Union Berlin beim Testspiel in Cottbus (imago images)
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Video: 08.08.2020 | Brandenburg Aktuell | 19:30 Uhr | Caroline Labes | Bild: imago images

Testspiel bei Energie Cottbus - Union Berlin gewinnt ohne Kruse mit 3:1

Auch ohne die Neuzugänge Max Kruse, Keita Endo und Robin Knoche kommt Union Berlin im ersten Testspiel der neuen Saison zu einem 3:1-Erfolg bei Energie Cottbus. Erkenntnisgewinne gab es allerdings vor allem beim Gegner.

Acht Neuzugänge hatte Union Berlin vor dem Testspiel bei Energie Cottbus bereits verpflichtet. Da mag es den ein oder anderen Union-Fan beruhigt haben, dass das erste Testspiel zur kommenden Saison viel Altbekanntes zu bieten hatte.

So zum Beispiel die Startelf der Köpenicker, die mit Torhüter Andreas Luthe, Linksverteidiger Niko Gießelmann und Mittelfeldspieler Sebastian Griesbeck lediglich drei Neuzugänge aufzuweisen hatte.

Cottbus gut in Form

1:0 hieß es nach 24 Minuten durch Neven Subotic und nach Ecke durch Christopher Trimmel. Standard-Situationen werden wohl auch in der kommenden Saison ein schweres Pfund im Kampf um Bundesliga-Punkte werden.

Im Spiel bei Energie Cottbus war der Treffer ein mehr als nötiger Dosenöffner, die Partie war bis dahin eine eher zähe Angelegenheit. Das lag auch daran, dass sich die Heimmannschaft eine Woche vor dem Regionalliga-Start und vor 523 zahlenden Zuschauern in guter Verfassung präsentierte.

Immer wieder verteidigten die Lausitzer mutig und bereits tief in der Hälfte des Bundesligisten. Und auch wenn sich die Profis spielerisch sauber aus diesem Pressing befreien konnten, hielt Energie vor allem defensiv gut dagegen.

Trotz 14 Ab- und vier Neuzugängen scheint Energie bereits gut eingespielt. Cottbus bewegte sich spielerisch nahezu auf Augenhöhe, lediglich im Abschluss fehlte die Zielstrebigkeit. So auch bei Energies bester Chance durch Sturmspitze Felix Brügmann in der 32. Minute.

"Ausgerechnet" Taz

Zur Halbzeit wechselte Union-Trainer Urs Fischer kräftig durch, unter den sechs Neuen im Spiel der Eisernen waren auch die Neuzugänge Nico Schlotterbeck und Cedric Teuchert.

Das 2:0 in der 59. Minute entsprang dann der Kategorie "ausgerechnet". Denn es war ausgerechnet Berkan Taz, der in der vorigen Saison noch als Leihgabe für Energie auflief. Er behielt nach schöner Vorarbeit von Grischa Prömel die Übersicht und schob souverän ein.

Fast wäre es anschließend noch einmal spannend geworden, doch Energies Tobias Hasse traf nach schöner Vorbarbeit von Brügmann nur den Pfosten.

Stattdessen fiel in der 77. Minute das 3:0 für Union, erneut nach einer Standardsituation. Doch statt Eckball war es diesmal ein Elfmeter nach Foul an Grischa Prömel. Marius Bülter, der zur Halbzeit eigentlich bereits ausgewechselt wurde, in der 66. Minute aus Personalnot allerdings erneut auf das Feld kam, verwandelte souverän.

 

Keine Überraschung

In der 87. Minute schließlich gelang Energie doch noch der verdiente Ehrentreffer durch Marcel Hoppe.

Ein Sieg gegen den Bundesligisten aus Berlin wäre wohl auch trotz des unterschiedlichen Zeitpunkts in der Saisonvorbereitung eine Überraschung gewesen für Cottbus-Trainer Sebastian Abt. Und dennoch darf sich Energie eine Woche vor dem Regionalliga-Start als gut gewappnet wähnen.

Bei Union hingegen wird abzuwarten sein, wie sich das Gesicht der Mannschaft verändert, wenn die Neuzugänge um den am Samstag nicht in Cottbus weilenden Max Kruse mit von der Partie sind. Aber zumindest auf die Standard-Stärke wird wohl Verlass sein.

Sendung: inforadio, 08.08.2020

Beitrag von Ilja Behnisch

Kommentar

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10 Kommentare

  1. 10.

    Es gibt ja Leider Scjwachmaten,., Ihr gehört alle Dazu. Eiswrn

  2. 9.

    Ja gut, schreiben wir etwas über die Halbsachsen aus Cottbus.
    Vielleicht können Sie mir sagen ob man wieder die Klasse halten kann?

  3. 8.

    Von Troll zu Troll. Du musst es ja wissen. Geht nur um Fußball, da kann man auch mal Troll sein und die Gegenfans veräppeln. Besser im Fußball als in der Politik.

  4. 7.

    Wenn sich die Berliner Trolle hier gegenseitig belöffeln hat das dann noch etwas mit dem Inhalt des Artikels zutun?

  5. 5.

    In welcher Liga spielt denn der ehemalige Bundesligist heute dass ihr euch euphorisch über ein 3:1 freut als ob man die Meisterschaft gewonnen hätte.
    Und "Ick".... UNION ist vlt. Die Nr. 1 in Köpenick aber bestimmt nicht in Berlin.

    U.N.V.4:0

  6. 4.

    Schön das Union auch mal bei einem unbekannten Dorfverein spielt :)

  7. 3.

    Mit Kruse wäre es bestimmt ein 6:1 geworden

  8. 2.

    Großartig. Union ist Numero Uno in Berlin.

  9. 1.

    Das Spiel war gut und lässt für die Saison hoffen, es wäre toll wenn der RBB das Spiel gegen Lichtenberg übertragen könnte als Livestream oder im TV.

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