Bruno Labbadia im Spiel gegen Eintracht Frankfurt. Quelle: imago images/Contrast
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Bruno Labbadia nach der Pleite gegen Frankfurt - "Wir haben es in der ersten Halbzeit ein Stück weit verschlafen"

Dem Auftaktsieg in Bremen folgte bei Hertha eine Heim-Pleite gegen Eintracht Frankfurt. Trainer Bruno Labbadia haderte am Tag danach vor allem mit der ersten Halbzeit. Auf den zweiten Durchgang will er hingegen aufbauen.

Nach dem Auftaktsieg bei Werder Bremen gab es für Hertha BSC am Freitagabend im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt eine ernüchternde Niederlage (1:3). Am Tag danach sprach Trainer Bruno Labbadia unter anderem über...

...die Heim-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt.

Die Ernüchterung ist sehr groß. Wir haben in der zweiten Halbzeit gezeigt, was wir wollten und wie wir den Gegner bespielen wollten. Die Chance wäre sehr groß gewesen, hätten wir unseren Plan das ganze Spiel lang umgesetzt. Wir haben es in der ersten Halbzeit ein Stück weit verschlafen und diesen Abreibungskampf verloren. Dabei sind wir eigentlich ordentlich ins Spiel gekommen, haben viele Bälle erobert. Dann haben wir aber keine guten Entscheidungen getroffen. Je länger das dauerte, desto mehr haben wir dann auch die Zweikämpfe verloren. Hinzu kommt, dass wir sehr einfache Tore kassiert haben. Das wahr sehr schade.

...die Vorteile, die Eintracht Frankfurt gegenüber Hertha hat.

Sie haben die Erfahrung, wie es auf den oberen Tabellenplätzen und international zugeht. Sie haben die Körperlichkeit, die Robustheit aber auch die Abgezocktheit. Man muss aber auch sagen, dass wir das am Freitag zu einfach zugelassen haben. Eigentlich haben wir das Spiel in der zweiten Halbzeit dann total dominiert, aber das war einfach ein Stück zu spät. Da hat die Eintracht uns sicherlich einen Schritt voraus - da können wir sicherlich noch lernen.

...die Veränderungen in Herthas Kader.

Als wir das letzte Mal vor drei Monaten gegen die Eintracht gespielt haben, standen bei uns noch sechs Spieler auf dem Platz, die am Freitag nicht gespielt haben. Und trotzdem haben bei uns nur zwei Neuzugänge gespielt. Bei Frankfurt stand fast eine identische Mannschaft auf dem Feld. Wir haben einige Führungsspieler verloren, andere Spieler müssen da erst hineinwachsen - darum ging es aber am Freitagabend nicht. Wir haben einfach taktisch und in der Konsequenz einiges vermissen lassen.

...die Rückkehr der Zuschauer.

Das war sehr positiv, es ist einfach ein ganz anderes Gefühl. Es macht uns deswegen natürlich aber noch trauriger, das Spiel verloren zu haben. Wir hatten das Gefühl, dass die Zuschauer uns gerade in der zweiten Halbzeit sehr unterstützt haben, weil sie gemerkt haben, dass die Mannschaft nicht nachgelassen und eher noch einen draufgesetzt hat. Deswegen war die Unterstützung schon sehr gut. Das ist für uns enorm wichtig und hat uns sehr gefehlt. Ich liebe es einfach, wenn Zuschauer da sind. Am besten ist es natürlich, wenn das Stadion komplett voll ist, aber allein die 5.000 haben schon extrem viel ausgemacht.

Sendung: rbbUM6, 26.09.20, 18:00 Uhr

3 Kommentare

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  1. 3.

    Hauptstadt Fußball ist halt Bauernliga nichts wert

  2. 2.

    Wecker stellen, soll helfen!!

  3. 1.

    In der zweiten Halbzeit war Frankfurt wohl auch clever genug das Ergebnis nicht mehr aus der Hand zu geben. Hertha hat eine gute Mannschaft, wenn alles aufeinander abgestimmt ist und sie in einen Rhythmus kommen, werden sie noch ordentlich ins Gewinnen kommen.

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