Leckerbissen", fasst Rittner das Teilnehmerfeld zusammen. Ob sich die Favoriten bei dem mit 200.000 Dollar dotierten Turnier am Ende durchsetzen, ist gerade in diesen Zeiten wohl ungewisser denn je. "Da muss man dann einfach mal abwarten, wer mit der Situation am besten klarkommt."

Sendung: Abendschau, 12.07.2020, 19:30 Uhr

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2 Kommentare

  1. 2.

    Es sind 800 Zuschauer pro Tag erlaubt und die Spieler dürfen ihren Anhang aus aller Welt einfliegen. Leichtsinn. Da kann man nur hoffen, dass das Hygienekonzept eingehalten wird.

  2. 1.

    Gut, auch Tennisspieler müssen wieder Geld verdienen. Ohne Zuschauer kann gerne auch in Frohnau gespielt werden. Ist eine hübsche Anlage.

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