Die Berlin Rebels (weiß) im Duell mit den Potsdam Royals (rot). Quelle: Christian Goßlar
Bild: Christian Goßlar

Keine Saison für Berlin Rebels und Potsdam Royals - Ein ganzes Jahr ohne Football

Ein ganzes Jahr ohne Football: Dieses Szenario ist für die Berlin Rebels und die Potsdam Royals wegen der Corona-Pandemie Realität. Nun hoffen sie auf das kommende Jahr und Freundschaftsspiele.

Sie haben lange gehofft, seit Freitag aber ist es Gewissheit: Einen Touchdown werden die Berlin Rebels und die Potsdam Royals in dieser Saison nicht mehr erzielen. Denn die Spielzeit ist endgültig abgesagt. Die Football-Teams aus Berlin und Brandenburg blicken dennoch zuversichtlich in die Zukunft. Beide Vereine bereiten sich jetzt auf die kommende Spielzeit vor.

Rückblick: Im April starten die Footballer normalerweise in ihre Spielzeit. Doch schon davor hatte das Coronavirus die (Sport-)Welt lahmgelegt. Die Liga gab ihre Saison nicht auf - und stellte den Vereinen vor einigen Wochen schließlich frei, ihre Lizenz zurückzugeben.

Sechs Vereine, darunter die Rebels und die Royals, verzichteten darauf und verkündeten damit ihre Bereitschaft, eine verkürzte Saison zu spielen. Bei einem Treffen dieser Teams mit der Liga am Freitag sprachen sie sich nun dann doch mehrheitlich gegen die Austragung aus. Bei der Abstimmung entschieden sich fünf Teams bei einer Enthaltung gegen die eigene Teilnahme an einem Spielbetrieb.

Potsdam Royals stehen finanziell nicht vor dem Aus

"Es hat vor allem damit zu tun, dass die Corona-Auflagen in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich sind und dadurch auch die Trainings- und Vorbereitungsverhältnisse ungleich sind", sagt Stephan Goericke, Präsident der Royals, gegenüber rbb|24. "Deshalb haben sich die verbliebenen sechs Vereine nach langer Diskussion und schweren Herzens dazu entschlossen, aus Fairnessgründen die Saison abzusagen." Auch die steigenden Infektionszahlen spielten bei der Entscheidung eine Rolle.

Größere wirtschaftliche Probleme stellt die Saisonabsage für den Verein nicht dar. "Es ist nicht so, dass wir jetzt finanziell vor dem Aus stehen", so Goericke. Der Verein bekam die Corona-Hilfen von der Stadt. Für ihre Fans hätten die Brandenburger gerne noch Freundschaftsspiele angeboten, haben bisher aber keine Reaktionen erhalten.

Berlin Rebels arbeiten an Freundschaftsspielen

An einer solchen Lösung arbeiten auch die Berlin Rebels, sie sind schon mit einem Zweitligaverein in Gesprächen. Die Liga müsste solche Spiele aber noch genehmigen. "Der Trainingsbetrieb hat natürlich stattgefunden und die Spieler sind jetzt etwas enttäuscht", berichtet Andreas Riedel, 1. Vorsitzender der Rebels.

"Natürlich ist es schon eine Belastung für den Verein", sagt der Berliner über die finanzielle Situation. Da alle im Verein ehrenamtlich tätig sind, hätten sie auch keine Kurzarbeit beantragt.

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Mit Nutzung der Kommentarfunktion stimmen Sie unserer Netiquette sowie unserer Datenschutzerklärung (Link am Ende der Seite) zu. Die Redaktion behält sich vor, einzelne Kommentare nicht zu veröffentlichen.

1 Kommentar

  1. 1.

    Schade aber wohl die einzig vernünftige Entscheidung!
    Let´s go Rebels ;-)

Das könnte Sie auch interessieren