Enttäuschte Herthaner nach dem Pokal-Aus in Braunschweig. / imago images/Jan Huebner
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Audio: Inforadio | 11.09.2020 | Burkhard Tillner | Bild: imago images/Jan Huebner

4:5-Pleite in der ersten Runde - Hertha BSC erlebt Pokal-Blamage in Braunschweig

Bitterer Pokal-Abend für Hertha BSC: Der Fußball-Bundesligist hat bei Eintracht Braunschweig mit 4:5 (2:3) verloren - und ist bereits in der ersten Runde ausgeschieden. Das Team von Bruno Labbadia machte es dem Zweitliga-Aufsteiger viel zu einfach.

Der Spielverlauf

Hertha BSC ist mit einer Blamage in die Saison gestartet - und bereits in der ersten Runde des DFB-Pokals gescheitert. Die Berliner verloren am Freitagabend mit 4:5 (2:3) bei Zweitliga-Aufsteiger Eintracht Braunschweig.

Das Team von Bruno Labbadia erwischte einen Katastrophen-Start. Nur zwei Minuten waren gespielt, da erzielte Martin Kobylanski per Freistoß das 1:0 für Braunschweig - weder die Hertha-Mauer noch Torhüter Alexander Schwolow machten einen glücklichen Eindruck. Nur eine Viertelstunde später traf Maximilian Mittelstädt per Kopf ins eigene Tor (17.). Der Außenseiter führte mit 2:0. Zwar konnten Dodi Lukebakio per Kopf nach einer Ecke (23.) und Matheus Cunha mit einem Schuss von der linken Seite ausgleichen (29.). Doch kurz vor der Pause war es erneut Kobylanski, der Braunschweig in Führung brachte: Per Foulelfmeter scheiterte er zunächst noch an Schwolow, der Nachschuss landete jedoch im Tor (44.).

In der zweiten Halbzeit sah es zunächst so aus, als könnten die Berliner die Blamage noch abwenden. Sie drückten - und kamen durch Peter Pekarik zum Ausgleich (65.). Der hielt jedoch nur zwei Minuten. Dann war es Kobylanski, der von der Strafraumkante abschloss und mit seinem dritten Tor des Abends zum 4:3 für den Zweitliga-Aufsteiger traf (67.). Und es sollte noch bitterer werden für Hertha BSC: In der 73. Minute legte ausgerechnet Ex-Unioner Suleiman Abdullahi zum 5:3 nach. Zwar konnte Dodi Lukebakio noch einmal verkürzen (83.), doch am Erstrunden-Aus von Hertha änderte das nichts mehr.

Die Kurz-Analyse

Hertha BSC verliert das Spiel aufgrund einer desolaten Abwehrleistung - sowohl individuell als auch im Kollektiv. Die Defizite in der Defensive offenbaren sich bereits nach 63 Sekunden. Karim Rekik foult seinen Gegenspieler unnötig kurz vor dem Strafraum. Beim anschließenden Freistoß aus etwa 25 Metern greift Torhüter Schwolow zudem daneben. Den Ball hätte er haben können - und so rennt die Hertha ab der ersten Minute einem Rückstand hinterher.

In der 43. Minute ist es abermals eine schwache Abwehrleistung der Herthaner, die zunächst zum Elfmeter für Braunschweig und schließlich zum 3:2 führt. Diesmal sind es Rekik und Mathew Leckie im Doppelpack, die den aus dem Strafraum herauslaufenden Braunschweiger Yassin Ben Balla zu Fall bringen. Und es ist noch nicht das Ende der Abwehrfehler. Im direkten Gegenzug zum zwischenzeitlichen 3:3-Ausgleich schafft es Hertha nicht, einen hohen Ball des Zweitligisten effektiv zu verteidigen. Die Folge: Als sie eigentlich gerade wieder dran sind, liegen sie plötzlich schon wieder 3:4 zurück.

Am deutlichsten werden die Lücken in Herthas Abwehr jedoch beim anschließenden Gegentreffer zum 3:5. Diesmal ist es Abwehrmann Stark, der Braunschweig-Stürmer Abdullahi ohne ernstzunehmende Gegenwehr in den Strafraum laufen lässt, um dann schuljungenartig vor ihm hinzufallen. Hilft alles dennoch nichts, Abdullahi schiebt den Ball an Schwolow vorbei.

Das sagt das Netz

Harte Zeiten für Hertha-Fans, den Humor lassen sie sich dennoch nicht nehmen.

Neue Saison - alte Probleme!

Aber damit hätte der Klub wenigstens das Problem des noch fehlenden Trikotsponsors gelöst.

Immerhin: Ein frühes Pokal-Aus hat auch etwas Gutes.

Die Stimmen zum Spiel

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  • Hertha-Verteidiger Niklas Stark. / imago images/Jan Huebner
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    Niklas Stark (Hertha BSC) 

    "Das ist beschissen."

