Das Olympiastadion (Quelle: imago images/Steffen Kuttner)
Audio: Inforadio | 04.09.2020 | Radio 88.8 | Bild: imago images/Steffen Kuttner

Bewerbungsverfahren um Tickets - Hertha spielt zum Heimspiel-Auftakt vor 4.000 Zuschauern

Ähnlich wie Union Berlin wird auch Hertha BSC zu Beginn der neuen Saison wieder Zuschauer zu seinen Bundesliga-Spielen zulassen. Insgesamt werden 5.000 Menschen im Stadion sein - 4.000 Karten werden per Bewerbungsverfahren vergeben.

Hertha BSC wird sein erstes Bundesliga-Heimspiel der neuen Saison am 25. September gegen Eintracht Frankfurt vor 4.000 Zuschauern austragen - insgesamt werden sogar 5.000 Menschen im Stadion zugelassen sein. Das gab der Verein am Donnerstag bekannt. Seit dem 1. September sind in Berlin bis zu 5.000 Teilnehmern bei Freiluftveranstaltungen erlaubt.

Dafür reichte Hertha ein entsprechendes Hygienekonzept bei den Gesundheitsbehörden ein. Die Tickets vergibt der Verein per Bewerbungsverfahren. Dauerkarteninhaber der vergangenen Saison, die zugleich auch Vereinsmitglieder sind, haben ab sofort bis zum 10. September die Möglichkeit, sich zu bewerben.

"Vorsichtig und mit Bedacht"

"Wir haben in den Gesprächen mit den zuständigen Behörden und dem Senat durchweg positive Rückmeldungen und Zustimmung auf unser detailliertes Konzept bekommen und freuen uns jetzt sehr auf unser erstes Heimspiel vor unseren Fans", wird Thomas E. Herrich, Mitglied der Hertha-Geschäftsleitung, in der Meldung des Klubs zitiert.

"Wir werden mit den entsprechenden Abstandsregeln arbeiten", sagte Herrich dem rbb. "Wenn 5.000 Personen ins Olympiastadion kommen, gibt es genügend Platz." Außerdem solle durch das vorerst geringe Kontingent sichergestellt werden, dass mögliche Infektionsketten nachverfolgt werden könnten.

Wirtschaftlich lohne sich das Verfahren für Hertha zunächst nicht, sagte Herrich. "Wir sind aber froh, dass wir schrittweise wieder vor Zuschauern spielen können. Das war immer die Grundidee unseres Konzepts - sehr vorsichtig und mit Bedacht", erklärte er.

Das Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt wird nach dem Bundesliga-Auftakt der Blau-Weißen bei Werder Bremen (19.09., 15:30 Uhr) das zweite Saisonspiel sein. Bleibt es bei der Planung, werden dann erstmals seit 202 Tagen wieder Fans - also nicht nur am Spieltag im Stadion arbeitende Menschen wie Sicherheitspersonal, Helfer und Journalisten - bei einem Hertha-Spiel im Olympiastadion sein.

Auch Union plant mit Zuschauern

Der 1. FC Union Berlin hatte bereits am Mittwoch bekanntgegeben, dass er zum Auftakt der neuen Saison vor 5.000 Zuschauern spielen wolle - auch die Köpenicker setzen beim Kartenverkauf auf ein Losverfahren. Bereits am kommenden Samstag werden die Eisernen im Stadion An der Alten Försterei ein Testspiel gegen den 1. FC Nürnberg (17:30 Uhr) austragen, das ebenfalls vor 5.000 Zuschauern stattfinden soll.

Auch andere Bundesligisten wie zum Beispiel RasenBallsport Leipzig kündigten zuletzt an, zum Bundesliga-Auftakt wieder einige Fans in die Stadien lassen zu wollen. Die Vereine müssen sich dabei an die Vorgaben der jeweiligen Bundesländer und Gesundheitsämter halten.

Sendung: rbb UM6, 03.09.2020, 18 Uhr

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20 Kommentare

  1. 20.

    mehr Fans haben die ja auch nicht!

