Cottbus Spieler freuen sich nach Sieg
Bild: imago/Jan Huebner

Regionalliga Nordost | Cottbus gegen Fürstenwalde - Zurück in die Zukunft

Dirk Lottners Debüt als Trainer von Energie Cottbus ist mit dem Auswärtssieg in Babelsberg geglückt. Ob die Mannschaft eine richtige Trendwende schafft, zeigt sich schon an diesem Mittwoch. Hoffnung dabei macht nicht nur der Blick zurück. Von Andreas Friebel

rbb|24 zeigt die Partie Cottbus-Fürstenwalde am Mittwoch ab 18:55 Uhr im Livestream.

Strohfeuer oder Trendumkehr? Am Mittwochabend wird Energie Cottbus wissen, ob der angeschlagene Klub unter seinem neuen Trainer Dirk Lottner in der Regionalliga-Tabelle weiter Boden gut macht. Gegner ist der Tabellenvierte Union Fürstenwalde. "Wir wollen das, was wir in Babelsberg angefangen haben, fortsetzen. Das heißt: stabil stehen, wenig zulassen und gut verteidigen", beschreibt Dirk Lottner seine Erwartungen an die Mannschaft.

Lottner baut auf Dreierkette und Stahl im Tor

Lottner, seit einer Woche im Amt, hat sein Team beim Debüt taktisch und personell verändert. Der 48-Jährige lässt statt einer Viererkette nun mit einer Dreierkette spielen. Außerdem tauschte er seinen Torwart aus. Toni Stahl ist wieder die Nummer eins im Kasten. Das war er auch bis zur Coronapause. Nach der Sommervorbereitung hatte er diese Position an Tim Stawecki verloren. "Ich habe mir beide Torleute unter der Woche genau angeschaut. Dazu kommt das letzte Heimspiel gegen Halberstadt, wo Tim etwas unglücklich wirkte. Und das im Paket hat zu der Entscheidung geführt", so Lottner.

Fürstenwaldes Torwart, David Richter, muss vorerst keine Sorgen haben, durch Trainer Matthias Mauksch ausgetauscht zu werden. Obwohl Richter in dieser Saison schon zehn Gegentreffer kassiert hat und damit genauso viel wie Energie Cottbus. Der entscheidende Unterschied zwischen beiden Teams ist aber die Offensive. Während die Lausitzer acht Tore erzielt haben, sind es bei den Unionern 16. Der Sturm scheint in guter Verfassung. Gegen Rathenow gab es im Landespokal erst ein 6:1 und vier Tage später ein 5:1 in der Regionalliga. In beiden Begegnungen trag Neuzugang Malik McLemore, der aus Fürth nach Fürstenwalde wechselte.

Aktuelle Neuzugänge gibt es in Cottbus noch nicht. Dirk Lottner will noch die englische Woche nutzen, um das Team besser kennenzulernen. Dann soll aber eine Entscheidung fallen, ob Energie noch einmal auf dem Transfermarkt tätig wird. "Wir werden uns nächste Woche mit der sportlichen Leitung zusammensetzen und schauen, ob wir noch was tun müssen und es überhaupt können."

Cottbus gegen Fürstenwalde noch unbesiegt

Aktuell beschäftigt sich Lottner nach eigener Aussage nur mit dem nächsten Gegner. Für die Suche nach neuem Personal hat er keine Zeit. Und der nächste Gegner ist ein Lieblingsgegner der Lausitzer. Sie haben noch nie ein Spiel gegen Fürstenwalde verloren. Sowohl in der Regionalliga (5 Mal), als auch im Landespokal (4 Mal) gab es Siege oder Unentschieden. Hält diese Serie, gäbe es am Mittwoch zumindest den ersten Heimpunkt der Saison. Vielleicht sogar mehr? "Natürlich wollen wir als Sieger vom Platz gehen. Das ist uns in dieser Saison noch nicht gelungen. Am Mittwoch soll das anders werden", so Lottner.

Matthias Maucksch hätte mit seinen Fürstenwaldern sicher nichts dagegen, wenn die schwarze Serie jetzt mal endet. Wobei auch sein letztes Aufeinandertreffen mit dem Spieler Dirk Lottner nicht gerade positiv verlaufen ist. In der Saison 1999/2000 kam Maucksch zu sechs Einsätzen für Energie Cottbus.

Einen davon hatte er am 18. Dezember 1999. Damals verlor Cottbus mit 1:4 beim 1. FC Köln. Mauckschs Gegenspieler hieß an diesem Tag: Dirk Lottner. Und der traf zwei Mal.

Sendung: rbb UM6, 22.09.20, 18:15 Uhr

Beitrag von Andreas Friebel

1 Kommentar

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  1. 1.

    Pflichtsieg für das bessere Team. Fairness in den Kommentaren. Gruß an alle die im Stande sind sich vernünftig zu äußern!

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