Deyovaisio Zeefuik (Quelle: imago images/Contrast)
Audio: Inforadio | 12.08.2020 | Dennis Wiese | Bild: imago images/Contrast

Porträt | Herthas neuer Rechtsverteidiger Zeefuik - Zweifellos zielbewusst

Auf dem Platz ist er dynamisch und zweikampfstark, als Typ eher zurückhaltend: Deyovaisio Zeefuik ist Herthas neuer Rechtsverteidiger. Trainer Labbadia schwärmt von dem Niederländer, der mit den Berlinern große Ambitionen hat. Von Lisa Surkamp

Seine Entschlossenheit hat Herthas Deyovaisio Zeefuik schon vor seinem Wechsel nach Berlin bewiesen. Über zwei Monate dauerten die Verhandlungen um den jungen Niederländer. "Es war noch ein anderer Verein interessiert", berichtet der 22-Jährige. Sein bisheriger Verein, der FC Groningen, wollte sich mit diesem Klub einig werden. "Ich glaube, weil sie mehr bezahlen wollten. Aber ich hatte mich schon für Hertha entschieden."

Konkurrenz auf der rechten Verteidigerposition schaffen

Energisch zeigte sich der Niederländer dann auch gleich auf dem Platz. Noch bevor er überhaupt sein erstes Training mit der Mannschaft absolvierte, stand er am vergangenen Freitag schon in Herthas internem Testspiel auf dem Platz - und überzeugte seinen Coach Bruno Labbadia sofort. "Er hat sehr viel Dynamik und Explosivität. Darüber hinaus hat er eine gute Ausbildung bei Ajax genossen. Wir hoffen einfach, dass er sich bei uns nochmal weiterentwickelt und uns hilft", erzählt der Trainer.

Labbadias Plan: "Wir wollen Konkurrenz schaffen auf der rechten Verteidigerposition." Dort bekommt es Zeefuik mit dem erfahrenen Peter Pekarik, der unter Labbadia wieder zum Stammspieler wurde, und Lukas Klünter zu tun. Auf die interne Konkurrenz schaut er aber nicht, sagt Zeefuik. "Ich möchte mein Ding machen und wenn mir das gelingt, spiele ich vielleicht auch."

Zeefuik geht energisch in die Zweikämpfe

Beim Testspiel am vergangenen Freitag deutete der niederländische U-Nationalspieler schon an, mit welchen Qualitäten er das Spiel der Berliner besser machen will. Immer wieder ging er energisch in die Zweikämpfe, schaltete sich aber auch in die Offensive ein und bereitete ein Tor vor. "Auf dem Platz ist er extrem forsch, sehr zweikampfstark und bissig", bestätigt auch Coach Labbadia.

"Aber ich glaube, das sind zwei verschiedene Typen auf dem Platz und außerhalb", ergänzt der 54-Jährige. "Außerhalb ist er eher ein ruhiger Genosse und sehr zurückhaltend. Er tritt sehr professionell auf. Ich glaube, man muss ihn unterstützen, damit er sich relativ schnell in die Mannschaft integriert. Aber er hat natürlich auch ein paar Mitspieler, die er schon gut kennt."

Niederländische Teamkollegen helfen beim Einleben

Daishawn Redan ist einer von ihnen. Beide sind in Amsterdam in derselben Gegend aufgewachsen und wurden bei Ajax Amsterdam ausgebildet. "Er hat mir erzählt, dass das ein guter Schritt für mich ist", sagt Zeefuik über die Gespräche mit seinem Landsmann. "Hertha hat große Ziele - und die habe ich auch. Deswegen passt das." Auch Javairo Dilrosun kannte der Rechtsverteidiger schon vorher.

Die niederländischen Spieler werden Zeefuik helfen, sich bei seinem ersten Verein im Ausland besser einzuleben. "Sprachlich müssen wir aufpassen, dass er nicht nur holländisch spricht, sondern auch deutsch lernt", erklärt Bruno Labbadia. "Aber ein paar Brocken kann er schon." Und mit seiner Entschlossenheit werde der Rest sicherlich auch kein Problem.

Sendung: Inforadio, 11.08.2020, 06:15 Uhr

Beitrag von Lisa Surkamp

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