  2. 19.

    @Mauer: Aber ein Zeitfenster für die Abreise gibt es nicht. Volle Züge sind also vorprogrammiert. Und im Abteil wird dann schön die Maske runtergezogen, das Pils angesetzt und gegrölt.

  3. 16.

    Und wenn alle Fans gaaaanz brav sind dann wird man auch nicht vorsichtshalber eine Maskenpflicht einführen.

  4. 13.

    4000 Zuschauer sind erst einmal besser als Geisterspiele. Da kommt dann auch gleich ein bisschen 90er-Jahre feeling auf, als gegen Meppen, Bayer Uerdingen usw. manchmal auch nicht viel mehr da waren. ;-)

  5. 12.

    Die 4.000 offiziellen Zuschauer bekommen ein Zeitfenster für den Einlass ins Stadion um die Anreise zu entzerren.

  6. 11.

    4.000 Zuschauer im 70.000 Stadion, viele davon vermutlich allein / nicht mit Freunden, wenig Alk, Gegner Eintracht, Wetter....

  7. 10.

    @Nun: Das praktiziere ich ohnehin immer so. Ich kaufe immer während des Spiels ein oder davor. Zur Not muss ich halt meine Prepper-Vorräte aus dem Keller anknabbern ;-) Nur die Fahrt mit den Öffentlichen lässt sich leider nicht immer verschieben.

  8. 9.

    Viel mehr als 5.000 Zuschauer werden wohl in der aktuellen Zeit bei Hertha-Heimspielen auch gar nicht ins Stadion gehen wollen. Schon vor dem Corona-Ausbruch wollten sich doch nur relativ wenige Zuschauer die Heimspiele von Hertha BSC anschauen.

  9. 8.

    @Simon: Weil die S-Bahnen proppevoll sein werden. Wenn man scharf auf eine Ansteckung ist, kann man natürlich gerne mitfahren. Ich bin übrigens hergezogen, als Hertha die Fans noch per Handschlag begrüßen konnte. Voll war es hier nur zum Pokalfinale und ein wenig als Blau-Weiß 90 ein Jahr in der 1. Liga spielte. Seelige Zeiten! Konnte ja keiner ahnen, dass Hertha mal ein internationaler Hauptstadtclub werden will ;-)

  10. 7.

    Kleiner Tipp. Während der Spielzeit haben Sie Zeit zum Einkauf. Man kann aber auch ein Drama aus allem machen, nur weil ein halber Tag alle 2 Wochen mal Fans in der Wohngegend sind. LG von einem Westender.

  11. 6.

    Wieso sollte man als Anwohner denn nicht mit der S-Bahn fahren können? Wegen 5.000 Zuschauern (von denen mehr als die Hälfte mit der U-Bahn oder dem Auto anreisen wird? Ist das Ihr Ernst?
    Nebenbei: Neben einem Stadion wohnen, sich aber über Fußballfans ärgern passen nicht zusammen.

  12. 4.

    Gut, dass es langsam und dosiert wieder losgeht. Man kann sich ja nicht noch monatelang im Keller einschließen.

    Es bringt nichts, die Gefahr zu leugnen. Es bringt aber auch nichts, den ganzen Kassandra-Rufern zu folgen.

  13. 2.

    Ja, aber irgendwo muss man wieder anfangen, uns da 5000 Leute zugelassen werden, warum nicht im Fussballstadion. Auch wenn die Leute woanders hinfahren, benötigen sie S- Bahn und Imbissläden. Alles ist besser als 38000 Demonstranten, die sich nicht benehmen können. Freundliche Grüsse

  14. 1.

    Auch 5000 Fans müssen vor dem Spiel anreisen, gehen in der Umgebung in die Supermärkte, lungern wahrscheinlich vor der Klause und am S-Bahn-Imbiss rum und fahren nach dem Spiel wieder mit der Bahn nach Hause. Als Anwohner kann man dann um diese Zeit jedenfalls nicht mit der S-Bahn fahren.

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