Der große Preis der Formel E 2019 in Berlin (Quelle: imago images / Jan Huebner)
Audio: Inforadio | 05.08.2020 | Karsten Steinmetz | Bild: imago images / Jan Huebner

Ehemaliger Flughafen Tempelhof - Fünf kuriose Geschichten zum Formel-E-Finale in Berlin

Sechs Rennen in neun Tagen: Ab Mittwoch fällt in Berlin die Entscheidung in der Formel E. Zuschauer dürfen wegen der Corona-Pandemie nicht dabei sein. Wie Sie dennoch die Rennen sehen können und warum ein Schummler in der Fan-Gunst ganz vorne liegt.

Man hört sie kaum - aber ab Mittwoch surren die Elektroautos wieder über das Tempelhofer Feld. Nach fünf Rennen musste die Saison wegen der Corona-Pandemie unterbrochen werden und wird nun in Berlin beendet. In sechs Rennen in neun Tagen wird nun der Meister gesucht - und rund um die Wettbewerbe gibt es die ein oder andere kuriose Geschichte.

1. Public Viewing mit E-Autos

Wegen der Corona-Pandemie müssen Zuschauer bei den Rennen auf dem Tempelhofer Feld draußen bleiben - können aber in einem Autokino auf etwas Rennatmosphäre hoffen. Im Autokino Carrona in Charlottenburg werden die Wettbewerbe auf einer Großleinwand gezeigt.

Rein kommt aber nur, wer ein Elektro- oder Hybridfahrzeug fährt - ganz im Sinne des grünen Formel-E-Sports. Aber auch Radfahrer oder E-Scooter-Fahrer sind willkommen.

2. Schummelei an der Konsole

Bei den Rennen dabei ist auch Daniel Abt - dabei sah es vor wenigen Wochen noch gar nicht danach aus. Denn der 27-Jährige hatte bei der "Race at Home Challenge", den virtuellen Rennen während der Corona-Pause, geschummelt. Sonst immer im Mittelfeld unterwegs, fuhr er plötzlich um die vorderen Plätze mit. Oder besser gesagt der österreichische Sim-Racer Lorenz Hörzding, den er vor die Konsole gesetzt hatte. Die Kamera war zwischenzeitlich verdeckt - doch der Betrug flog auf.

Er habe nur eine lustige Story für die Fans kreieren wollen, sagte er später. Sein Rennstall Audi fand das aber nicht besonders komisch und schmiss den Formel-E-Sieger von Berlin 2018 raus. Nun startet er für das chinesische Team NIO 333.

Die Renntermine im Überblick

1. Doppelrenntag: 05./06. August

2. Doppelrenntag: 08./09. August

3. Doppelrenntag: 12./13. August

Die Rennen werden bei Eurosport übertragen.

3. Green statt Benzin

Mit seiner Rennnummer ist nun ein anderer Mann unterwegs, der eigentlich Benzin im Blut hat. Rene Rast, zweifacher DTM-Champion und Sieger am Sonntag in Spa, steigt von den brüllend lauten Tourenwagen auf die leise surrenden E-Flitzer um. "Wirklich viele meiner Fans
sind echte Petrol-Heads. Und sie vermissen dort den Sound. Man kann eben nicht erwarten, dass die ganze Motorsportwelt das plötzlich mag", sagte Rast über die Formel E gegenüber dem SID.

Doch sie werden sich wohl daran gewöhnen (müssen). Denn Audi wird sich Ende des Jahres aus der DTM zurückziehen.

4. Erst linksrum, dann rechtsrum

Unterwegs sind die Fahrer auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof. Die Strecke ist den meisten Fahrern aus den vergangenen Jahren bekannt. Und damit da keine Langeweile aufkommt, haben sich die Veranstalter etwas überlegt. Bei den Auftakt-Rennen am 5. und 6. August wird die Strecke in die entgegengesetzte Richtung gefahren. Für den Schlusstag haben die Veranstalter sogar noch weitere Kurven eingebaut.

5. Zusatz-Power von den Fans

In der Wertung um den Titel ist noch alles offen. Mitentscheidend könnten die Fans sein - denn die können ihren Lieblingsfahrern Zusatz-Power verleihen. Mit dem "Fan-Boost" können 100 Kilojoule zusätzlich freigeschaltet werden. In Führung bei der Abstimmung liegt übrigens momentan Konsolen-Schummler Daniel Abt.

Sendung: Inforadio, 05.08.2020, 21:15 Uhr

Kommentar

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6 Kommentare

  1. 6.

    Oh man, noch so ein verbisteter Mensch mit Lebensfreude. Einfach mal negative Kommentare, ohne wirklichen Inhalt, lassen. Tun Sie uns diesen Gefallen

  2. 5.

    Ja, schade, aber nur in ihren Augen. Man sollte alles was Spaß macht, unbedingt verbieten. Äußerungen wie Ihre zeigen ihre Intoleranz und ihre Lebensfreude:-) sparen Sie sich Ihre Kommentare . Würde viele freuen

  3. 3.

    Das kann man wohl sagen.
    Was für ein Blödsinn.

  4. 2.

    Man könnte ein RBB-Team hinschicken mit einer Kamera und das Ganze übertragen. Aber ist halt kein Fußball. Nur Motorsport an einer Zeitenwende.

  5. 1.

    Schade um den Ladestrom.

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