  • Braunschweig-Profi Martin Kobylanski. / imago images/Jan Huebner
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    Martin Kobylanski (Braunschweig) 

    "Man muss das genießen."

Der Liveticker zum Nachlesen

Sendung: rbb24, 11.09.2020, 21:45 Uhr

Kommentar

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36 Kommentare

  1. 35.

    Im Grunde hat sich gestern wieder einmal das gleiche wie jedes Jahr gezeigt, dass es für Hertha BSC im DFB-Pokal nicht viel zu gewinnen gibt. Ich glaube, bevor Hertha BSC das DFB-Pokal-Finale im eigenen Stadion erreicht, wird sogar der BER fertig.

  2. 33.

    Dann schau dir doch die Spiele von Hertha nicht an, jeder Fernseher hat einen Knopf zum ausschalten.

  3. 32.

    Mist
    Hertha ist Mist.
    Habe mal wieder herzhaft über Euch gelacht.
    So ein Mist.

  4. 31.

    Für das wiederkehrende Debakel ist ein Herr Preetz verantwortlich. Jeder, auch die die keine
    Ahnung haben, sieht, das Hertha einen zentralen
    Mittelfeldspieler Spieler braucht. Und solange das nicht passiert wird es nichts mit Europa.

  5. 30.

    Sehts doch mal positiv. Hertha hat vier Tore geschossen. In den Testspielen nicht eins. Ist doch mal ein Fortschritt

  6. 29.

    Hertha muss sich in der Tat im Management neu aufstellen. Trotz der Millionen wovon rund 80 Mio schon verbrannt wurden, ist die Mannschaft kaum Erstliga tauglich. Die Wintertransfers sind bis auf Cunha reine Geldverschwendung. Es wird endlich Zeit das Management vor allem die Sportdirektor Funktion professionell aufzustellen. Ansonsten bleibt Hertha trotz der Millionen ein Looser Verein bei dem keine Top Leute spielen wollen.

  7. 28.

    Sie kamen, sie sahen und sie fuhren wieder nach Hause :‘)

  8. 27.

    Der selbsternannte "Big City Club" mit Startprobleme! Ob Trainer Labbadia am Ende der Saison 2020/2021 immer noch Hertha-Trainer ist? Da habe ich meine Zweifel!

  9. 26.

    Mist

  10. 25.

    Na es bleibt unterhaltsam beim spannendsten Fußballprojekt Europas.
    Ha Ho He Euer Jürgen

  11. 24.

    Worüber ich auch sinniere:
    Was ist der Unterschied zwischen einer Großstadt und einer "Big City"?

    Es gibt Kleinstädte, die gemeinhin zwischen 10.000 und 50.000 Einw. liegen, Mittelstädte zwischen 50.000 und 100.000 und Großstädte ab 100.000. "Groß", so verrät mein Schulenglisch, heißt im Englischen "big". Mithin ist auch Braunschweig "big", nach deutscher Lesart Großstadt.

    Merkwürdig wird es gemäß dieser Lesart nur, wenn Hertha BSC Berlin gegen Bayer aus Leverkusen spielt und dann davon gesprochen wird, dass Berlin gegen einen Großen spielt.

  12. 23.

    Es ist wie immer. Hätte Hertha BSC 5 : 3 gewonnen, wäre nahezu alles als glänzend bezeichnet worden, außer mindestens zwei der drei Gegentore vielleicht. So hat Hertha eben 4 : 5 verloren und soweit jeder Mensch weiß, dass ein Fußballergebnis nicht nur das Ergebnis eines genialen Plans ist, sondern immer auch vom Zufall beeinflusst wird und von der überraschenden Spielweise des anderen, soweit führen derartige Bemerkungen natürlich zu rein garnichts.

    Jede Mannschaft spielt anders. Die Uhr faktisch zurückdrehen zu wollen, weil mit dem SPIELergebnis gehadert wird, ist m. E. sinnlos wie nur was. Einzig das versucht planbare Geschäft ist in die Binsen gegangen. Das aber dürfte zu verschmerzen sein und wenn nicht, ist der Wirtschaftsplan mit heißer Nadel genäht.

  13. 22.

    Ganz klar,Preetz muß weg.Er hat die Spieler verpflichtet.Das geht schon Jahre so.Vorstand sollte auch ausgetauscht werden.Wenn Windhorst dann wiedermal Pleite ist,dann gute Nacht.

  14. 19.

    Aus der Traum von Finale...bissl zeitig, aber erwartbar

  15. 18.

    und wieder .......
    Herr P. Ist Unschuldig
    diese Saison wird ALLES anders
    die Mannschaft muss sich erst finden ....u.s.w.
    mag ja sein, aber die Ausreden bleiben gleich.
    vor ein paar Tagen war aich hiervom internationalen Geschäft die Rede,

  16. 17.

    Der Pokal ist total Wumpe, sprich, spielt keine große Rolle. Man muss jetzt genau schauen, was da passiert ist. Stark:Tschüssikowski

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